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Arbeitsrecht | 24.06.2022

Ausbildung

Alles auf Stand? Was Azubis zu Ausbildungs­ordnungen wissen müssen

Woher Azubis wissen, ob die Ausbildung auch wirklich auf dem Stand der Dinge ist

Die Arbeitswelt verändert sich schnell. Damit duale Ausbildungs­berufe aktuell bleiben, müssen sie hin und wieder angepasst werden. Woher wissen auch Azubis, dass ihr Lehrplan auf Stand ist?

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Über 300 duale Berufs­ausbildungen gibt es in Deutschland. Damit die Inhalte relevant und aktuell bleiben, werden die Ausbildungs­ordnungen regelmäßig angepasst: Dann können Berufe wegfallen, neu hinzukommen oder modernisiert werden.

Häufig geht es bei der Modernisierung von Ausbildungs­ordnungen darum, bestimmte Entwicklungen der Arbeitswelt auch in der Berufs­bildung zu verankern. Dazu gehören laut Monika Hackel zum Beispiel die großen Themen Digitalisierung, Internationalisierung und Nach­haltigkeit. Sie leitet beim BIBB (Bundes­institut für Berufs­bildung) die Abteilung Struktur und Ordnung der Berufs­bildung.

EU-Richtlinien verändern Ausbildungsinhalte

Nach­haltigkeit kann dabei ganz Unter­schied­liches bedeuten. „Wenn ein Koch nachhaltig arbeitet, ist das natürlich etwas anderes, als wenn man in der Versicherungs­wirtschaft den Kunden nachhaltige Finanz­produkte vermittelt.“

Bei der Internationalisierung geht es zum Beispiel darum, bestimmte EU-Richtlinien in die Berufe zu implementieren. „Das betrifft zum Beispiel in diesem Jahr die Berufe in der Binnen­schifffahrt. Da ist eine neue Richtlinie umgesetzt worden, die sich mit der Nautik in der EU beschäftigt“, illustriert Hackel. Ab August teilt sich die Ausbildung nun in die Berufe Binnen­schiffer und Binnen­schiff­fahrts­kapitän.

Die Initial­zündung für eine Modernisierung komme immer aus der beruflichen Praxis, also aus der Wirtschaft, sagt Hackel. Der Wunsch nach einer Neuordnung werde dann geprüft. Sind die Veränderungen alle machbar oder zu kleinteilig? Entsprechen die Vorschläge den Regelungen des Berufsbildungs­gesetzes? Dann erst geht es in den eigentlichen Prozess der Modernisierung.

Umsetzung liegt bei Betrieben und Berufsschule

Und woher wissen Azubis nun, ob ihre Ausbildung auch wirklich auf dem Stand der Dinge ist? Zunächst einmal gilt: Die Ausbildungs­ordnungen legen zwar schon viel Grund­sätzliches fest, geben aber nicht bis aufs Detail vor, was in der Ausbildung gelehrt wird. „Zum Beispiel, dass zwingend eine bestimmte Software vermittelt werden muss“, so Hackel.

Die genaue Umsetzung liegt also auch bei Betrieb und Berufs­schule. „Der Betrieb hat in jedem Fall die Pflicht, mich für bestimmte Dinge fit zu machen“, sagt Monika Hackel. Kann der Betrieb das nicht, muss das unter Umständen in einem über­betrieblichen Ausbildungs­zentrum oder in einer Verbund­ausbildung passieren. Hier lernen Azubis kleinerer Betriebe bestimmte Elemente ihrer Ausbildung zum Beispiel für einige Wochen bei einem größeren Arbeitgeber.

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Arbeitsvertrag und Berichtsheft prüfen

Die Ausbildungs­ordnung ist auch Teil des Ausbildungs­vertrags. „Da ist es meine Pflicht als Azubi zu schauen: Was unter­schreibe ich denn da? Da habe ich schon ersten Kontakt zu meiner Ausbildungs­ordnung und kann sehen, was ich hier eigentlich lernen soll“, so Hackel.

Eine ähnliche Funktion erfüllt das Berichts­heft, das in vielen Berufen Pflicht ist. „Auch das sollte sich an der Ausbildungs­ordnung orientieren“, sagt Hackel. Azubis können etwa abgleichen, was sie an bestimmten Tagen im Betrieb gemacht haben und unter welchen Aspekt ihres Ausbildungs­plans das fällt.

Austausch in der Berufsschule lohnt sich

Nicht zuletzt bekommen Auszubildende auch in der Berufs­schule einen guten Einblick, was Mit­schülerinnen und Mitschüler in ihren Betrieben machen. Wer dann das Gefühl hat, dass der eigene Betrieb ziemlich rückwärts­gewandt ausbildet, kann zum Beispiel im Schul­unterricht sehr intensiv damit auseinandersetzen, was die anderen machen und sich weiter­bilden.

Im schlimmsten Fall, „wenn ich wirklich denke, ich habe einen Missgriff getan“, können sich Azubis auch an die Kammer­organisation ihres Berufs wenden, so Hackel. Dann lässt sich besprechen, ob es nicht doch einen anderen Betrieb gibt, in dem man die Ausbildung fortsetzen kann.

Eine Übersicht zu den für 2022 angepassten Ausbildungs­berufen gibt es auf der Webseite des BIBB.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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