wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Arbeitsrecht und Sozialrecht | 24.03.2020

Corona-Krise

Corona-Hilfen und Zuschüsse für Selbstständige

Was Selbstständige jetzt tun können

Selbstständige sind besonders von den wirtschaftlichen Auswirkungen durch Corona betroffen. Ihnen brechen massenweise Aufträge weg. Was können sie jetzt tun?

Werbung

Boutiquen müssen schließen, geplante Caterings fallen aus, Sprachkurse und Coachings werden abgesagt: Die Corona-Krise trifft viele Selbstständige besonders hart. Was können Betroffene tun?

Liquiditätsplan erstellen

Das Bundes­kabinett hat mehrere Schutz­schirme und umfangreiche Rechts­änderungen beschlossen. Im Schnell­verfahren sollen auch Bundestag und Bundesrat zustimmen.

Schritt eins sei es für Selbstständige jetzt, einen Liquiditäts­plan zu erstellen, rät Andreas Lutz, Vorsitzender im Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland (VGSD): „Was geht ein, was geht raus und wie lange kann ich ohne Aufträge überleben?“ Auf diese Weise müssten betroffene Selbstständige jetzt versuchen, ihre Konto­auszüge für die kommenden Monate voraus­zuplanen.

Die Ausgaben im Blick behalten

Wichtig sei für Selbstständige auch, zu prüfen, welche laufenden Ausgaben sich senken oder aussetzen lassen. „Viele Selbstständige haben Büroräume, Praxen, Laden­flächen oder etwa einen Pkw. Dafür laufen die Miete und Leasingrate weiter“, sagt Andreas Lutz, Vorsitzender im Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland (VGSD). Er rät Selbstständigen mit dem Vermieter zu sprechen, und die aktuelle Situation zu erklären: „Vielleicht lässt der Vermieter mit sich reden und setzt die Miete für einige Zeit aus.“

Wer von der Krise unmittelbar betroffen ist, sollte außerdem seine Sozial­versicherungs­beiträge anpassen lassen. Gesetzliche Kranken­kassen setzen die Beiträge für freiwillig Versicherte herab, wenn ein Antrag darauf gestellt wird, erklärt die Gewerk­schaft Verdi. „Es gibt Kranken­kassen, die den Beitrag bei entsprechendem Nachweis sogar vorüberg­ehend auf Null senken“, sagt Andreas Lutz, Vorsitzender im Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland (VGSD).

Die Künstler­sozialkasse KSK bietet ihren Versicherten auf ihrer Website zum Beispiel an, bei Auftrags­stornierungen jederzeit die geänderte Einkommens­erwartung zu melden. „Was Selbstständige nicht tun sollten: Einfach keine Beiträge bezahlen“, mahnt Andreas Lutz, Vorsitzender im Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland (VGSD). Außerdem sei es wichtig, jeden Monat neu anzurufen und die Kranken­kasse auf dem Laufenden zu halten.

Betroffene Selbstständige sollten Lutz zufolge außerdem aufgrund der anstehenden Verluste beim zuständigen Finanzamt ihre Voraus­zahlungen herabsetzen oder ganz aussetzen lassen.

Werbung

Geschäftsmodell prüfen

Selbstständige, deren Veranstaltungen und Termine abgesagt wurden oder deren Läden geschlossen bleiben müssen, können jetzt überlegen: Wie kann ich meine Leistungen erbringen? „Wichtig ist, da jetzt in den Notfall­modus zu schalten“, sagt Andreas Lutz, Vorsitzender im Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland (VGSD).

Es brauche Kreativität, um neue Umsätze zu generieren - zum Beispiel, indem man das Geschäft, sofern möglich, ins Digitale verlagert oder sich neue Aufgaben sucht, die langfristig mit Einnahmen verbunden sind. „Da bieten sich aktuell auch Chancen, und das ist am Ende auch wichtig für die Psyche.“ Andreas Lutz, Vorsitzender im Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland (VGSD) zufolge gibt es jetzt an vielen Stellen Bedarf nach Unterstützung, den es zu erkennen und zu bedienen gilt.

Überbrückungskredit beantragen

Ein unbegrenztes Sonder-Kredit­programm der KfW ist unterdessen an den Start gegangen. Für Unternehmen, Selbstständige und Frei­berufler sollen vereinfachte Zugangs­bedingungen und Konditionen für Kredite gelten. Für einen Antrag wenden sich Unternehmer an ihre Hausbank beziehungs­weise an ihren Finanzierungs­partner. Details zu den bislang drei Förder­programmen sind auf der KfW-Website zu finden.

