wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Arbeitsrecht | 08.02.2016

Internet

Arbeit­nehmer sollten nicht alles im Internet posten: Bei der Karriere kann es Probleme geben und im schlimmsten Fall droht die Kündigung

Vorsicht - ein „geschmack­loser Scherz“ im Internet kann Folgen für die Karriere haben

Wer im Internet unterwegs ist, hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Arbeit­nehmer sollten deshalb ab und zu über ihr Netzprofil nachdenken. Denn unbedachte Posts können für Ärger sorgen.

Werbung

Nur einen Scherz getwittert und der Arbeits­platz war weg

„Fliege nach Afrika. Hoffentlich krieg ich kein Aids. Nur ein Scherz. Ich bin weiß!“ Diesen geschmack­losen Scherz twitterte Justine Sacco, bevor sie Ende 2013 in London in einen Flieger nach Kapstadt stieg. Während des Flugs brach ein Shitstorm über die 30-Jährige herein. Als sie elf Stunden später landete, hatte ihr Arbeitgeber sich bereits öffentlich von ihr distanziert. Wenig später war Sacco ihren Kommunikations­job bei einem großen US-Medienkonzern los.

Das Beispiel zeigt: Was Arbeit­nehmer ins Netz schreiben, kann Auswirkungen auf die Karriere haben. Das gilt selbst dann, wenn es sich dabei um private Witze vor überschau­barem Publikum handelt: Als sie sich um Kopf und Kragen twitterte, hatte Sacco in dem sozialen Netzwerk etwa 170 Follower. Doch als die den Witz mit anderen teilten, ging er in kurzer Zeit einmal um die Welt.

Internet­nutzer sollten ab und zu einen Blick in den virtuellen Spiegel werfen

Natürlich muss ein unbedachter Post nicht gleich zur Kündigung führen. Trotzdem lohnt sich für Internet­nutzer gelegentlich ein Blick in den virtuellen Spiegel: Wie wirkt das, was ich im Netz tue, auf andere? Einen gekünstelten Auftritt muss deshalb zwar niemand hinlegen. Das Netz ist ja keine abgekoppelte, fremde Welt, sondern bildet mehr oder weniger das reale Leben ab. So wie im richtigen Leben kann man sich nicht dauerhaft verstellen.

Das eigene Bild im Netz muss nicht steril sein - aber das Gesamtbild muss stimmen

Man sollte aber auch keine über­triebener Zurück­haltung aus Angst vor dem Fett­näpfchen haben. Das eigene Bild im Netz muss sich nicht auf rein Berufliches beschränken und sollte nicht zu steril daherkommen. Hobbies, Vorlieben und der Sinn für Humor dürfen und sollen also auch im Netz vorkommen. Wenn jemand nicht total daneben greift, dann wird ihm nicht irgendwann das eine Partyfoto auf die Füße fallen. Entscheidend sei immer das Gesamtbild.

In welchen Netzwerken und mit welchen Werkzeugen sich ein Arbeit­nehmer am besten präsentiert, hängt deshalb immer von der eigenen Person ab. Wer gerne viel schreibt, braucht ein eigenes Blog. Fotos landen bei Instagram, Videos bei YouTube, Kurzes und Bündiges bei Twitter. Wer keine Lust auf soziale Netzwerke hat, kann auch einfach eine simple Webseite oder eine virtuelle Visiten­karte ins Netz stellen. Mit Diensten wie Jimdo, Squarespace oder About.Me schaffen das auch Computer­muffel locker.

Werbung

Netzprofil sollte der Branche angepasst sein und kann Karriere fördernd sein

Und natürlich spielt auch die Branche eine Rolle. Ein Profil bei Berufs­netz­werken wie Xing und Linkedin ist in machen Bereichen zum Beispiel fast Pflicht. Den Rest bestimmt der Job: Ein Grafik­designer muss sich natürlich als kreativer erweisen als, sagen wir einmal, ein Buchhalter. Auf diese Weise dient das Netzprofil sogar als Arbeits­probe bei der Jobsuche - positiv wie negativ: Wenn Sie sich als Social-Media-Manager irgendwo bewerben, aber Sie haben nur einen kaum bespielten Twitter-Account mit 23 Followern, dann wirkt das einfach unglaubwürdig.

