wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Krankenkassenrecht und Sozialversicherungsrecht | 24.08.2021

Reha-Antrag

Bald wieder an Bord: Wissens­wertes für den Reha-Antrag

Drei Fragen und Antworten

Oft ist es mit einem Krankenhaus­aufenthalt nicht getan. Um wieder fit fürs Leben zu werden, gehts in die Reha. Die muss beantragt und bewilligt werden und kann, falls nötig, auch eingeklagt werden.

Werbung

Reha - das steht für medizinische Reha­bilitation. Neben der Genesung hat sie ein weiteres Ziel: Die Gesundheit muss laut der Deutschen Renten­versicherung (DRV) „voraussichtlich

soweit wieder­hergestellt oder zumindest stabilisiert werden, dass eine Erwerbs­tätigkeit zukünftig möglich ist.“

Eine Reha kann erhalten, wer durch Krankheit oder Behinderung in seiner Erwerbs­fähigkeit „erheblich gefährdet oder bereits eingeschränkt ist“. Grund kann neben anderen Erkrankungen auch Long Covid sein: „In letzter Zeit gehen immer mehr Menschen nach einer Covid-19-Erkrankung mit anhaltenden Atem­problemen in eine Reha“, sagt Verena Querling, Referentin für Pflegerecht bei der Verbraucher­zentrale NRW in Düsseldorf.

Für Erwerbstätige werden Reha­bilitationen grund­sätzlich von der DRV finanziert. Die Kosten für Rehas für Rentner und Rentnerinnen sowie Kinder, aber auch Behinderte und von Behinderung bedrohte Menschen werden von der zuständigen Kranken­kasse übernommen. Im Interview mit dem dpa-Themen­dienst beantwortet die Juristin weitere Fragen.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit eine Reha möglichst bewilligt wird?

Eine Reha kann dann beantragt werden, wenn nach Krankheit oder Operation eine weitere Behandlung erforderlich ist, um den gesundheitlichen Normal­zustand wieder zu erreichen. Es geht um die Frage: Wie kriege ich jemanden wieder­hergestellt, sodass er wieder arbeiten oder selbst­ständig leben kann?

Typische medizinische Fälle, die eine Reha nach sich ziehen, sind Herz­probleme, Krebs­operationen oder auch ein operierter Ober­schenkel­hals­bruch. Die Voraus­setzungen für eine Reha­bilitation über die Renten­versicherung sind ein wenig strenger als bei der Kranken­versicherung und hängen besonders mit den Zeiten der Mitglied­schaft zusammen.

Hier sollte man sich im Einzelfall erkundigen. Sowohl die Kranken­versicherung als auch die Renten­versicherung prüfen natürlich, ob das Ziel der Reha erreicht werden kann. Werden diese unterschiedlichen Voraus­setzungen erfüllt, ist das Alter nicht relevant für den Anspruch.

An wen wende ich mich mit dem Anliegen?

Noch im Krankenhaus kann man beim sozialen Dienst in Absprache mit dem behandelnden Arzt eine Reha beantragen. Die Renten- oder die Kranken­versicherung können dann genehmigen. Weitere Ansprech­partner sind Hausarzt oder Fachärzte.

Aber auch wenn Versicherte nicht in ärztlicher Behandlung sind, können sie eigen­initiativ einen Antrag stellen. Falls medizinisch begründet, kann auch die Ver­längerung einer Reha beantragt werden. In der Regel dauert sie zwei bis drei Wochen. Außerdem kann im Antrag eine Wunsch-Einrichtung angegeben werden. Darüber welche es wird, entscheidet aber der Kosten­träger.

Werbung

Was mache ich, wenn mein Reha-Antrag abgelehnt wird?

Renten­versicherung und Kranken­versicherung handeln bei der Bewilligung nach dem Grundsatz 'ambulant vor stationär'. Es passiert aber nicht selten, dass Anträge tatsächlich abgelehnt werden. Dann geht man in den Widerspruch. Ein formloses Schreiben genügt zunächst, muss der Versicherung aber innerhalb eines Monats nach Erhalt des Bescheids vorliegen.

Danach ist ausreichend Zeit, um den Widerspruch gut zu begründen - am besten mithilfe eines Arztes, der sich mit dem Gutachten der Versicherung auseinandersetzt. Natürlich kann bei solchen Verfahren gegen die Versicherungen auch ein Anwalt hilfreich sein. Einsprüche haben oftmals Erfolg - wenn nicht, bleibt dem Betroffenen noch eine Klage, die beim Sozial­gericht des Wohnortes eingereicht wird. Gerichts­kosten entstehen dem Versicherten dabei nicht.

Sollte das Gericht ein medizinisches Gutachten für erforderlich halten, ist auch dieses kostenfrei. Wenn es in medizinisch gut begründeten Fällen schnell gehen muss, kann man eine einstweilige Anordnung bei Gericht beantragen.

Werbung

Quelle: dpa/DAWR/ab
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 1 (max. 5)  -  1 Abstimmungsergebnis Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#8640

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d8640
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!