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Arbeitsrecht | 15.03.2016

Vorstrafen

Bewerber darf Vorstrafen im Vorstellungs­gespräch verschweigen

Bewerber dürfen nach Fragen zu Vorstrafen im Zweifel sogar lügen

Bewerber müssen von sich aus im Vorstellungs­gespräch nicht auf Vorstrafen hinweisen. Allerdings darf der Arbeitgeber in Einzel­fällen danach fragen. Darauf weist Pauline Moritz hin, Anwältin für Arbeits­recht in Köln.

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Arbeitgeber darf sich nur in Einzelfällen nach Vorstrafen erkundigen

Grund­sätzlich darf ein Arbeitgeber sich nur nach Vorstrafen erkundigen, die im polizeilichen Führungs­zeugnis auftauchen. Das sind alle Ver­urteilungen, die im Bundes­zentral­register gespeichert werden. Das ist in der Regel ab 90 Tages­sätzen der Fall. Außerdem muss es einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen der Vorstrafe und dem Arbeits­platz geben. So darf der Arbeitgeber etwa einen Bewerber für einen Arbeits­platz in der Bank nach Vermögens­delikten befragen, ein Bewerber für eine Stelle als LKW-Fahrer muss sich Fragen zu Straßen­verkehrs­delikten gefallen lassen.

In allen anderen Fällen brauchen Bewerber auf die Frage nach Vorstrafen nicht zu antworten, wenn der Personaler sie stellt. Sie dürfen im Zweifel sogar lügen, wenn sie sonst befürchten, die Stelle nicht zu bekommen.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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