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Reiserecht und Verbraucherrecht | 15.06.2021

Reise­warnungen

Bundes­regierung hebt Reise­warnung für Corona-Risiko­gebiete auf

Reisen in Corona-Risiko­gebiete ab 1. Juli wieder möglich

Trotz stark sinkender Infektions­zahlen in Europa rät die Bundes­regierung bisher noch generell von Urlaubs­reisen ins Ausland ab. In drei Wochen soll sich das ändern - kurz nach Beginn der Sommer­ferien.

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Nach mehr als einem Jahr hebt die Bundes­regierung die Reise­warnung für touris­tische Reisen in Corona-Risiko­gebiete am 1. Juli auf. Das betrifft derzeit fast 100 Staaten weltweit ganz oder teilweise, darunter zum Beispiel die Nachbar­länder Frankreich, Niederlande, Dänemark und Belgien. „Nach langen Monaten des Lockdowns dürfen wir uns auf mehr Normalität freuen, das gilt auch für das Reisen“, erklärte Außen­minister Heiko Maas (SPD) die Ent­scheidung am Freitag. Die Ankündigung erfolgt eine Woche bevor die Sommer­ferien in den ersten Bundes­ländern beginnen. Die Neuregelung tritt aber erst danach in Kraft.

Die Bundes­regierung rät ab 1. Juli auch nicht mehr generell von touristischen Reisen ins Ausland ab. Für EU-Länder sowie Island, Liechten­stein, Norwegen und die Schweiz, die nicht mehr als Risiko­gebiet eingestuft sind, wird künftig in den Reise­hinweisen des Aus­wärtigen Amts nur noch „um besondere Vorsicht gebeten“. Das betrifft zum Beispiel Italien, große Teile Spaniens und ab kommenden Sonntag auch ganz Österreich.

Reisewarnung nur noch für etwa 40 Länder

Die Neuregelung ist ein weiterer großer Schritt in Richtung Normalisierung des Reise­verkehrs angesichts der zumindest in Europa abflauenden Corona-Pandemie. Maas hatte zu Beginn der Pandemie am 17. März 2020 eine weltweite Reise­warnung für Touristen ausgesprochen.

Hintergrund war, dass damals viele Urlauber wegen der plötzl­ichen Kappung von Flug­verbindungen im Ausland gestrandet waren und in einem beispiellosen Kraftakt nach Deutschland zurück­geholt werden mussten.

Im September wurde die Warnung dann auf Corona-Risiko­gebiete mit einer Infektions­zahl von mehr als 50 pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen beschränkt.

Jetzt wird die Regelung nochmals deutlich gelockert. Ab dem 1. Juli wird die Reise­warnung erst ab einer Inzidenz von 200 gelten und für Gebiete, in denen sich gefährliche Virus­varianten stark verbreitet haben. Das sind weltweit nur etwa 40 von insgesamt rund 200 Ländern.

In Europa gibt es solche Gebiete fast gar nicht mehr. Nur Großb­ritannien ist derzeit noch als Virus­varianten­gebiet eingestuft.

Maas: Keine Einladung zur Sorglosigkeit

Eine Reise­warnung des Aus­wärtigen Amts soll vor allem abschreckende Wirkung haben. Vor Corona wurde sie nur für Kriegs- und Krisen­gebiete wie Syrien, Jemen oder den Gaza-Streifen ausgesprochen. Die generelle Reise­warnung für Touristen war ein bisher einmaliger Schritt. Die praktischen Auswirkungen sind aber begrenzt. Urlaubern ermöglicht die Reise­warnung vor allem eine kostenlose Stornierung von Buchungen.

