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Steuerrecht | 07.04.2021

Arbeits­vertrag

Arbeits­vertrag mit An­gehörigem: Stunden­zettel kann helfen

Stunden­zettel für steuerliche Anerkennung eines Arbeits­verhältnisses zwischen Angehörigen nicht zwingend erforderlich

(Bundesfinanzhof, Urteil vom 18.11.2020, Az. VI R 28/18)

Arbeits­verträge mit Familien­mitgliedern müssen auch dann steuerlich anerkannt werden, wenn keine festen Arbeits­zeiten vereinbart wurden. Nachweisen lassen sollten sich die Arbeits­zeiten aber schon.

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Selbstständige, die Familien­mitglieder bei sich beschäftigen, können den gezahlten Lohn als Betriebs- beziehungs­weise Werbungs­kosten bei der Steuer absetzen. Voraussetzung ist, dass die Arbeit tatsächlich erbracht und der Lohn tatsächlich gezahlt wurde. „Auch sonst muss der Arbeits­vertrag dem zwischen Fremden Üblichen entsprechen“, erläutert Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler. Laut einem Urteil des Bundes­finanz­hofs (BFH) ist dabei aber nicht zwingend erforderlich, dass konkrete Dienst­zeiten vereinbart werden (Az: VI R 28/18).

Abrechnung des Arbeitsverhältnisses mit Stundenzetteln

Im Urteilsfall hatte ein Ober­gerichts­vollzieher seine Ehefrau, seine Tochter und eine weitere Bürohilfe angestellt. Das Finanzamt erkannte zwar die an die Tochter und die Fremdkraft gezahlten Personal­kosten als steuer­mindernde Ausgaben an, nicht aber den Lohn für die Ehefrau. Für Büro­tätigkeiten hatte das Paar vertraglich einen Umfang von 40 Stunden im Monat festgelegt - allerdings keine festen Dienst­zeiten.

BFH: Detaillierter Arbeitsnachweise nicht erforderlich

Die vom Kläger dokumentierte Arbeitszeit von 0,75 bis 5 Stunden täglich hielt das Finanzamt für unzureichend. Die Vereinbarung von festen Arbeits­zeiten kann das Finanzamt aber nicht verlangen, urteilte der Bundes­finanz­hof. Gerade wenn Angehörige in Teilzeit beschäftigt werden und deren Arbeitszeit vom Arbeits­anfall abhängt, seien genaue Aufzeichnungen nicht erforderlich, um das Arbeits­verhältnis steuerlich anzuerkennen, befanden die Richter.

Bei Nichtanerkennung - Einspruch mit Verweis auf BFH-Urteil einlegen

Wenn das Finanzamt den Betriebs- beziehungs­weise Werbe­kosten­abzug der Lohn­zahlungen an nahe Angehörige versagt, weil der Nachweis konkreter Arbeits­zeiten fehlt, kann Einspruch gegen den Bescheid eingelegt werden. Zur Begründung sollte auf das BFH-Urteil verwiesen werden.

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Arbeitszeiten sorgfältig dokumentieren

Wer in jedem Fall Streit mit dem Finanzamt vermeiden möchte, sollte bei Arbeits­verträgen mit Familien­mitgliedern alles sehr sorgfältig dokumentieren. „Sogenannte Stunden­zettel sind als Nachweis der Tätigkeit zwar nicht zwingend, aber durchaus hilfreich“, so Klocke.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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