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Sozialrecht und Sozialversicherungsrecht | 28.01.2022

Riester-Rente

Alters­vorsorge: Lohnt sich ein Riester-Vertrag?

Für manche Verbraucherinnen und Verbraucher kann sich das „Riestern“ lohnen

Der Ruf der Riester-Rente hat gelitten. Kritiker monieren geringe Aus­zahlungen und hohe Kosten. Der Bestand an Verträgen wächst nicht mehr. Angebote gibt es immer weniger. Lohnt das Ganze noch?

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Klar ist: Die gesetzliche Rente allein wird für viele im Alter nicht ausreichen, um den Lebens­standard zu halten. Das bedeutet: Zusätzliche private Vorsorge muss her, um die erwartete Renten­lücke zu schließen. Um die private Alters­vorsorge zu unterstützen, wurde vor etwas mehr als 20 Jahren die Riester-Rente eingeführt.

Markt der Riester-Produkte in den letzten Jahren geschrumpft

Doch die geförderte Alters­vorsorge kommt offenbar nicht mehr gut an. Nach Erhebungen des Bundes­sozial­ministeriums scheint die Zahl der Verträge seit einiger Zeit zu stagnieren. „Inzwischen ist es schwierig, einen neuen Vertrag zu finden“, sagt Axel Kleinlein vom Bund der Versicherten in Hamburg. Denn viele Anbieter zögen sich aus dem Geschäft zurück.

Für Britta Langenberg ist das nicht unbedingt überraschend. „20 Jahre Riester-Rente sind auch 20 Jahre vergebener Chancen für eine bessere private Alters­vorsorge“, kritisiert die Vorsorge­expertin der Bürger­bewegung Finanzwende. „In Deutschland wurde viel zu lange an der Riester-Rente herum­geschraubt, an Kern­problemen wie den hohen Kosten hat sich wenig geändert.“

Sparer bekommen Förderung

Viele Riester-Verträge hierzulande sind Versicherungs­verträge. Die Branche verzeichnete im vergangenen Jahr im Neu­geschäft immerhin ein Plus von zwölf Prozent auf 310 500 neue Verträge, wie der Gesamt­verband der Deutschen Versicherungs­wirtschaft (GDV) mitteilte. Der Bestand blieb damit weitgehend stabil bei rund 10,4 Millionen Verträgen.

Aus Sicht des Verbandes ist die geförderte Alters­vorsorge damit nicht nur weit verbreitet, sondern funktioniert auch. Wer wie vorgesehen in einen Vertrag einzahle, könne mit einem Rentenplus von rund 20 Prozent rechnen, erklärt der Verband.

Grund­sätzlich unterstützt der Staat Riester-Verträge mit 175 Euro pro Jahr, erklärt die Verbraucher­zentrale Hamburg. Für Eltern gibt es zudem jährlich 185 Euro für jedes vor 2008 geborene Kind und 300 Euro für den Nachwuchs, der seit 2008 geboren wurde. Wer beim Abschluss des Vertrages jünger als 25 Jahre ist, erhält zudem einmalig einen Bonus in Höhe von 200 Euro.

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Eigene Einzahlungen fallen geringer aus

Wer Riester-Zulagen erhalten will, muss Spar­beträge in Höhe von 4 Prozent des Brutto­einkommens im Vorjahr einzahlen. Davon abgezogen werden aber die Zulagen, so dass die eigenen Ein­zahlungen geringer sind. Aus Sicht von Verbraucher­schützern lohnen sich Verträge vor allem, wenn die Förderung hoch ist, also zum Beispiel für Familien mit mehreren Kindern.

Gering­verdiener könnten ebenfalls durch die Förderung profitieren. Und für Gut­verdiener kann Riestern nach Angaben der Hamburger Verbraucher­zentrale lukrativ sein, weil sie ihre Spar­beiträge alternativ auch steuerlich absetzen können.

Alten Vertrag nicht gleich kündigen

Einen neuen Vertrag würde Axel Kleinlein derzeit aber eher nicht abschließen. Vor allem Versicherungen würden derzeit mit sehr hohen Lebens­erwartungen kalkulieren, kritisiert der BdV-Vorstand. Am Ende der Laufzeit bekämen Kunden daher oft „im besten Fall ein Taschengeld“ ausgezahlt. Vor Vertrags­schluss sollte ein Angebot in jedem Fall gründlich von einem unabhängigen Experten geprüft werden. Zentrale Frage: „Was verspricht die Versicherung?“

Wer noch einen Vertrag hat, mit dem er aber unzufrieden ist, sollte ihn nicht gleich kündigen. „In dem Fall muss die Förderung ja zurück­gezahlt werden“, sagt Axel Kleinlein. „Daher ist die Beitrags­freistellung das Mittel der Wahl.“

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Reform der geförderte Altersvorsorge notwendig

Nach Ansicht von Britta Langenberg sollte die geförderte Alters­vorsorge möglichst reformiert werden. „Damit den Menschen mehr Geld fürs Alter übrig bleibt, muss jetzt umgesteuert werden“, sagt die Expertin. Andere Länder wie Schweden zeigten mit einem kosten­günstigen und staatlich organisierten Angebot, wie es besser geht. „Ein Neustart ist über­fällig.“

Quelle: dpa/DAWR/ab
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