wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Bitte benutzen Sie zum Drucken dieser Seite die Druckfunktion Ihres Browsers!
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Bankrecht und Kapitalanlagenrecht | 09.01.2019

Immobilien­fonds

Alters­vorsorge oder Vermögens­aufbau: Lohnt sich noch ein offener Immobilien­fonds?

Derzeit profitieren Immobilien­fonds vor allem von der Wert­steigerung der Immobilien

Mit offenen Immobilien­fonds können Anleger in Betongold investieren, auch wenn das Geld für ein eigenes Haus fehlt. Trotz hoher Kaufpreise erwirtschaften die Fonds derzeit noch eine stabile Rendite.

Immobilien sind bei Investoren als Rendite­objekt begehrt. Doch die Preise steigen seit Jahren, wodurch schon bei dem einen oder anderen der Traum vom eigenen Häuschen geplatzt sein dürfte. Bei wem das Geld nicht für den Kauf einer eigenen Immobilie reicht, der kann immerhin mit offenen Immobilien­fonds in Betongold investieren. „Sie sind zum Beispiel für Personen interessant, die keine eigene Immobilie besitzen und dennoch am derzeitigen Immobilien­boom teilhaben wollen“, sagt Annabel Oelmann von der Verbraucher­zentrale Bremen.

Geld sollte auf mehrere Anlageklassen verteilt werden

Für die Alters­vorsorge oder den Vermögens­aufbau ist es sinnvoll, das Geld auf mehrere Anlage­klassen zu verteilen. Immobilien­fonds sind - je nach Risiko­profil - eine Möglichkeit dazu. Anteile an Immobilien­fonds gibt es schon gegen kleine Beträge zwischen 50 und 100 Euro.

„Die Fonds legen das von den Anlegern investierte Geld überwiegend in gewerblich genutzte Immobilien an - vor allem im Bereich Büro, Handel und Gewerbe“, erklärt Alexander Kestler, Experte des Fonds­verbands BVI. Nur selten investieren sie dagegen in Wohn­immobilien.

Immobilienfonds derzeit sehr begehrt

Immobilien­fonds sind durch den Immobilien­boom derzeit begehrt. 2017 erreichte das Fonds­vermögen einen neuen Höch­ststand. Und bis Ende Oktober 2018 investierten Anleger in Deutschland laut BVI rund 5,9 Milliarden Euro in offene Immobilien­fonds. Nach den Mischfonds waren sie damit in dem Zeitraum die beliebteste Anlage­klasse unter den offenen Publikums­fonds.

Durchschnittliche Rendite lag 2017 bei 2,7 Prozent

Interessant sind offene Immobilien­fonds, weil sie in den vergangenen Jahren eine recht konstante Rendite erzielten, wie die Rating­agentur Scope errechnete. 2017 lag demnach die durchschnittliche Rendite - nach Abzug von Steuern und Kosten - bei 2,7 Prozent. Ähnlich waren die Ergebnisse bereits in den Jahren davor. Die Rendite ergibt sich insbesondere aus drei Faktoren: der Wert­änderung der Immobilien des Fonds, dem Gewinn aus den Miet­einnahmen und den Zins­einnahmen der Liquidität, das der Fonds für Käufe und Investitionen hält, erklärt Sonja Knorr, Analystin bei Scope.

Fonds profitieren von Wertsteigerung der Immobilien

Derzeit profitieren die Fonds vor allem von der Wert­steigerung der Immobilien. „Gutachter bewerten regelmäßig den Wert der Immobilien. Das angewendete Bewertungs­verfahren gleicht Preis­spitzen aus. Die Schätzung fällt dadurch in der Regel recht konservativ aus, reagiert also langsamer und weniger heftig auf einen Preis­anstieg oder Preis­verfall“, erklärt Sonja Knorr. Gerade weil die Objekte, die bereits lange im Bestand sind, vergleichsweise konservativ bewertet sind, sei bei den aktuell hohen Kaufpreisen durchaus noch ein Wertanstieg möglich. Sollten die Kaufpreise dagegen fallen, würde sich die zurück­haltende Bewertung der Immobilien auszahlen. Ausgenommen davon sind jedoch neu angekaufte Objekte, da sie auf einem deutlich höheren Preisniveau erworben wurden.

