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Arbeitsrecht, Steuerrecht und Versicherungsrecht | 13.07.2017

Weiter­arbeiten im Alter

Arbeiten bis ins Alter: Was Berufstätige wissen müssen

Immer mehr Menschen arbeiten bis weit über das Rentenalter hinaus

Wer das Rentenalter erreicht, muss den Griffel nicht sofort fallen­lassen. Berufstätige können Weiter­arbeiten, wenn sie das möchten.

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Dabei gibt es aber einiges zu beachten:

Arbeitsvertrag:

Ein Arbeits­verhältnis endet nicht automatisch mit Erreichen des Renten­alters. Das ist nur dann der Fall, wenn es eine entsprechende Regelung im Arbeits- oder Tarif­vertrag gibt, erklärt Rechtsanwalt www.anwaltsregister.deserach=Alexander+Bredereck[Alexander Bredereck]@. Arbeitgeber und -nehmer können dann aber gemeinsam vereinbaren, den Zeitpunkt hinaus zuschieben. Gibt es kein automatisches Ende, läuft der Arbeits­vertrag ohnehin einfach weiter. Für Kündigung, Teilzeit und Befristung gelten in beiden Fällen die üblichen Spielregeln.

Rente und Steuer:

Altersrente gibt es nur auf Antrag. Wer im Rentenalter voll weiter­arbeitet, kann daher einfach auf die Bezüge verzichten. Das kann sich lohnen, weil es dafür einen Bonus gibt. Ältere Arbeit­nehmer können sich ihre Rente aber auch parallel zum Gehalt auszahlen lassen, erklärt die Deutsche Renten­versicherung Bund, ohne Abzüge. Allerdings steigt damit auch das zu ver­steuernde Einkommen. Beiträge zur Renten­versicherung müssen arbeitende Rentner nicht mehr zahlen. Wer die Rente weiter aufbessern will, kann das aber freiwillig weiter tun.

Krankenversicherung:

Wer arbeitet und gleich­zeitig schon eine Altersrente bezieht, zahlt nach Angaben der Bundes­regierung einen geringeren Beitrag zur Kranken­versicherung. Dafür gibt es allerdings kein Krankengeld mehr, wenn jemand länger als sechs Wochen ausfällt. Stattdessen kann die Kranken­kasse verlangen, dass ältere Arbeit­nehmer bei längerer Krankheit den Renten­antrag stellen.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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