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Arbeitsrecht | 06.01.2022

Minijob

Arbeitgeber müssen neuen Mindestlohn beachten

Verdienst von 450 Euro monatlich darf auch mit dem neuen Mindestlohn nicht überschritten werden

Der Mindestlohn ist zum 1. Januar gestiegen. Das gilt auch für Minijobber. Damit der Minijob ein Minijob bleibt, muss aber nun eventuell die Arbeitszeit angepasst werden.

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Egal ob Kinder betreuen, putzen oder Wäsche waschen - für solche Aufgaben setzen viele auf Haushalts­hilfen. Um die Hilfen nicht schwarz zu beschäftigen, müssen sie bei der Minijob-Zentrale angemeldet werden, erklärt die Deutsche Renten­versicherung Bund in Berlin. Minijobber sind so bei einem Unfall im Haushalt finanziell abgesichert. Außerdem haben sie Anspruch auf bezahlten Urlaub und Entgelt­fortzahlung bei Krankheit.

Arbeitgeber können Ausgaben absetzen

Darüber hinaus erwerben Minijobber Ansprüche auf Leistungen aus der gesetzlichen Renten­versicherung. Dafür zahlen Arbeit­geberinnen und Arbeitgeber insgesamt 12,99 Prozent an Beiträgen zur Kranken-, Renten- und Unfall­versicherung. Hinzu kommt eine zwei­prozentige Pausch­steuer. Im Gegenzug können Arbeitgeber 20 Prozent der Gesamt­ausgaben, maximal bis zu 510 Euro pro Jahr, von der Steuer absetzen.

Im „Haushalts­scheck­verfahren“ kann eine Haushalts­hilfe einfach bei der Minijob-Zentrale registriert werden. Am schnellsten geht das online. Die Minijob-Zentrale übernimmt dann den Großteil der Arbeitgeber­pflichten, zum Beispiel die Berechnung und den Einzug der Abgaben sowie die Meldung zur Unfall­versicherung.

Stundenanzahl muss im Zweifel reduziert werden

Wichtig zu beachten: Seit dem 1. Januar gilt ein höherer gesetzlicher Mindestlohn - auch für Minijobber. Statt 9,60 Euro müssen nun 9,82 Euro pro Stunde gezahlt werden. Zum 1. Juli soll er dann noch einmal um weitere 63 Cent auf 10,45 Euro pro Stunde angehoben werden, erklärt die Verbraucher­zentrale NRW.

Der Verdienst in einem Minijob darf 450 Euro monatlich auch mit dem neuen Mindestlohn nicht überschreiten. Soll die Beschäftigung weiterhin als Minijob fortgeführt werden, muss deshalb unter Umständen die Arbeitszeit neu kalkuliert werden. Ansonsten wird das Arbeits­verhältnis sozial­versicherungs­pflichtig.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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