Maas verbindet mit der Änderung ein klares Signal an Sommer­urlauber. „Mit dem Sommer kehren Hoffnung und Zuversicht nach Deutschland zurück“, sagte er. Der SPD-Politiker betonte aber auch, dass es keine Einladung zur Sorglosigkeit sei. „Reisen mit Vernunft und Augenmaß, das ist das Motto dieses Sommers. Die Gefahr durch das Virus und seine Mutanten ist noch lange nicht gebannt.“

Der Tourismus­beauftragte der Bundes­regierung, Thomas Bareiß, bezeichnete die Aufhebung der generellen Reise­warnung für Risiko­gebiete als wichtige Botschaft für die Reise­branche. „Die Stigmatisierung des Reise­verkehrs wird damit endlich zurück­geführt.“

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Österreich ab Sonntag kein Risikogebiet mehr

Die Zahl der Risiko­gebiete in Europa wird am Sonntag noch einmal deutlich gesenkt. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab bekannt, dass dann ganz Österreich sowie Teile Griechen­lands, Kroatiens und der Schweiz von der Risikoliste gestrichen werden. Wer aus diesen Gebieten auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig keinerlei Einreise­beschränkungen wegen Corona mehr beachten.

Österreichs Bundes­kanzler Sebastian Kurz freute sich über den Schritt. „Die Ent­scheidung der deutschen Regierung ist ein wichtiges Signal für die bevorstehende Sommer­saison im Tourismus“, sagte er.

Für die meisten österr­eichischen Bundes­länder war die Einstufung als Risiko­gebiet für Reisende aus Deutschland bereits vor einer Woche aufgehoben worden. Ab Sonntag gilt das auch für die noch ausstehenden Länder Vorarlberg und Tirol, das beliebteste Reiseziel der Deutschen in dem Alpenland.

Wer aus Deutschland nach Österreich einreist, muss allerdings auch weiterhin einen negativen Antigen- oder PCR-Test vorweisen können. Davon ausgenommen ist, wer eine Impfung nachweisen kann oder bereits an Corona erkrankt und genesen ist.

Auch USA und Kanada „Risikofrei“

Auch die Urlaubs­inseln Madeira in Portugal und Zypern sowie zwölf weitere Länder auf dem Balkan, in Osteuropa, Asien und Nordamerika werden von der Risikoliste gestrichen, darunter die USA und Kanada.

In diesen beiden Ländern gilt aber nach wie vor eine Einreise­sperre für Deutsche, die nicht dort leben. Außerdem sind folgende Staaten ab Sonntag keine Risiko­gebiete mehr: Armenien, Aserbaidschan, Bosnien, Kosovo, Libanon, Moldau, Montenegro, Nordmazedonien, Serbien und die Ukraine. Hinzu kommen zwei Regionen in Norwegen.

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EU lockert ebenfalls Reiseregeln

Die EU-Staaten bemühen sich unterdessen darum, die Reiseregeln gemeinsam weiter zu lockern. Am Freitag vereinbarte Leitlinien sehen vor, Regionen künftig erst bei deutlich höheren Inzidenz­zahlen als Risiko­gebiet einzustufen. Dies soll dazu führen, dass weniger Menschen unter strenge Test- und Quarantäne­auflagen fallen und innerhalb der EU wieder mehr gereist werden kann. Geimpfte und Genesene sollen zudem in der Regel einheitlich gar keine Reise­beschränkungen zu befürchten haben.

Nach der Einigung sollen Gebiete zum Beispiel nur noch dann als „rotes“ Corona-Risiko­gebiet ausgewiesen werden, die in den 14 Tagen zuvor zwischen 200 und 500 neue Fälle pro 100 000 Einwohner gemeldet haben - oder zwischen 75 und 200 bei einem Anteil positiver Corona-Tests von über 4 Prozent. Früher hatten die unteren Grenzwerte noch bei 50 beziehungs­weise 150 gelegen.

Inwieweit die einzelnen Mitglied­staaten die Regelung umsetzen, ist aber unklar. Aus Regierungs­kreisen in Berlin hieß es, dass aktuell keine Änderungen der deutschen Kriterien für die Einstufung von Risiko­gebieten geplant sei.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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