Je nach Profil kann das eine Menge Arbeit sein, die sich aber auszahlen kann. Gut im Netzwerken zu sein, war schließlich auch schon vor dem Siegeszug des Internets ein Vorteil. Von vielen interessanten Jobs erfährt man gar nicht über Stellen­anzeigen, sondern über Kontakt. Der berühmte Jemand, der jemanden kennt, der jemanden kennt, kann auch ein Twitter-Kontakt sein.

Netzprofil kann aber auch zur Karriere­bremse führen

Umgekehrt wird ein problematischer Auftritt vielleicht zur Karriere­bremse, vor allem bei direkten Angriffen auf den Arbeitgeber. Ich habe natürlich auch als Arbeit­nehmer ein Recht auf freie Meinungs­äußerung - in einem gewissen Rahmen. Beleidigungen wie „Menschen­schinder“ seien nicht in Ordnung, beweisbare Tatsachen­behauptungen aber schon. Gegen Gemecker im Stil von „Diese Woche jeden Tag Über­stunden...“ spricht also nichts - wenn es denn stimmt.

Bei Meinungs­äußerungen, die nichts mit dem Unternehmen zu tun haben, ist die Rechtslage nicht ganz so klar. Geschmack­lose Witze und politische Hetze können dann je nach Job und Position Folgen haben. Der Pförtner kann sich weiter aus dem Fenster lehnen als der Presse­sprecher. Und für Auszubildende gibt es manchmal einen gewissen Welpen­schutz.

Wer im Netz gerne kontrovers diskutiert, sollte deshalb wenigstens deutlich machen, dass er damit nicht für seinen Arbeitgeber spricht. Einen Satz wie „Das hier ist meine persönliche Meinung“ in der Twitter-Bio ist deshalb fast immer für eine gute Idee. Wenn man völlig über die Stränge schlage, schützt das aber auch nicht vor den Konsequenzen.

Werbung

In einigen Unternehmen gibt es Social-Media-Guidelines mit Verhaltens­regeln für das Netz

Im besten Fall hat der Arbeitgeber für solche Fälle Social-Media-Guidelines mit Verhaltens­regeln für das Netz - oder wenigstens einen festen Ansprech­partner für Fragen und Probleme. Die Unternehmen, die sich halbwegs für das Thema interessieren, haben das inzwischen fast immer, Bereichs­leiter Social Media beim IT-Verband Bitkom. Drei Viertel der Unternehmen in Deutschland (75 Prozent) nutzen nach Angaben des Verbands soziale Netzwerke für die interne oder die externe Kommunikation.

Quelle: dpa/DAWR/ab

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!
Rechtsanwalt Peter Hahn

Immobilien­darlehens­verträgen

Bauspar­kasse Schwäbisch Hall AG zur Rück­abwicklung von Darlehens­verträgen verurteilt

RechtsanwaltPeter Hahn

[30.09.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDas Landgericht Cottbus hat in einem neuen Urteil vom 08. August 2016 - 2 O 327/15 - die Widerrufs­belehrung in drei Immobilien­darlehens­verträgen der Bauspar­kasse Schwäbisch Hall AG vom 11. November 2009 als fehlerhaft angesehen.

Rechtsanwalt Marco Albrecht

Lebens­versicherungs­fonds

Berufung zurück­gewiesen: OLG Frankfurt am Main bestätigt Urteil gegen Frankfurter Sparkasse

RechtsanwaltMarco Albrecht

[30.09.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternAn dieser Stelle hatten wir bereits berichtet, dass das Landgericht Frankfurt am Main die Frankfurter Sparkasse zu Schadens­ersatz und Rück­abwicklung eines britischen Lebens­versicherungs­fonds (HSC Optivita UK VIII) verurteilt hat. Die Frankfurter Sparkasse legte gegen dieses Urteil Berufung beim Oberlandes­gericht Frankfurt am Main ein. Die Berufung wurde jetzt mit Beschluss vom 07.09.2016 durch das OLG Frankfurt zurück­gewiesen.

