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Arbeitsrecht | 11.01.2022

Quarantäne und Urlaub

Bekomme ich bei Quarantäne Urlaubstage erstattet?

Ohne Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung keine Nach­gewährung von Urlaub

Wer im Urlaub krank ist, kann sich die Tage vom Arbeitgeber nach­gewähren lassen. Und wie sieht es aus, wenn man mit einer Corona-Erkrankung in Quarantäne muss?

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Wer in einem Urlaub in Quarantäne muss, kann Urlaubstage nach­gewährt bekommen. Das gilt allerdings nur, wenn man auch nachweislich arbeits­unfähig war. Wer kein ärztliches Attest vorlegen kann, bekommt während einer Quarantäne keine Urlaubstage gutgeschrieben. Das zeigt die jüngste Rechtsprechung. So verweist etwa die Arbeits­gemeinschaft Arbeits­recht des Deutschen Anwalt­vereins (DAV) auf ein Urteil des Landes­arbeits­gerichts (LAG) Düsseldorf (Az. 7 Sa 857/21).

Corona-Quarantäne während des Urlaubs

Das Gericht verhandelte den Fall einer Frau, die in einem Produktions­betrieb arbeitet. Während ihres Urlaubs musste sie Quarantäne, weil sie Kontakt zu ihrer mit Covid-19 infizierten Tochter hatte. Auch die Frau wurde positiv getestet.

Die Quarantäne-Anordnung des Gesund­heitsamts enthielt laut DAV den Hinweis, dass die Frau als Kranke anzusehen sei. Eine Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung vom Arzt ließ sich die Arbeit­nehmerin aber nicht ausstellen.

Erkrankung ist nicht mit Arbeitsunfähigkeit gleichzusetzen

Sie klagte und verlangte von ihrer Arbeitgeberin die Nach­gewährung von zehn Urlaubs­tagen. Das Gericht entschied jedoch, dass eine Erkrankung nicht mit einer Arbeits­unfähigkeit gleich­zusetzen sei.

Ist bereits Urlaub bewilligt, kann der nur erstattet werden, wenn ein ärztliches Attest vorliegt, das die Arbeits­unfähigkeit belegt. Eine Erkrankung mit Covid-19 führe etwa bei einem symptom­losen Verlauf nicht automatisch zu einer Arbeits­unfähigkeit.

Corona-Infektion führt nicht zwingend zur Arbeitsunfähigkeit

Ganz ähnlich verlief ein Fall vor dem Landes­arbeits­gericht Köln (Az. 2 Sa 488/21), auf den der Bund-Verlag verweist. Auch hier argumentierten die Richter, dass eine Quarantäne­anordnung der Behörde nicht mit einer AU-Be­scheinigung gleich­zusetzen ist. Ein symptom­loser Virus­träger bleibe grund­sätzlich arbeits­fähig, wenn es ihm nicht wegen der Quarantäne­anordnung verboten ist zu arbeiten.

Grundsatzfrage vor dem Bundesarbeitsgericht?

Laut Bund-Verlag hat das LAG Köln in diesem Fall die Revision zum Bundes­arbeits­gericht zugelassen, weil es sich um eine Grundsatz­frage handelt. Es sei davon auszugehen, dass sich das Bundes­arbeits­gericht im Jahr 2022 mit der Frage befassen wird.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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