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Arbeitsrecht | 14.11.2018

Sonder­zahlungen

Anspruch auf Weihnachts­geld: Das sollten Arbeitnehmer wissen

Weihnachts­geld ist eine freiwillige Sonder­zahlung des Arbeit­gebers

Mitarbeiter haben nicht automatisch einen Anspruch auf Weihnachts­geld. Hierfür gebe es keine gesetzliche Grundlage, erklärt Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeits­recht in Berlin. „Der Anspruch auf Weihnachts­geld ergibt sich häufig aus dem Arbeits­vertrag, einer Betriebs­vereinbarung oder einem Tarif­vertrag.“

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Weihnachtsgeld durch betrieblicher Übung

Liegt keine entsprechende Regelung vor, kann aus der betrieblichen Übung ein Recht auf Weihnachts­geld entstehen. Das heißt: Zahlt ein Arbeitgeber für mindestens drei Jahre in Folge allen seinen Beschäftigten ein 13. Gehalt, „habe ich im vierten Jahr ein Recht darauf und kann ihn notfalls verklagen“, so Rechtsanwalt Alexander Bredereck. Das gelte aber nur, wenn der Arbeitgeber zuvor keinen Vorbehalt gegen diese rechtliche Folge erklärt hat.

Anspruch nach Gleichbehandlungsgrundsatz

Außerdem spielt der Gleich­behandlungs­grundsatz eine Rolle. Zahlt ein Arbeitgeber willkürlich einem Teil der Angestellten Weihnachts­geld, kann sich laut Rechtsanwalt Bredereck auch daraus ein Anspruch auf die Auszahlung der Prämie für alle Beschäftigte ergeben.

Keine Diskriminierung wegen Teilzeitbeschäftigung

Teilzeit­beschäftigte dürfen bei der Auszahlung von Weihnachts­geld nicht diskriminiert werden, erklärt der Anwalt. Entsprechend haben auch sie einen Anspruch auf die Prämie, wenn die Vollzeit­beschäftigten diese erhalten.

Etwa die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer bekommen Weihnachtsgeld

Etwas mehr als die Hälfte (55 Prozent) aller Beschäftigten in Deutschland bekommen Weihnachts­geld. Das zeigt eine Online-Befragung des Tarif­archivs der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung mit mehr als 90.000 Teilnehmern.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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VW-Abgas­skandal

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