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Versicherungsrecht | 14.12.2016

Berufs­unfähigkeits­versicherung

Berufs­unfähigkeit: Wissen, worauf es bei der Berufs­unfähigkeits­versicherung ankommt

Ratgeber zum Thema Berufs­unfähigkeits­versicherung

Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kann, dem drohen finanzielle Probleme. Hilfe bietet die Berufs­unfähigkeits­versicherung (BU). Doch worauf muss man achten? Welche Klauseln sind nötig im Vertrag und welche nicht?

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Berufs­unfähigkeit ist ein Schicksal, das viele Menschen trifft. „Statistisch gesehen wird derzeit jeder vierte Arbeit­nehmer vor dem Erreichen des Renten­alters berufsunfähig“, erklärt Simon Frost vom Gesamt­verband der Deutschen Versicherungs­wirtschaft (GDV). Das Problem: Die staatliche Unterstützung fällt in einem solchen Fall eher gering aus. Nach Angaben der Deutschen Renten­versicherung Bund bezogen 2015 knapp 1,8 Millionen Menschen eine Erwerbs­minderungs­rente. Im Durchschnitt bekamen sie 731 Euro im Monat. Die Berufs­unfähigkeitsv­ersicherung (BU) sichert dieses finanzielle Risiko ab.

Berufsunfähigkeitsversicherungen sind reine Risikoversicherungen

Wichtig zu beachten: Berufs­unfähigkeitsv­ersicherungen sind reine Risiko­versicherungen. Das Geld wird nicht angespart. Wenn es nicht zur Berufs­unfähigkeit kommt, ist es weg. Doch einige Versicherungen bieten auch Kombi-Produkte an. „Die Kombination mit einer Risiko­lebens­versicherung kann gut sein“, erklärt Beate-Kathrin Bextermöller von der Stiftung Warentest. „Es gibt Anbieter, die diese Kombination günstiger kalkulieren als den selbstständigen Berufs­unfähigkeits­schutz.“

Verbraucher sollten auf Flexibilität achten

Vor der Kombination einer Kapital­lebens­versicherung mit einer BU rät Elke Weidenbach von der Verbraucher­zentrale Nordrhein-Westfalen aber ab: „Diese Kombination macht das Gesamt­produkt unflexibel und vor allem teuer.“ Versichern und Sparen sollten voneinander getrennt werden. Häufig ist eine selbstständige Berufs­unfähigkeitsv­ersicherung die beste Wahl. Die Verträge sind durch den Konkurrenz­druck in den vergangenen Jahren immer kunden­freundlicher geworden.

Nicht fehlen sollte in dem Vertrag der Verzicht auf die sogenannte abstrakte Verweisung

„Ohne diesen Verzicht von Seiten der Versicherungs­gesellschaft, bekommt man die Berufs­unfähigkeits­rente erst, wenn man neben dem eigenen Beruf auch keine vergleichbare Tätigkeit mehr ausüben kann“, erklärt Bianca Boss vom Bund der Versicherten. Ob der Versicherte dann tatsächlich eine Anstellung in dem Verweisungs­beruf fände, sei dabei unerheblich. Damit liegt das Risiko arbeitslos zu werden beim Versicherten, warnt Biance Boss vom Bund der Versicherten. Vgl. ausführlich: Was bedeutet „abstrakte Verweisung“ in meiner Berufsunfähigkeitsversicherung?

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Wichtig ist auch der Prognosezeitraum

Er sollte auf sechs Monate verkürzt sein. „Das bedeutet, dass die Berufs­unfähigkeits­rente schon gezahlt wird, wenn der Arzt eine Berufs­unfähigkeits­dauer von voraussichtlich sechs Monaten vorhersagt“, sagt Bianca Boss vom Bund der Versicherten. In frühen Verträgen war häufig ein Prognose­zeitraum von drei Jahren angegeben. Da ein Arzt aber schlechter die kommenden drei Jahre als die nächsten sechs Monate einschätzen kann, ist es mit einem geringeren Prognose­zeitraum leichter seine Rente ausbezahlt zu bekommen.

Für gute Versicherungsbedingungen gilt

„Kann nicht sofort fest­gestellt werden, ob der Versicherte berufsunfähig ist oder nicht, wartet der Versicherer sechs Monate mit der Renten­zahlung. Wird weitere Berufs­unfähigkeit attestiert, zahlt er rückwirkend ab Beginn der Berufs­unfähigkeit“, erklärt Waren­testerin Beate-Kathrin Bextermöller.

Dynamisierung für eine steigende Berufsunfähigkeitsrente

Eine heute vereinbarte Rente verliert durch die Inflation im Laufe der Jahre an Kaufkraft. Dem kann mit einer Beitrags- oder Renten­dynamik im Vertrag entgegen gewirkt werden. Mit einer Dynamik steigt die versicherte Rente jährlich um beispiels­weise zwei, drei oder fünf Prozent. Das Problem dabei: Die Prämien steigen mit.

Und das nicht etwa im Gleichklang, warnen Verbraucher­schützer: „Die Prämien bei einer Renten­dynamik steigen deutlich stärker, denn die Prämie für jeden Dynamisierungs­schritt wird wie bei einem Neu­abschluss teurer, je älter Sie sind“, sagt Elke Weidenbach von der Verbraucher­zentrale Nordrhein-Westfalen. Zwar können die Versicherten zwei Dynamisierungs­schritte ablehnen, beim dritten Mal allerdings wird die Dynamisierung komplett gestoppt. Ab dem 45.Geburtstag sollte jede Dynamisierung geprüft werden.

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Erhöhung der Berufsunfähigkeitsrente durch Nachversicherungsgarantie

Eine andere Möglichkeit die Berufs­unfähigkeitsr­ente zu erhöhen ist die Nach­versicherungs­garantie. Steht eine solche Zusicherung in dem Vertrag, kann die Berufs­unfähigkeitsr­ente gegen einen Aufpreis bei bestimmten Ereignissen angepasst werden, ohne dass die Versicherung eine erneute Gesundheits­prüfung verlangt. „Zu solchen Ereignissen gehören zum Beispiel Heirat, Geburt, ein Immobilien­erwerb oder die Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit“, sagt Bianca Boss vom Bund der Versicherten.

Berufsunfähigkeitsrente sollte rund 75 bis 80 Prozent des Nettoeinkommens betragen

Wie teuer eine Berufs­unfähigkeits­versicherung ist, hängt unter anderem von der monatlichen Rentenhöhe ab. Simon Frost vom Gesamt­verband der Deutschen Versicherungs­wirtschaft (GDV) sagt: „Als Faustformel gilt: Die monatliche Berufs­unfähigkeitsr­ente sollte rund 75 bis 80 Prozent des Netto­einkommens betragen.“ Das allerdings kann bei bestimmten Berufen schnell mehr als 100 Euro im Monat kosten. Denn auch der Beruf spielt bei der Beitrags­kalkulation eine Rolle, ebenso wie das Einstiegs­alter, gesundheitliche Risiken und Hobbys. Es ist auch wichtig, sich früh abzusichern: Denn je jünger man in die BU eintritt, desto geringer fallen die Beiträge aus, weil man meist noch gesünder ist.

Siehe auch:

Quelle: dpa/DAWR/ab
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