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Steuerrecht | 17.03.2021

Einkommen­steuer­erklärung

An welchen Ausgaben sich das Finanzamt beteiligt

Ob Spenden oder Riester-Beiträge - Sonder­ausgaben senken die Steuerlast

Viele können in ihrer Steuer­erklärung Sonder­ausgaben geltend machen. Dafür müssen sie gegebenenfalls mehrere Vordrucke ausfüllen.

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Spenden, Riester-Beiträge und noch einiges mehr: Wer Sonder­ausgaben gegenüber dem Finanzamt geltend macht, senkt seine Steuerlast - und kann damit rechnen, vom Fiskus eine Erstattung zu bekommen. „Sie werden in verschiedenen Vordrucken eingetragen“, sagt Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler. Nötig sind nach ihren Angaben die Anlagen „Vorsorge­aufwand“, „Sonder­ausgaben“ und gegebenenfalls „Kind“ oder die Anlage „Unterhalt“.

Vorsorgeaufwand und Sonderausgaben

Beiträge zur Renten-, Kranken- und Pflege­versicherung gehören in die Anlage Vorsorge­aufwand. Sonder­ausgaben wie etwa Kirchen­steuer, Spenden, Beiträge zu politischen Parteien und unabhängigen Wähler­vereinigungen oder Ausgaben für ein Erststudium, Abendabitur oder die erste Berufsaus­bildung sind in die Anlage Sonder­ausgaben einzutragen.

Alle Kosten eintragen

In die Anlage Kind vermerken Eltern Kita- oder Hort­gebühren sowie Schulgeld. Gleiches gilt für Beiträge, die fürs Kind in Sachen Kranken­kasse anfielen - auch dann, wenn das Kind selbst Versicherungs­nehmer ist. Unterhalt an den ge­schiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehepartner gehören in die Anlage „Unterhalt“.

„Der Steuer­zahler trägt jeweils die Kosten ein, die er getragen hatte“, erklärt Jana Bauer vom Bundes­verband Lohn­steuerhilfe­vereine. Allerdings erkennt der Fiskus sie nicht immer in vollem Umfang an. Renten­beiträge beispiels­weise berücksichtigt das Finanzamt für das Jahr 2020 bis zu 25.046 Euro (Singles) und 50.092 Euro (Ehepaare).

Bei den Beitrags­zahlungen zum Beispiel in die Rürup-Rente - sofern es um die eigene Rente oder um die des Ehe- oder Lebens­partners geht - erkennt der Fiskus für 2020 insgesamt 90 Prozent der Beiträge an. 2019 waren es 88 Prozent. In den nächsten Jahren steigt der Anteil. Ab dem Jahr 2025 sind dann alle Beiträge Sonder­ausgaben.

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Spenden mindern die Steuerlast

Spenden und Mitglieds­beiträge an steuer­begünstigte und gemeinnützige Vereine berücksichtigt das Finanzamt bis zu einer Höhe von 20 Prozent der gesamten Einkünfte. „Wer in einem Jahr bei den Spenden den Höchstb­etrag von 20 Prozent überschritten hat, kann den Betrag darüber hinaus auf das folgende Jahr übertragen“, erläutert Bauer.

Das Finanzamt stellt einen solchen Spenden­vortrag zum Jahresende fest. In der Steuer­erklärung des Folgejahres füllt der Steuer­zahler dann in der Anlage „Sonstiges“ die Zeile sechs aus - und kann damit den ver­bleibenden Teilbetrag steuerlich geltend machen.

Bildungskosten nur begrenzt absetzbar

„Nur begrenzt bis zu 6000 Euro sind Aufwendungen für die erste Berufsaus­bildung und für das Erststudium als Sonder­ausgaben absetzbar“, sagt Bauer. Eltern können pro Kind und Jahr bis zu 6000 Euro Kinder­betreuungs­kosten als Sonder­ausgaben in ihrer Steuer­erklärung angeben. Davon rechnet das Finanzamt zwei Drittel, also höchstens 4000 Euro, steuer­mindernd an.

30 Prozent des Schulgelds bei privaten Schulen berücksichtigt der Fiskus bis zu 5000 Euro pro Kind und Jahr. „Beiträge zur gesetzlichen oder privaten Basis-Kranken- und Pflege­versicherung sind dagegen in voller Höhe als Sonder­ausgaben absetzbar“, sagt Klocke.

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Für Versicherungen gibt es Höchstbeträge

Bestimmte Versicherungen können Steuer­zahler als weitere Vorsorge­aufwendungen geltend machen. Dazu zählen etwa Beiträge zur Arbeits­losen-, Erwerbs- und Berufs­unfähigkeits­versicherung sowie zu Unfall- und Haftpflicht­versicherungen.

Auch hier gibt es Höchst­beträge: Sie liegen bei 2800 Euro für Selbst­versicherer beziehungs­weise bei 1900 Euro bei Angestellten und 3800 Euro bei zusammen­veranlagten Angestellten und Rentnern, also Ehepaare und Lebens­partner.

„Möglich ist das aber nur, soweit der Höchstb­etrag nicht bereits durch Beiträge zu Basis­kranken- und gesetzlichen Pflege­versicherungen aus­geschöpft wurde“, so Klocke. Bestehen die Versicherungen aus beruflichen Gründen, fallen sie unter Werbungs­kosten oder Betriebs­ausgaben.

Unterhaltskosten absetzen

Unterhalt an den Ex-Partner können Steuer­zahler bis zu 13 805 Euro als Sonder­ausgabe absetzen. Dieser Betrag erhöht sich um die vom Unterhalts­zahler übernommenen Beiträge für die Basis­kranken- und Pflege­versicherung. „Voraussetzung für den Sonder­ausgaben­abzug ist, dass der Ex-Partner dem zustimmt, da er in diesem Fall die Unterhalts­zahlungen als sonstige Einnahmen versteuern muss“, so Klocke.

Stimmt der Ex-Partner nicht zu oder unterstützt der Steuer­zahler volljährige Kinder, für die es kein Kindergeld und keinen Kinder­freibetrag gibt, können maximal 9408 Euro plus übernommene Kranken- und Pflege­versicherung als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden.

Pauschale wird automatisch berücksichtigt

Automatisch berücksichtigt der Fiskus einen Sonder­ausgaben­pausch­betrag von 36 Euro (Singles) und 72 Euro (Ehepaare oder eingetragene Lebens­partner). „Für die allermeisten Steuer­zahler dürfte es indes kein Problem sein, höhere Aufwendungen nach­zuweisen“, so Bauer.

Allein bei der Kirchen­steuer kommen in vielen Fällen pro Jahr locker mehrere hundert Euro zusammen. Und auch die Beiträge zur Renten-, Kranken- und Pflege­versicherung summieren sich übers Jahr gerechnet nicht selten zu einem recht ansehnlichen Betrag. Womit bei vielen die Aussichten für eine Steuerrücke­rstattung nicht schlecht sind.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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