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Baurecht und Verbraucherrecht | 04.05.2021

Baumängel

Baumängel richtig dokumentieren

Drei Tipps für aussagekräftige Fotos

Ein Riss in der Wand, eine feuchte Ecke im Bad, ein Strom­anschluss an der falschen Stelle: Bauherren müssen solche Mängel dokumentieren.

Worauf es ankommt, damit die Fotos später aussagekräftig sind.

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Bei einem Bauprojekt erhalten Bauherren häufig Unterstützung. „In der Regel gibt es pro Bauvorhaben etwa vier bis fünf Begehungen mit dem Bauherren, die der Bau­sachverständige begleitet. Doch im Alltag sind Bauherren die Augen des Bau­sach­verständigen“, sagt Marc Ellinger vom Verband Privater Bauherren.

Wichtig: Einzelne Bauschritte überwachen und s genau dokumentieren

Der Bauherr sei meistens am nächsten dran und habe das größte Interesse daran, dass alles glatt läuft. „Daher sollte er die einzelnen Bauschritte überwachen und mit aussage­kräftigen Fotos genau dokumentieren.“ Aber wie gelingen solche Bilder? Ellinger gibt dazu drei Tipps:

Von groß nach klein fotografieren

Damit klar wird, wo sich der Mangel befindet, empfiehlt Ellinger zunächst ein Foto des gesamten Raumes aufzunehmen. „Dann ist später besser nachvollziehbar, ob Handwerker das Problem im Schlaf­zimmer, im Wohnzimmer oder im Kinder­zimmer beheben müssen.“

Zudem sollten Bauherren Details eines Schadens dokumentieren. „Dabei ist es ratsam die Problem­stelle aus verschiedenen Perspektiven zu fotografieren“, empfiehlt Marc Ellinger.

Maßstab hinzufügen

Ein Meterstab, der jeweils alle zehn Zentimeter einer wechselnde Farbe hat, ist besonders hilfreich, um Größen­verhältnisse optisch eindeutig darzustellen.

„Fixieren Sie den Meterstab mit einem kleinen Nagel aufrecht an der Wand. Dann haben Sie gleich die passende Maßeinheit auf dem Bild“, rät Marc Ellinger.

Klebezettel anheften

Wer einen Mangel fotografiert, sollte daneben einen Klebezettel anbringen und darauf eine fortlaufende Zahl schreiben, rät Marc Ellinger.

„So können Sie im Bauherren­tagebuch, ihrer Dokumentation für den Sachverständigen oder in einem Schreiben an die Baufirma gegenseitig auf die entsprechenden Bilder und die dazu passende Beschreibung des Problems verweisen.“

Der Experte empfiehlt, die Baustelle regelmäßig zu besichtigen und dann immer das Bautagebuch detailliert zu führen. „Darin wird nicht nur genau beschrieben, wer was gemacht hat, sondern beispiels­weise auch, welche klimatischen Bedingungen dabei bestanden“, sagt Ellinger. So kann man die Ursache für mögliche Mängel später besser re­konstruieren und nachweisen.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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