Wer darüber nachdenkt einen Kredit in Anspruch zu nehmen, sollte sich laut Lutz zuvor beraten lassen. Ohnehin seien die Chancen auf einen Kredit für viele Solo-Selbst­ständige aber gering. „Vor dem Anruf bei der Bank sollte ich dann aber Rück­sprache halten, etwa mit einem erfahrenen Gründungs­berater“, empfiehlt Andreas Lutz, Vorsitzender im Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland (VGSD).

Auch Gunter Haake vom Referat Selbstständige der Verdi sieht Kredite kritisch - besonders für Menschen mit geringen Verdiensten. „Damit verschiebt sich die Liquiditäts­problematik“, sagt er. Betroffene seien dann nach der Krise doppelt belastet, wenn sie für ihren Lebens­unterhalt aufkommen müssen und gleich­zeitig den Kredit zurück­zahlen müssen - „das ist oft keine ideale Lösung.“

Werbung

Zuschüsse beantragen

Das beschlossene Hilfspaket sieht für Angehörige der Freien Berufe und Solo-Selbst­ständige direkte Zuschüsse vor, zeigen gemeinsame Angaben des Bundes­ministeriums für Wirtschaft und Energie und des Bundes­finanz­ministeriums. Unternehmer mit bis zu fünf Beschäftigten sollen bis 9000 Euro Einmal­zahlung für drei Monate erhalten. Bis zu 15.000 Euro sind es für Unternehmer mit bis zu 10 Beschäftigten.

Selbstständige können bereits aktiv werden. Andreas Lutz, Vorsitzender im Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland (VGSD) rät, alles im Detail zu dokumentieren: Welche Kunden oder Klienten sagen wann ab, was geht verloren, wie hoch sind die Beträge? „Wenn man das vorbereitet, kann man es dann direkt ausdrucken und mitschicken, wenn es darum geht, Hilfen zu beantragen.“

Sobald klar ist, welche Hilfs­angebote in Frage kommen, sollte man laut Andreas Lutz, Vorsitzender im Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland (VGSD) schnell reagieren: „Der Antrag soll ja nicht ganz unten im Stapel liegen, das muss dann auch erst einmal alles abgearbeitet werden.“ Außerdem empfiehlt er, sich tages­aktuell zu informieren, etwa auf den Webseiten der für die Hilfen verantwortlichen Organisationen und Behörden.

Der VGSD pflegt eine Linkliste mit Infos für Selbstständige zum Thema Corona. „Es lohnt sich auch, seine Erfahrungen, zum Beispiel mit dem Ausfüllen von Formularen, dann mit anderen zu teilen“, so Andreas Lutz, Vorsitzender im Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland (VGSD). Das Referat Selbstständige von Verdi informiert in einem FAQ.

Darüber hinaus haben die Bundes­länder eigene Schutz­schirme ins Leben gerufen. Bei Auftrags­ausfällen bietet nach Verdi-Informationen schon Bayern konkret Hilfen an. Unter anderem in Hamburg, Bremen und Berlin wurden erste Eckpunkte eines Schutz­schirms vorgestellt.

Sozialleistungen beantragen

Wer als Solo-Selbst­ständiger auf Antrag in der Arbeitslosen­versicherung ist, kann Arbeitslosengeld I beantragen. Selbstständige, die Anspruch auf diese Leistung haben, sollten den Antrag aktuell aber nur dann stellen, wenn sie sich bereits jetzt absehbar für längere Zeit in existenz­bedrohlichen Situationen befinden, rät Verdi-Experte Haake.

Denn: Die Zahlung von Arbeitslosengeld ist für Selbstständige derzeit auf zwei Aus­zahlungen begrenzt, informiert Verdi. „Wer noch ungefähr hinkommt, sollte noch ein paar Tage abwarten und sich informieren, wie die Hilfsfonds aussehen werden“, rät Verdi-Experte Haake.

Selbstständige ohne freiwillige Arbeitslosen­versicherung bekommen Arbeitslosengeld II. Das Arbeits­ministerium hat hierfür erleichterte Zugänge angekündigt. Selbstständige können laut Verdi-Experte Haake auch prüfen, ob sie die Bedingungen für Wohngeld erfüllen.

Insolvenz prüfen

Wer sehr schlimm betroffen ist, sollte sich auch über eine mögliche Insolvenz informieren. Solo-Selbst­ständige haften in voller Höhe mit ihrem Privat­vermögen. Inhaber einer GmbH sollten aber auf ihre Melde­pflichten gucken und Schulden melden, damit ihr Privat­vermögen im Falle einer Insolvenz geschützt bleibt.

Quelle: dpa/DAWR/ab
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 5 (max. 5)  -  2 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#7325

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d7325
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!