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Arbeitsrecht | 23.12.2016

Probezeit

Bei Ver­längerung des Arbeits­vertrages: Erneute Probezeit oft rechts­widrig

Erneute Probezeit ist nur dann erlaubt, wenn sich die Tätigkeit ändert

Mitarbeiter müssen eine erneute Probezeit bei der Ver­längerung eines Arbeits­vertrags in der Regel nicht hinnehmen.

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Erneute Probezeit ist unzulässig

„Der Arbeit­nehmer hat dann schon gezeigt, dass er geeignet ist, eine erneute Erprobung ist deshalb unzulässig“, sagt Michael Eckert, Anwalt für Arbeits­recht aus Heidelberg. Etwas anderes gelte nur dann, wenn die Tätigkeit sich geändert hat. Dann ist eine erneute Probezeit erlaubt, denn der Mitarbeiter hat sich bei diesen Aufgaben noch nicht bewiesen.

Keine Angst vor Kündigungen

Wird Arbeit­nehmern eine erneute Probezeit aufgedrückt, sollten sie sich trotzdem nicht zu große Sorgen machen. Denn viele haben Angst davor, dass sie in der Probezeit ohne die Angabe von Gründen gekündigt werden können. Beim Kündigungs­schutz kommt es aber vor allem auf die Betriebs­zugehörigkeit an. Wer mindestens sechs Monate dabei ist, fällt unter das Kündigungs­schutz­gesetz, wenn ein Betrieb mehr als zehn Mitarbeiter hat. Der Kündigungs­schutz gilt auch dann, wenn Mitarbeiter nach einem Jahr eine Vertrags­verlängerung mit einer erneuten Probezeit bekommen.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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