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Krankenkassenrecht und Sozialversicherungsrecht | 22.02.2019

Vorsorgekur

Atempause vom Alltag: So klappt es mit dem Kur-Antrag

Medizinische Notwendigkeit ist Voraussetzung für mögliche Bewilligung einer Kur

Wer gesund­heitlich angeschlagen ist, kann sich von der Kranken­kasse eine Kur bezahlen lassen. Doch so ganz ohne weiteres bewilligen die Kassen das nicht. Für den Antrag sollten sich Versicherte daher viel Zeit nehmen - und nicht übertreiben.

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Einfach mal raus aus dem Alltag, in einen Kurort fahren und dort etwas für die Gesundheit tun. Zum Beispiel Yoga und Meditation gegen den Stress. Oder Physio­therapie und Moor­packungen gegen verspannte Muskeln. Das muss kein Traum bleiben, denn unter Umständen zahlt die Kranken­kasse auch zur Vorsorge für ambulante Kuren - und manchmal sogar für Unterkunft und Verpflegung, zumindest teilweise. Doch der Weg dahin ist oft kompliziert und langwierig.

Voraussetzungen für eine Kur

Welche Voraus­setzungen müssen erfüllt sein, damit die Kranken­kasse dem Antrag auf Kur grünes Licht gibt? „Das Risiko, dass ohne eine solche Kur der Versicherte möglicher­weise erkrankt, sollte erkennbar sein“, erklärt Brigitte Goertz-Meissner, Präsidentin des Deutschen Heilbäder­verbands. Zudem muss der Antrag deutlich zeigen, dass der Versicherte schon an seinem Wohnort Maßnahmen gegen sich anbahnende Beschwerden ergriffen hat - und dies nicht genug war oder nur schwer mit den beruflichen und familiären Umständen vereinbar war.

Befürwortung durch Haus- oder Facharzt

Der Weg zum erfolgreichen Antrag führt über Haus- oder Facharzt. Befürwortet der eine solche Kur, füllen Arzt und Ver­sicherter die Unterlagen gemeinsam aus. Denn der Arzt muss begründen, warum die Kur genau nötig ist. „Je ausgefeilter der Antrag begründet wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Kasse „Ja“ sagt“, erklärt Daniela Hubloher von der Verbraucher­zentrale Hessen. Wichtig sei, dass in dem Antrag „nicht ein Wust an Beschwerden“ aufgelistet ist. Stattdessen sollte man sich auf ein Haupt­symptom konzentrieren und darauf, wie stark es den Antragsteller im Alltag beeinträchtigt.

Bei dem Antrag handelt es sich um ein Formular mit dem schönen Titel „Anregung einer ambulanten Vorsorge­leistung in anerkannten Kurorten“. Der ausgefüllte Antrag wird bei dem entsprechenden Leistungs­träger eingereicht. Die Gesetzliche Kranken­versicherung (GKV) ist für sozial­versicherungs­pflichtig Beschäftigte und mit­versicherte Partner oder Kinder zuständig. Andere Berufstätige, Selbstständige etwa, schicken ihren Antrag an die Deutsche Renten­versicherung.

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Widerspruch gegen Ablehnung kann sich lohnen

Die Träger können für ihre Entscheidung dann den Medizinischen Dienst der Kranken­kassen (MDK) oder einen Amtsarzt zurate ziehen. „Die Erfahrungen zeigen, dass viele Anträge zunächst einmal abgelehnt werden“, erklärt Daniela Hubloher - meistens, weil der Antrag nicht gut begründet war. In den allermeisten Fällen lohnt es sich aber, schriftlich Widerspruch gegen die Entscheidung einzulegen. „Wenn dann nochmals und gegebenenfalls ausführlicher Gründe für die Vorsorgekur dargelegt werden, stimmen die Kassen dem in vielen Fällen doch zu“, sagt auch Brigitte Goertz-Meissner.

Ambulante Vorsorgekur auch im Ausland möglich

Eine bewilligte ambulante Vorsorgekur findet in aller Regel in einem der 350 Heilbäder und Kurorte in Deutschland statt und dauert im Schnitt zwei bis drei Wochen. Der Versicherte kann sich den Ort selbst aussuchen - die Einrichtungen dort müssen aber natürlich Angebote für das Therapie­ziel vorhalten.

„Es ist auch möglich, eine ambulante Vorsorgekur im Ausland zu machen, etwa in Tschechien oder Ungarn“, so Daniela Hubloher. Versicherte sollten das aber vor Reisebeginn mit ihrer Kasse klären. Generell kommt die Kasse nur für Leistungen in der Höhe auf, die sie auch im Inland zahlt. Sind bestimmte Leistungen im Ausland teurer, zahlt der Versicherte die Differenz selbst.

Die Kostenfragen

„Das sind die vertraglichen Kosten der kur­ärztlichen Behandlung, die Aufwendungen für Bäder, Massagen und sonstige medizinische Leistungen sowie für Arznei- und Verband­mittel“, sagt Ann Marini vom GKV-Spitzen­verband in Berlin. Die Versicherten müssen lediglich die gesetzlich vorgesehenen Zuzahlungen leisten. Hinzu kommt ein je nach Kasse gewährter Zuschuss von täglich bis zu 16 Euro für Unterkunft, Verpflegung und Anreise.

Wer für seine Bedürfnisse darüber hinaus passende Angebote in einem Heilbad oder Kurort sucht, sollte auf die Bezeichnung „Medical Wellness im Kurort“ und „Prävention im Kurort“ achten. „Sie unterliegen bestimmten Qualitäts­anforderungen und sind geprüft“, erklärt Brigitte Goertz-Meissner.

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Präventionsreisen mit Krankenkassenzuschuss

Die meisten Kranken­kassen bieten auch sogenannte Präventions­reisen an. „Sie richten sich vorwiegend an Menschen ohne aus­geprägte Beschwerden, die trotzdem etwas für ihre Gesundheit tun möchten“, sagt Ann Marini. Das können etwa Berufstätige sein, deren Arbeits­zeiten eine Teilnahme an Gesundheits­kursen nicht zulassen, oder Versicherte mit hoher zeitlicher Beanspruchung - pflegende Angehörige etwa oder Allein­erziehende. Die Kranken­kassen beteiligen sich dabei aber nur an den Kosten der Präventions­maßnahme selbst - nicht an denen für Unterkunft, Verpflegung und andere Leistungen.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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