Noch haben die Mieten außerdem die Entwicklung der Kaufpreise nicht ganz nach­vollzogen. Sollte der Mietpreis aber weiter aufholen, steckt auch dort laut Sonja Knorr. Eine schlechte Konjunktur könnte dagegen Büros leer stehen lassen und auf die Renditen der Fonds drücken.

Das zurück­haltende Bewertungs­verfahren von Gebäuden sorgt auch dafür, dass Immobilien­fonds auf einem zu heißen Markt Objekte nicht zu teuer einkaufen, sagt Alexander Kestler. Ein von Gutachtern festgestellter Wert darf beim Kauf nicht oder nur un­wesentlich überschritten werden. „Durch das historisch hohe Preisniveau haben Fonds derzeit mitunter Schwierig­keiten, attraktive Immobilien zu erwerben. Einige Anbieter beschränken die Annahme neuer Mittel, damit kein Geld reinkommt, das sie nicht mehr sinnvoll investieren können.“

Verluste nicht ausgeschlossen

Auch bei Immobilien­fonds sind Verluste nicht ausgeschlossen, mahnt Annabel Oelmann. „Es ist auch noch nicht lange her, dass viele Immobilien­fonds geschlossen und aufgelöst werden mussten und Anleger dadurch viel Geld verloren haben. Sie sollten sich darüber im Klaren sein, dass ein Investment in Immobilien langfristig angedacht ist.“

Das gilt auch wegen der Kosten. Der Ausgabe­aufschlag von aktiv gemanagten Fonds beträgt oft stattliche fünf Prozent, die Verwaltungs­kosten jährlich mitunter ein Prozent. Je länger ein Anleger die Anteile hält, desto weniger fällt der Ausgabe­aufschlag ins Gewicht.

Passiv gemanagter Immobilienfonds günstiger

„Kosten­günstiger ist der Kauf passiv gemanagter Immobilien­fonds mit nur rund der Hälfte der Verwaltungs­kosten oder der Kauf über Online-Fonds­vermittler. Dort ist der Erwerb mit hohem Rabatt möglich“, empfiehlt Annabel Oelmann. Anleger sollten außerdem darauf achten, dass der Fonds ein hohes Fonds­volumen hat und eher europaweit anlegt, um dem zusätzlichen Fremd­währungs­risiko zu entgehen.

Risiko durch Auflösung eines Fonds sollte nicht unterschätzt werden

Ein weiteres und nicht zu unterschätzendes Risiko sei, wenn ein Fonds geschlossen werden muss, erklärt die Expertin. „Bei unerwartet hohen Mittel­abflüssen, die über die Liquiditäts­reserve hinausgehen, müsste ein Fonds von dem einen auf den anderen Tag Immobilien verkaufen. “Das sei oft nicht möglich und könne zur Folge haben, dass die Fonds geschlossen und unter Umständen unter Verlusten aufgelöst werden müssen. Anleger kommen dann nicht mehr oder nur mit Verlusten wieder an ihr investiertes Geld.

Gesetzgeber hat reagiert

So ist es in der Finanzkrise passiert. Als Reaktion hat der Gesetzgeber einige Änderungen beschlossen. Damit Anleger nicht mehr gleich­zeitig zu viel Geld abziehen können, gibt es heute für Anteile an offenen Immobilien­fonds eine Haltefrist von zwei Jahren und eine Kündigungs­frist von einem Jahr.

Quelle: dpa/DAWR/ab
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 5 (max. 5)  -  1 Abstimmungsergebnis Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#6119

Rechtsanwalt Hermann Kaufmann

Ökologische Geld­anlage

Biogas­anbieter UDI: Sind die Anleger­gelder der UDI Biogas 2011 und der UDI Sprint Festzins gefährdet?

RechtsanwaltHermann Kaufmann

[20.03.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternNach dem vielfachen Scheitern von Anlagen im Bereich der Immobilien und Schiffs­fonds bot sich mit den „grünen Technologien“ eine Möglichkeit, zukunfts­weisend zu investieren. Aber auch hier sind die Anleger vor den Gefahren des Marktes und dem Verlust ihres Geldes nicht gefeit. So drohen die Kapital­anlagen UDI Biogas 2011 und UDI Sprint Festzins zu einem Desaster für die Anleger zu werden.

