wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Mietrecht | 13.07.2021

Tierhaltung

Bei welchen Tieren Vermieter gefragt werden müssen

Das Wichtigste zur Tierhaltung in der Mietwohnung

Egal ob Hunde, Katzen oder Hamster - viele halten sich zu Hause Tiere. In vielen Fällen ist das zulässig, auch wenn die Tierhaltung eigentlich verboten ist.

Werbung

Tiere in der Nach­barschaft sind keine Seltenheit: Fast in jedem zweiten Haushalt leben Haustiere, berichtet die Zeitschrift „Finanztest“ (Ausgabe 8/2021). Und viele von ihnen in Miet­wohnungen. Ob das erlaubt ist, lässt sich nicht allgemein beantworten. Denn es kommt auf die Regeln im Mietvertrag an.

Kein generelles Haustierverbot

Dabei gilt: Pauschal dürfen der Vermieter oder die Vermieterin es nicht verbieten, ein Haustier zu halten, erklären die Experten. Bei Hund und Katze dürfen sie aber verlangen, dass ihre Zustimmung eingeholt wird. Gewöhnliche Kleintiere wie Zierfische oder Hamster sind hingegen immer erlaubt.

Ungewöhnliche Kleintiere nicht immer zulässig

Kleintiere sind Tiere, die in geschlossenen Behält­nissen gehalten werden können. Sie stellen keine Beeinträchtigung für die Wohnung dar und stören niemanden. Das entschied der Bundesgerichtshof, Urteil vom 14.11.2007, Az. VIII ZR 340/06. Die Haltung gehört stets zum vertrags­mäßigen Gebrauch einer Mietwohnung. Eine Erlaubnis muss hier nicht eingeholt werden.

Aber Achtung: Für ungewöhnliche Tiere, etwa eine Gift- oder Würge­schlange, gilt das nach Ansicht des Amts­gerichts Berlin-Charlottenburg nicht automatisch (Az.: C 10 166/88).

Und: Wird ein erlaubtes Haustier gefährlich, weil es beispiels­weise andere Menschen verletzt, kann die Haltung dieses Tieres untersagt werden. Das entschied das Amtsgericht München, Urteil vom 06.07.2004, Az. 413 C 12648/04 im Falle eines Mini­schweins.

Nutztierhaltung nicht immer erlaubt

Nutztier­haltung muss ebenfalls nicht erlaubt werden. In einem Urteil des Amts­gerichts Köln ging es dabei um einen Mieter, der Hühner auf dem Balkon hielt (Az.: 214 C 255/09). Ebenfalls verboten werden darf die Haltung von Wildtieren, die nach Wildtier riechen. Dies entschied das Amtsgericht Berlin-Spandau, Urteil vom 11.11.2014, Az. 12 C 133/14 im Fall einer Mieterin, die in ihrer Wohnung und auf dem Balkon mehrere Igel pflegte.

Werbung

Zustimmung darf nicht generell verweigert werden

Will ein Mieter sich einen Hund oder eine Katze zulegen, dann sollte er oder sie fragen. Vermieter müssen hierbei die Interessen aller Miet­vertrags­parteien und der Nachbarn abwägen. Sie dürfen aber nicht willkürlich ihre Zustimmung zur Hunde- und Katzen­haltung verweigern, dies entschied der Bundesgerichtshof, Urteil vom 20.03.2013, Az. VIII ZR 168/12. Eine entsprechende Klausel im Mietvertrag ist also unwirksam.

Regeln der Hausordnung beachten

Wer einen tierischen Mitbewohner hat, sollte Rücksicht auf die Nachbarn nehmen und sich an die Regeln halten. In der Hausordnung kann zum Beispiel festgelegt werden, dass Hunde oder Katzen außerhalb der Wohnung eventuell angeleint werden müssen.

Quelle: dpa/DAWR/ab
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 3.3 (max. 5)  -  6 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#8495

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d8495
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!