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Internetrecht und Verbraucherrecht | 21.11.2017

Einkaufen per Sprach­befehl

Bestellungen per Sprach­assistenten: Funktion bei Amazons Alexa nach Registrierung bereits aktiv

Wie Nutzer sich gegen ungewollte Käufe schützen können

Sprach­assistenten wie Alexa sollen Nutzern Arbeit abnehmen - auch beim Bestellen von Produkten. Mancher fürchtet aber, dass dann ein unbedachter Satz gleich eine Bestellung auslöst. Wie können Nutzer dabei auf Nummer sicher gehen?

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Einkaufen per Sprach­befehl - das klingt zunächst praktisch. Mancher dürfte bei Sprach­assistenten wie Amazons Alexa aber befürchten, dass er künftig schon mit einem Satz wie „Oh, das hätte ich gern!“ unabsichtlich etwas bestellt. So einfach passiert das zwar nicht. Wer ein Gerät mit Alexa in Betrieb nimmt, kann es sicherheits­halber allerdings gegen ungewollte Käufe per Sprach­kommando schützen. Wichtig dabei zu wissen: Die Funktion, bei der sich über Sprach­befehle Dinge bei Amazon kaufen lassen, ist ab der Registrierung des Geräts aktiv.

Sprachkauf-Option kann deaktiviert werden

Amazon bietet zum Absichern die Option, Käufe erst nach Eingabe eines vierstelligen Codes zu akzeptieren. Diesen können Nutzer in den Einstellungen der Alexa-App auf ihrem Smartphone aktivieren. Dort lässt sich die Sprachkauf-Option auch gänzlich abschalten. Aus Sicherheits­gründen sollte dieser Code für keine anderen Konten oder Dienste genutzt werden.

Der Google Assistent hingegen kann in Deutschland noch nicht zum Bestellen verwendet werden.

Unabhängig vom Bestellen per Sprach­assistent gilt allgemein, dass ein Kaufvertrag auch mündlich geschlossen werden kann. „Das passiert täglich tausendfach, etwa beim morgendlichen Brötchen­kauf“, erklärt Lars Eckhoff, Rechtsanwalt bei der Wirtschafts­kanzlei CMS Hasche Sigle. Beim digitalen Sprach­befehls­kauf werde es aber etwas komplizierter.

Ausschluss von ungewollten Käufen

Der Gesetzgeber habe für Verträge im elektronischen Geschäfts­verkehr spezielle Regeln aufgestellt. „In Online-Shops gelten besondere Anforderungen an den Bestell­ablauf. Vor allem darf nur der bewusste Klick auf einen Jetzt-kaufen-Button zu einem verbindlichen Vertrag führen“, erläutert Eckhoff. „Für den Kauf per Sprach­befehl werden die Anbieter solcher Lösungen schon im eigenen Interesse auf eine trans­parente Gestaltung Wert legen, so dass die schlichte Aussage „Das hätte ich gerne!“ nicht zu einem Vertrag führt“, erwartet er.

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Anmeldung und Registrierung vor den ersten Kauf

In der Regel würden sich Nutzer vor dem ersten Kauf per Sprach­befehl für den jeweiligen Dienst registrieren und dabei auch die AGB akzeptieren müssen. Diese würden auch darüber aufklären, wie genau der Sprachkauf jeweils funktioniert und wie irrtümliche Aussagen korrigiert werden könnten.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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