Rechtsanwalt Prof. Dr. Marco Rogert

VW Abgas­skandal

Erneuter Erfolg im Diesel­skandal: OLG Köln bestätigt vorsätzlich sitten­widrige Schädigung durch VW-Konzern

RechtsanwaltProf. Dr. Marco Rogert

[19.03.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternNachdem sich sowohl der Bundesgerichtshof als auch das Oberlandesgericht Karlsruhe in für den Verbraucher vielversprechender Weise zu dessen Rechten geäußert haben, stellt sich das Oberlandesgericht Köln in seinem Hinweis-Beschluss vom 1. März 2019 wieder auf die Seite der Betroffenen (Az. 16 U 146/18).

Rechtsanwalt Gerd Klier

Ruhestand

Vorgezogene Altersrente oder Erwerbs­minderungs­rente: Welche Rente ist die bessere Wahl

RechtsanwaltGerd Klier

[18.03.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternWer in Rente gehen will, sollte zuvor genau prüfen, für welche Rente wann die Voraus­setzungen erfüllt sind und welche Rente persönlich die beste Wahl ist.

Rechtsanwalt Robert Binder

Branchen­buch­abzocke

Branchen­verzeichnis Regionaler Telefonbuch­verlag: Rechnung wegen „Google Auffind­barkeit Vertrag“

RechtsanwaltRobert Binder

[15.03.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie OPTIMA - COMPUTER GmbH verschickt Rechnungen wegen eines „Google Auffind­barkeit Vertrag“ in Höhe von 712,81 Euro.

Rechtsanwalt Dr. Peter Meides

Meister­pflicht

Wieder­einführung der Meister­pflicht: Ist bald Schluss für viele selbstständige Handwerker ohne Meister?

RechtsanwaltDr. Peter Meides

[14.03.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternEs ist noch nicht konkret, aber gut möglich, dass in absehbarer Zukunft für viele Handwerks­berufe die Rückkehr der Meister­pflicht ansteht. Was wird dann aus selbstständigen Handwerkern ohne Meister­brief und aus Handwerks­betrieben ohne Meister? Sie haben investiert, Kredite aufgenommen und vielleicht auch Personal eingestellt. Kann man ihnen quasi von einem Tag zum anderen die Berufs­ausübung untersagen?

Rechtsanwalt Michael Winter

Strecken­radar-Mess­gerät

Was zu erwarten war! - Bundesweit erstes Strecken­radar-Mess­gerät „Section Control“ muss abgeschaltet werden

RechtsanwaltMichael Winter

[13.03.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDas Bundes­verfassungs­gericht hatte bereits im Februar zwei Beschlüsse zu Kenn­zeichen-Lese­geräten gefasst, die darauf hindeuten, dass die von mir bereits kritisierte Section Control wohl ebenfalls rechts­widrig sei.

Rechtsanwalt Dr. Ronny Jänig

Nicht­eheliche Lebens­gemeinschaft

Bleiben oder gehen: Die gemeinsame Wohnung unehelicher Paare in der Trennung

RechtsanwaltDr. Ronny Jänig

[12.03.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternMieten zwei Menschen als Paar gemeinsam eine Wohnung an, stellt sich im Fall der Trennung die Frage, wie mit den Ansprüchen der Partner untereinander – das Innen­verhältnis – und wie mit dem Vermieter – im Außen­verhältnis – umzugehen ist. Muss der Ausziehende weiter die Miete zahlen? Welche Rechte hat der, der den Mietvertrag kündigen will, wenn der andere in der Wohnung bleiben will?

Rechtsanwalt Guido Lenné

VW Abgas­skandal

Neues Urteil gegen VW: LG Krefeld verurteilt VW zu Schadens­ersatz für Wertverlust

RechtsanwaltGuido Lenné

[11.03.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternErstmals wurde VW von einem Landgericht zur Zahlung von Schadens­ersatz für den Wertverlust des Diesel­fahrzeugs eines Kunden verurteilt. Das Urteil des Land­gerichts Krefeld (Az.: 2 O 313/17) dürfte zahlreichen, vom Abgas­skandal betroffenen VW-Kunden Hoffnung machen.

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d6119
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!