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Arbeitsrecht | 07.03.2019

Bewerbung

Arbeits­zeugnisse und Referenzen: Dürfen Arbeitgeber die Zeugnisse von Bewerbern prüfen?

Keine Über­prüfung ohne Zustimmung des Bewerbers

Motivations­schreiben, Lebenslauf, Arbeits­proben und Zeugnisse - als Bewerber gibt man jede Menge Informationen über sich preis. Nicht jedem Arbeitgeber reicht das, was er in der Bewerbung bekommt, um einen potenziellen Angestellten einschätzen zu können. Darf er dann die Angaben in Zeugnissen überprüfen?

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Grund­sätzlich gilt: „Wenn der Bewerber beim Einreichen seiner Unterlagen seine Zustimmung gibt, dass Angaben gegebenenfalls vom Unternehmen auch durch Rückfragen bei früheren Arbeit­gebern überprüft werden können, dann ist das kein Problem“, erklärt Peter Meyer, Fachanwalt für Arbeits­recht und Mitglied der Arbeits­gemeinschaft Arbeits­recht im Deutschen Anwalt­verein (DAV). In manchen Firmen werde dieses Ein­verständnis standardmäßig abgefragt.

Anruf beim ehemaligen Arbeitgeber nicht ohne Einwilligung des Bewerbers

Ist das nicht der Fall, spiele auch der Datenschutz eine große Rolle. Der potenzielle neue Arbeitgeber dürfe zwar prüfen, was in den Zeugnissen eines Bewerbers steht. Zunächst müsse aber der Bewerber direkt zu etwaigen Unklarheiten oder Wider­sprüchen in den Bewerbungs­unterlagen befragt werden. „Dem Personaler ist es hingegen ohne Einwilligung des Bewerbers nicht erlaubt, ohne Grund einen Kollegen in dem ehemaligen Betrieb anzurufen, um die Bewerber­angaben zu überprüfen“, so die Einschätzung von Rechtsanwalt Peter Meyer.

Auch für Background-Checks muss Einwilligung vorliegen

Es gebe jedoch eine große Grauzone, etwa was die Über­prüfung von Informationen im Internet angeht. Für sogenannte Background-Checks -wenn Unternehmen Dienst­leister engagieren, um Bewerberinfos systematisch zu überprüfen - braucht ein Arbeitgeber laut Einschätzung von Rechtsanwalt Peter Meyer ebenfalls vorab die Einwilligung des Bewerbers.

Bei Unklarheiten zunächst den Bewerber befragen

Bei Unklarheiten in Zeugnissen oder in anderen Unterlagen muss ein Arbeitgeber also zunächst beim Bewerber nachfragen und sich die Erlaubnis einholen, weitere Prüfungen anzustellen. „Ob der Bewerber sich dem wirklich verweigert, ist natürlich eine andere Frage“, so Rechtsanwalt Peter Meyer. Es sei taktisch nicht sehr klug, einem potenziellen künftigen Arbeitgeber diese Bitte abzuschlagen - schließlich verspielt man damit womöglich seine Chance auf eine Anstellung.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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