wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

EU-Recht, Reiserecht und Schadensersatzrecht | 12.12.2017

Entschädigung

Ausfälle und Verspätungen nach Winter­einbruch: Wann Reisende ein Anspruch auf Entschädigung haben

Wichtige Fragen und Antworten im Überblick

Wartende Passagiere an vielen Bahnhöfen und Flughäfen: Der jüngste Winter­einbruch hatte etliche Ausfälle und Verspätungen von Zügen und Flügen zur Folge. Wer hat Anspruch auf Entschädigung - und wer nicht?

Werbung

Wer am zweiten Advents­wochenende mit der Bahn fahren oder mit dem Flugzeug reisen wollte, musste vielerorts in Deutschland geduldig sein. Passagiere, die nach dem Winter­einbruch von Verspätungen und Ausfällen betroffen waren, sollten prüfen, ob ihnen eine Entschädigung gemäß den EU-Regelungen zu Fahrgast­rechten zusteht.

Welche Rechte haben Bahnkunden?

Wie viel Geld Bahnkunden zurück bekommen, hängt vom Ausmaß ihrer Verspätung ab. Fallen Züge ersatzlos aus, bekommen Betroffene den Ticketpreis komplett erstattet. Hat sich ein Zug erheblich verspätet oder kommen Reisende mit einer Ersatz­verbindung nach einem Ausfall zu spät ans Ziel, muss die Bahn einen Teil des Ticket­preises erstatten.

25 Prozent des Fahrpreises gibt es ab 60 Minuten Verspätung, 50 Prozent ab 120 Minuten. Entscheidend für die Berechnung ist die Ankunfts­zeit am Zielort, nicht die Abfahrts­zeit am Einsteige­bahnhof. Die Erstattung können Reisende in den Reise­zentren der Bahn, in DB Agenturen und im Internet mit dem Fahrgast­rechte-Formular beantragen.

Das Argument, dass ein Unwetter höhere Gewalt ist und die Deutsche Bahn und andere Anbieter nicht zahlen müssen, gilt nicht. Das hat der Gerichtshof der Europäischen Union entschieden (Gerichtshof der Europäischen Union, Urteil vom 26.09.2013, Az. C-509/11).

Welche Rechte haben Flugpassagiere?

Hat sich ein Flug um mindestens drei Stunden verspätet oder wird er gestrichen, steht Passagieren laut EU-Flug­gast­rechte­verordnung eine Entschädigung zu - je nach Flugstrecke sind das 250, 400 oder 600 Euro. Allerdings entfällt dieser Anspruch auf Ausgleichs­zahlungen, wenn „außergewöhnliche Umstände“ wie ein starkes Unwetter zu dem Flugausfall geführt haben. „Die EU-Flug­gast­rechte­verordnung geht immer von der Beweislast der außergewöhnlichen Umstände durch die Airline aus“, erläutert der Reiserechtler Prof. Ernst Führich.

War die Fluggesellschaft nicht ausreichend auf eine absehbare Witterung vorbereitet, hat der Kunde einen Entschädigungsa­nspruch, sagt der Experte. Hatte das Unternehmen beispiels­weise nicht genug Enteisungs­mittel auf Vorrat, so sei dies der Airline zuzurechnen. „Streitig ist allerdings bei den Gerichten, ob eine mangelnde Schnee­räumung der Airline zugerechnet werden kann oder dies die Aufgabe des Betreibers des Flughafens ist“, erklärt Prof. Führich.

Nach einer Verspätung oder einem Flugausfall sollten sich Betroffene zunächst an die Fluggesellschaft wenden. Kommt keine befriedigende Antwort, rät Prof. Führich zu einer Beschwerde bei der Schlichtungs­stelle für den öffentlichen Personen­verkehr (söp). Für Fluggesellschaften aus Deutschland gibt es außerdem die Schlichtungs­stelle Luftverkehr beim Bundes­justizamt.

Die Stellen prüfen kostenlos, ob der Kunde einen Erstattungs­anspruch hat. Das Ergebnis ist allerdings nicht bindend. „Will die Airline nicht zahlen, obwohl die Schlichtungs­stelle einen Anspruch fest­gestellt hat, empfiehlt sich der Gang zum Anwalt“, so Prof. Ernst Führich.

Werbung

Quelle: dpa/DAWR/ab
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#4883

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d4883
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!