Rechtsanwalt Dr. Martin Heinzelmann

Widerruf

BGH erlaubt Widerruf von Heizöl-Bestellungen über das Internet

RechtsanwaltDr. Martin Heinzelmann

[29.09.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternMit seiner verbraucher­freundlichen Entscheidung hat der Bundesgerichtshof, Urteil vom 17.06.2015, Az. VIII ZR 249/14 entschieden, dass bei Fern­absatz­verträgen über die Lieferung von Heizöl das Widerrufs­recht des Verbrauchers nicht nach § 312 g Abs. 2 S. 1 Nr. 8 BGB ausgeschlossen ist.

Rechtsanwältin Dr. Petra Brockmann

VW-Abgas­skandal

Rechts­anwältin Dr. Brockmann zur Frage: Sind Schadens­ersatz­ansprüche im VW-Abgas­skandal tatsächlich verjährt?

RechtsanwältinDr. Petra Brockmann

[28.09.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungsstern„Es erreichen uns immer mehr Anfragen von VW-Aktionären, die sich die Frage stellen, ob ihre Schadens­ersatz­ansprüche verjährt sind. Sie hätten gelesen, dass die Verjährung bereits am 19. September 2016 eingetreten sei“, so Fach­anwältin Dr. Brockmann. „Die Verunsicherung ist groß und hält möglicher­weise anspruchs­berechtige Aktionäre davon ab, ihre Ansprüche weiter zu verfolgen“, befürchtet Fach­anwältin Dr. Brockmann.

Arbeits­zeugnis

Arbeits­zeugnis auf rosa Papier?! Geht gar nicht!

RechtsanwaltThorsten Blaufelder

[27.09.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternAuch in Klein­betrieben wie einer Arztpraxis muss der Chef Arbeits­zeugnisse nicht selbst unterschreiben. Er kann stattdessen einen „Personal­leiter“ damit beauftragen, entschied das Landes­arbeits­gericht (LAG) Schleswig-Holstein in Kiel in einem kürzlich veröffentlichten Urteil vom 23.06.2016 (AZ: 1 Ta 68/16).

Rechtsanwalt Arthur R. Kreutzer

Schadens­ersatz

Immobilien­fonds Wölbern Frankreich 04: Mögliche Schadens­ersatz­ansprüche rechtzeitig geltend machen

RechtsanwaltArthur R. Kreutzer

[26.09.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternSeit September 2006 konnten sich Anleger an dem geschlossenen Immobilien­fonds Wölbern Frankreich 04 mit einer Mindest­summe von 15.000 Euro beteiligen. Die Geldanlage war ein Fehlschlag. Auch nach dem Verkauf der Büro­immobilie in Paris schlagen für die Anleger hohe Verluste zu Buche.

Rechtsanwalt Dr. Ronny Jänig

Datenschutz

Im Visier der Daten­schützer: Daten­weitergabe an Facebook - WhatsApp abgemahnt

RechtsanwaltDr. Ronny Jänig

[23.09.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDatenschutz gehört nicht unbedingt zu den Erfolgs­rezepten für digitale Geschäfts­modelle im Bereich sozialer Netzwerke oder Messenger. Das gilt auch für WhatsApp. Der Dienst hatte nie den besten Ruf, sich besonders um die Geheim­haltung der Daten seiner inzwischen mehr als einer Milliarde Nutzer zu kümmern. Nun ist WhatsApp wegen der geplanten Daten-Weitergabe an Facebook ins Visier der Daten­schützer geraten.

Rechtsanwalt Florian Hitzler

Lebens­versicherungen

Widerrufs­joker bei Lebens­versicherungen bleibt - Rück­abwicklung statt Kündigung

RechtsanwaltFlorian Hitzler

[22.09.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBei zwischen 1994 und 2007 nach dem sogenannten Policen­modell abgeschlossenen Lebens­versicherungen bestehen gute Möglichkeiten, den Versicherungs­vertrag widerrufen zu können. Der Grund: Bei vielen Policen haben die Versicherungs­unternehmen eine fehlerhafte Widerrufs­belehrung verwendet. Anders als bei Immobilien­darlehen kann in diesen Fällen immer noch der Widerrufs­joker gezogen werden.

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d1956
 

Jetzt Fan bei Facebook werden und mit dem
Deutschen Anwaltsregister
immer auf dem Laufenden bleiben!

Ich bin schon Fan.