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Mietrecht | 20.11.2018

Bohrlöcher

Anbohren von Fliesen: Mieter muss Fliesen mit Bohr­löchern bei Auszug ersetzen

Generelles Bohrverbot im Mietvertrag ist unwirksam

Mieter dürfen in die Badezimmer- und Küchen­wände bohren, um etwa einen Spiegel, Hand­tuch­halter, eine Duschstange oder Halterungen für die Klopapier­rolle und die Toiletten­bürste anzubringen.

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Mieter sollten jedoch darauf achten, dass sie möglichst nicht die Wandfliesen anbohren, sondern die Löcher in die Fugen platzieren.

Anbohren der Fliesen kann Verletzung der Substanz darstellen

Denn wenn das Anbohren der Fliesen für die normale Nutzung des Raumes nicht unbedingt erforderlich ist, stellt es eine verbotene Substanz­verletzung dar.

Komplette Neuverfliesung droht

Das kann dazu führen, dass der Mieter die beschädigten Fliesen spätestens beim Auszug ersetzen muss. Lassen sich keine Ersatz­fliesen beschaffen und lässt sich auch durch andere Fliesen kein dekorativ ansprechender Zustand erzielen, droht sogar eine komplette Neu­verfliesung des Bades oder der Küche auf Kosten des Mieters.

Besser kleben statt bohren

Grund­sätzlich empfiehlt es sich ohnehin, die Bad- und Küchen­accessoires an die Fliesen zu kleben, statt zu bohren.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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