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Arbeitsrecht | 05.07.2021

Quarantäne

Bekommen Reise­rückkehrer in Quarantäne weiter Lohn?

Was zur Entgelt­fortzahlung während der Quarantäne gilt

Arbeit­nehmer, die in ein erklärtes Virus­varianten- oder Hoch­inzidenz­gebiet reisen, wissen, dass sie danach in Quarantäne müssen. Damit ist ein Arbeits­ausfall vor­programmiert. Welche Folgen hat das?

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Die besonders ansteckende Delta-Variante des Coronavirus macht Reise­planung auch im Sommer 2021 zur Heraus­forderung. Länder, in denen sich die Variante schnell verbreitet, wurden zuletzt zum Virus­varianten­gebiet erklärt.

Für Reisende kann das zum Worst-Case-Szenario werden

Sie müssen bei Rückkehr zwingend 14 Tage in Quarantäne. Bei einer Rückkehr aus sogenannten Hoch­inzidenz­gebieten kann die Quarantäne frühestens fünf Tage nach Rückkehr durch einen negativen Test beendet werden, sofern man nicht geimpft oder genesen ist.

Arbeit­nehmerinnen und Arbeit­nehmer kann das vor Probleme stellen, wenn sie etwa nicht von zu Hause aus arbeiten können. Was gilt zur Entgelt­fortzahlung während der Quarantäne?

Anspruch auf Lohnentschädigung

Hier ist grund­sätzlich zu unter­scheiden: „Wenn ein Gebiet nach der Abfahrt zur Risiko­region wird, kann der Arbeit­nehmer nichts dafür“, erklärt die Fach­anwältin für Arbeits­recht Nathalie Oberthür.

Der Lohn muss dann vom Arbeitgeber zwar nicht weiter bezahlt werden. Der Arbeit­nehmer erhält aber eine Entgelt­zahlung in gleicher Höhe vom Arbeitgeber. Diese wird hinterher vom Staat erstattet. Dieser Anspruch auf Ent­schädigung ist in Paragraf 56 des Infektions­schutz­gesetz geregelt.

Zum Urlaub­nehmen während der Quarantäne-Zeit kann der Arbeitgeber seinen Mitarbeiter nicht zwingen. Dies könne höchstens einvernehmlich vereinbart werden, sagt Rechtsanwältin Oberthür.

Bei Wissen über Quarantäne entfällt Entschädigung

Ob ein Arbeit­nehmer die Ent­schädigung über den Arbeitgeber ausgezahlt bekommt, hängt also grund­sätzlich davon ab, ob das Reiseziel schon vor Antritt der Reise als ein Gebiet eingestuft wurde, das bei Rückkehr eine Quarantäne nach sich zieht.

Bei einer vermeid­baren Reise in ein solches Gebiet entfällt die Ent­schädigung. „Maßgeblich ist das Datum der Abfahrt“, so Oberthür.

Wer sich bewusst für ein Risiko­gebiet entscheidet, könnte gegen die Treue­pflicht gegenüber dem Arbeitgeber verstoßen, so die Fach­anwältin für Arbeits­recht. Der Arbeits­ausfall durch die Quarantäne nach der Rückkehr ist dann bei Abfahrt bereits abzusehen.

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Arbeitgeber darf Reisen nicht verbieten

Verbieten darf der Arbeitgeber das Reisen in ein Risiko­gebiet beziehungs­weise Virus­varianten­gebiet nach Meinung von Nathalie Oberthür allerdings nicht. Die Arbeits­rechts­expertin sieht hierfür keine Rechts­grundlage, auch wenn die Situation derzeit strittig ist.

Eine aktuelle Übersicht über die internationalen Risiko­gebiete findet sich auf der Website des Robert-Koch-Instituts.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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