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Arbeitsrecht | 26.07.2022

Arbeits­schutz

Arbeit im Freien: Muss der Arbeitgeber die Sonnencreme bezahlen?

Arbeits­schutz ist Arbeitgeber­sache

Wer draußen arbeitet, ist einem erhöhten Hautkrebs­risiko ausgesetzt. Sonnen­schutz­maßnahmen sind also wichtig. Aber muss sich darum der Arbeitgeber kümmern?

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Ob auf dem Bau, im Schwimmbad oder als Landschafts­gärtner: Gerade im Frühjahr und Sommer sind Beschäftigte, die Berufen im Freien nachgehen, einem hohen UV-Index ausgesetzt. Vor den Auswirkungen der Sonne auf der Haut sollte man sich bestmöglich schützen. Aber wer muss sich eigentlich um UV-Schutz­kleidung und Sonnencreme kümmern?

„Arbeits­schutz ist Arbeitgeber­sache“, sagt Peter Meyer, Fachanwalt für Arbeits­recht in Berlin. Ableiten lasse sich das aus Paragraf 618 des Bürgerlichen Gesetzbuchs - wonach der Arbeitgeber am Arbeits­platz Gefahren­schutz installieren muss, um zu verhindern, dass Arbeit­nehmerinnen und Arbeit­nehmer krank werden. „Die Kosten trägt der Arbeitgeber“, so Meyer.

Im Freien Anspruch auf Sonnenschutz

Grund­sätzlich gilt dieses Prinzip auch für den Sonnens­chutz. Arbeit­nehmerinnen und Arbeit­nehmer hätten darauf Anspruch, sagt der Fachanwalt - voraus­gesetzt, sie arbeiten im Freien.

Das Thema Sonnens­chutz hat dann mehrere Ebenen. „Als Arbeitgeber muss man etwa zum Hautschutz aufklären und Möglichkeiten zur Vorsorge anbieten“, sagt Meyer. Dazu könne etwa ein Hautkrebs-Screening für die Beschäftigten als arbeits­medizinische Untersuchung gehören, die über den Arbeitgeber abgerechnet wird.

Arbeitgeber muss Sonnenschutzmaßnahmen anbieten

Daneben gilt das sogenannte TOP-Prinzip: Die Abkürzung steht für die Reihenfolge, in der Schutz­maßnahmen ergriffen werden müssen: Erst technisch, dann organisatorisch, dann persönlich. Konkret heißt das: Zunächst muss der Arbeitgeber sich um technische Maßnahmen zum Sonnens­chutz kümmern. „Das können zum Beispiel UV-beständige Planen sein, unter denen Straßen­bauarbeiter tätig sind“, so Meyer.

Auf organisatorischer Ebene können Maßnahmen zum Schutz vor UV-Strahlung zum Beispiel sein, dass an Tagen, an denen der UV-Index bestimmte Werte über­schreitet, nicht in der Mittagszeit von 12 bis 15 Uhr im Freien gearbeitet wird. Die Arbeits­stunden werden stattdessen in die Morgen- oder Abend­stunden verlegt, wenn die UV-Strahlung geringer ist. „Das ist aber nicht immer umsetzbar“, so Meyer.

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Kosten für UV-Schutzkleidung trägt der Arbeitgeber

Bleiben die persönlichen Schutzmaßnahmen: Dazu gehört es etwa, dass der Arbeitgeber Sonnencreme mit hohem Lichtschutz­faktor zur Verfügung stellt und sich um UV-Schutz-Arbeitskleidung für die Beschäftigten kümmert. Dazu können dann zum Beispiel auch Handschuhe, Sonnenb­rillen, Helme mit Nacken­schutz oder spezielle Funktions­shirts zählen. „Die Kosten trägt der Arbeitgeber“, sagt Meyer.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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