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Sozialversicherungsrecht | 30.11.2018

Mütter­rente

Ausweitung der Mütter­rente ab 2019: Auszahlung bis Mitte 2019 ohne gesonderten Antrag

Zusätzliche Renten­punkte für Mütter deren Kinder vor 1992 geboren sind

Ab 1. Januar 2019 bekommen Mütter und Väter für vor 1992 geborene Kinder für jedes Kind ein halbes Jahr Erziehungs­zeit zusätzlich bei der Rente angerechnet. Bisher werden bereits zwei Jahre als Kinder­erziehungs­zeit berücksichtigt. Die Auszahlung der neuen Leistung erfolgt wie bei der Einführung der Mütter­rente im Jahr 2014.

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Wer ab Januar 2019 oder später neu in Rente geht, erhält die neue Mütter­rente bereits von der ersten Renten­zahlung an und wird hierüber im Renten­bescheid informiert. Für Mütter und Väter, deren Rente vorher begonnen hat, erfolgt die zusätzliche Zahlung automatisch bis Mitte nächsten Jahres. Für die Zeit ab 1. Januar 2019 erhalten die Betroffenen eine Nachzahlung. Darüber informiert die Renten­versicherung in einem gesonderten Bescheid.

Kein Antrag auf Anerkennung notwendig

Versicherte, die noch keine Rente beziehen, aber vor 1992 geborene Kinder erzogen haben, erhalten über die Anerkennung weiterer Erziehungs­zeiten ebenfalls automatisch einen Bescheid von der Renten­versicherung.

Zahlung der neuen Leistung erfolgt automatisch

Mütter und Väter, die bereits eine Rente beziehen, erhalten die neue Leistung automatisch und müssen keinen gesonderten Antrag stellen. Dies gilt auch für Hinter­bliebenen­renten, bei denen Kinder­erziehungs­zeiten berücksichtigt wurden.

Ausnahme bei Adoptiv- und Pflegeeltern

Können sie die neue Mütter­rente beanspruchen, müssen sie diese bei ihrem zuständigen Renten­versicherungs­träger formlos beantragen.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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