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Arbeitsrecht | 27.02.2019

Arbeits­losig­keit

Arbeitslos was nun: Was bei drohender Arbeits­losig­keit zu tun ist

Vom Zwischen­zeugnis bis zum Arbeitslosengeld

Der eigene Vertrag wird nicht verlängert oder die Stelle fällt weg - keine leichte Situation. Wer erfährt, dass er seinen Job verliert, kann aber einige Dinge in die Hand nehmen - vom Arbeitslosengeld bis zum Zwischen­zeugnis.

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Diese Situation wünscht sich kein Arbeit­nehmer: Die eigene Stelle wird abgebaut, man selbst plötzlich entlassen oder der befristete Vertrag nicht verlängert. Was nun?

Bei Entlassung: Rasch ein Zwischenzeugnis beschaffen

Wer schnell in einen neuen Job wechseln will, sollte mit der Vorbereitung beginnen, sobald das Ende der aktuellen Beschäftigung absehbar ist. „Man sollte bei der Personal­abteilung um ein Zwischen­zeugnis bitten, um sich bewerben zu können“, rät Dagmar Nitschke, Karriere­coach aus Bremen. „Dabei ist es wichtig, darauf zu achten, dass das Zwischen­zeugnis korrekt und wohlwollend formuliert ist, da das Endzeugnis auf dieser Basis ausgestellt wird.“

Auch an Branchenwechsel oder Weiterbildung denken

Wer mehrere Jahre oder gar Jahrzehnte bei einem Arbeitgeber beschäftigt war, sollte jetzt die eigenen Bewerbungs­unterlagen zusammen­stellen und aktualisieren. Dagmar Nitschke rät, die Profile in digitalen Business-Netzwerken auf den gleichen Stand zu bringen. Außerdem sei es der richtige Zeitpunkt, um ein persönliches Ziel zu formulieren - je nach Berufs- und Lebenssituation kann das ein Umstieg, Arbeitszeit­aufstockung oder -reduktion bedeuten. Auch ein Branchen­wechsel oder eine Weiter­bildung sollten durchdacht werden.

Liste mit Kontakten für Stellensuche erstellen

Bei der Suche nach einem neuen Job kann das eigene Netzwerk entscheidend sein. Dagmar Nitschke empfiehlt, eine Liste mit allen Kontakten zusammen­zustellen, die man über die Stellen­suche informieren möchte. Das können bisherige Geschäfts­partner oder Kunden des Arbeit­gebers sein. „Vorher sollte man sich gut überlegen, ob man auf der anderen Seite direkt wieder mit dem ehemaligen Unternehmen zusammen­arbeiten möchte oder lieber nicht“, sagt die Expertin. „Voraussetzung ist natürlich, dass kein nach­vertragliches Wettbewerbs­verbot vereinbart wurde, das dem entgegensteht.“

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Kein gesetzlicher Anspruch auf eine Abfindung

Ob man im Falle einer Kündigung Anspruch auf eine Abfindung hat, hängt vom Einzelfall ab - und es wird meistens erst vor Gericht entschieden. „Gesetzlich besteht kein Anspruch auf eine Abfindung, das ist ein häufiges Missverständnis“, sagt Michael W. Felser, Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Arbeits­recht aus Brühl. „In Ausnahme­fällen gibt es einen Anspruch aus Sozial­plänen - zum Beispiel in großen Unternehmen mit Massen­entlassungen - oder aufgrund von freiwilligen Ver­einbarungen des Arbeit­gebers.“

Abgesehen von diesen Fällen müssen Arbeit­nehmer Klage einreichen - und zwar gegen ihre Kündigung. „Im Grunde klagt man immer auf Weiter­beschäfti­gung und nicht auf eine Abfindung“, erklärt Rechtsanwalt Michael W. Felser. „Das Ergebnis einer Weiter­beschäftigungs­klage ist aber in etwa 90 Prozent der Fälle ein Vergleich mit Angebot einer Abfindung. “Besonders häufig komme das vor, wenn der Arbeitgeber befürchten muss, dass etwas mit der Kündigung rechtlich nicht in Ordnung sei. „Er kauft sich sozusagen frei, wenn er die Sorge hat, dass er den gekündigten Mitarbeiter sonst womöglich weiter­beschäftigen und Gehalt nachzahlen muss.“

