wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Arbeitsrecht | 26.09.2022

Sonder­urlaub

Bekomme ich bei einem Trauerfall Sonder­urlaub?

Das Wichtigste zum Sonder­urlaub im Todesfall

Hat es einen Todesfall in der Familie gegeben, können Arbeit­nehmer in der Regel Sonder­urlaub bekommen. Was gilt dafür genau?

Werbung

Ein Todesfall in der Familie ist eine der traurigen Situationen, in der Arbeit­nehmer ihren Chef oder die Chefin um Sonder­urlaub bitten können. Einen Tag frei, um zur Beerdigung zu fahren, vielleicht muss diese aber auch noch vorbereitet werden. Eine allgemein­gültige Regel zum Sonder­urlaub gibt es nicht, sagt Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeits­recht in Berlin. Zwar greift hier grund­sätzlich der Paragraf 616 im Bürgerlichen Gesetzbuch, überschrieben mit „Vorübergehende Verhinderung“. Verhindert sein muss ein Arbeit­nehmer „durch einen in seiner Person liegenden Grund“ - es geht hier nicht um Flugausfall oder Glatteis, sondern eben zum Beispiel um eine Beerdigung.

Gesetz gibt keinen konkreten Umfang vor

„Dieser Paragraf ist aber sehr allgemein gehalten“, sagt Bredereck. Er besagt lediglich, dass der Arbeit­nehmer in dem Fall nicht verpflichtet ist, seine Arbeits­leistung zu erbringen und dass der Lohn weiter­gezahlt wird. Zu einer konkreten Dauer steht nichts im BGB.

Daher ist der Sonder­urlaub in vielen Tarif­verträgen, Betriebs­verein­barungen und auch Arbeits­verträgen geregelt. „Für den Öffentlichen Dienst bestimmt Paragraf 29 TVöD (Tarif­vertrag für den Öffentlichen Dienst) beispiels­weise, dass Arbeit­nehmer bei Tod eines Ehe- oder Lebens­partners, eines Kindes oder eines Elternteils zwei Tage Sonder­urlaub erhalten“, sagt Bredereck.

Einvernehmliche Lösung finden

Manche Arbeits­verträge orientieren sich daran, andere finden eigene Vorgaben. Neben der Dauer des Sonder­urlaubs ist ein wichtiger Punkt: Wie weit wird ein Trauerfall gefasst, kann das zum Beispiel auch die Beerdigung eines Cousins sein?

Ist der Sonder­urlaub im Vertrag klar definiert, können Arbeit­nehmer sich daran halten. Ansonsten gibt Bredereck den Rat, mit dem Chef oder der Chefin möglichst eine Ein­vernehmliche Regelung zu finden.

Anderer Punkt: Arbeitsunfähigkeit

„Man sollte auf den Arbeitgeber zugehen und miteinander reden“, sagt der Anwalt. Vermutlich treffe man auf Empathie: „Einen Todesfall in der Familie hat ja fast jeder schon erlebt.“

Klar ist: Ist jemand zum Beispiel nach dem Tod eines Kindes oder des Ehepartners arbeits­unfähig, hat das nichts mehr mit einem Sonder­urlaub zu tun. In dem Fall stellen Arzt oder Ärztin eine Bescheinigung aus, wo es um mehr als nur wenige Tage geht.

Werbung

Quelle: dpa/DAWR/ab
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 5 (max. 5)  -  1 Abstimmungsergebnis Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#9778