Kein Anspruch auf Freistellung mit Kündigung

Je nach Branche kommt es vor, dass Mitarbeiter schon mit dem Zeitpunkt ihrer Kündigung freigestellt werden: Sie arbeiten nicht weiter, beziehen aber Gehalt, bis das Arbeits­verhältnis endet. Auch darauf besteht kein Anspruch. „Der Arbeitgeber kann bis zum letzten Tag die Leistung des gekündigten Mitarbeiters verlangen“, sagt Rechtsanwalt Felser. „Bei Positionen mit viel Außen­kontakt, zum Beispiel im Vertrieb, ist aber häufig nicht erwünscht, dass die Mitarbeiter weiter­arbeiten und vielleicht sogar noch Kunden­kontakte mitnehmen.“

Da könne es im Ausnahmefall sogar vorkommen, dass Mitarbeiter direkt nach Ausspruch der Kündigung das Büro verlassen müssen. Denn die Mitnahme von unternehmens­internen Daten oder Kunden­informationen, die im nächsten Job hilfreich sein könnten, ist nicht erlaubt. Hier können sich Mitarbeiter sogar strafbar machen. Jedoch gilt: „Alles, was man im Kopf hat, darf man behalten“, sagt Rechtsanwalt Felser. „Wenn man die Liste der Kunden und Ansprech­partner kennt, darf man diese natürlich später kontaktieren - aber erst, wenn das Arbeits­verhältnis tatsächlich abgelaufen ist.“

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Meldung bei der Agentur für Arbeit und Arbeitslosengeld beantragen

Wer nicht direkt in eine neue Stelle wechselt, kann Anspruch auf Arbeitslosengeld haben. „Eine Voraussetzung dafür ist, dass man weniger als 15 Stunde pro Woche arbeitet, also beschäftigungslos ist“, erklärt Vanessa Thalhammer von der Agentur für Arbeit in Nürnberg. „Weiterhin muss man für die Vermittlungs­bemühungen der Agentur für Arbeit zur Verfügung stehen.“ Im Normalfall ist eine weitere Voraussetzung, dass man in den vergangenen zwei Jahren mindestens zwölf Monate in die Arbeitslosen­versicherung eingezahlt hat - unter bestimmten Voraus­setzungen gibt es hier aber Ausnahmen.

Arbeitslosengeld wird nicht automatisch gezahlt, sobald ein Vertrag ausläuft: Hierzu muss man selbst aktiv werden. „Spätestens am ersten Tag ohne Beschäftigung muss man sich persönlich bei der zuständigen Agentur für Arbeit arbeitslos melden“, erklärt Vanessa Thalhammer. Damit gilt gleich­zeitig das Arbeitslosengeld als beantragt.

Sperrfrist fürs Arbeitslosengeld bei Selbstkündigung

Wer selbst gekündigt hat, hat häufig keinen Anspruch auf die direkte Zahlung von Arbeitslosengeld. „Hier wird der Eintritt einer Sperrzeit geprüft“, so die Expertin. „Sie tritt nicht ein, wenn man aus einem wichtigen Grund gekündigt hat.“ Das könne der Fall sein, wenn man geheiratet hat und für den neuen Ehepartner in eine andere Stadt zieht, wodurch man den bisherigen Job nicht mehr ausüben kann. Diesen wichtigen Grund muss man selbst nachweisen. Wenn er nicht vorliegt oder anerkannt wird, tritt eine Sperrzeit ein: „Das Arbeitslosengeld wird bis zu zwölf Wochen lang nicht gezahlt“, erklärt Vanessa Thalhammer. „Außerdem verkürzt sich die Dauer des Anspruchs um die Dauer der Sperrzeit.“

Quelle: dpa/DAWR/ab
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