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Steuerrecht | 25.06.2020

Steuer­klassen­wechsel

Corona-Krise: Mehr Kurz­arbeiter­geld dank Steuer­klassen­wechsel

Für die Höhe des Nettolohns ist die Lohnsteuer­klasse mit­entscheidend

Kurz­arbeiter­geld soll finanzielle Einbußen durch die Corona-Krise abfedern. Wer weiß, dass sein Arbeitgeber bald Kurzarbeit anmeldet, kann die Höhe der Leistung in bestimmten Fällen noch optimieren.

Arbeit­nehmer, die in der Corona-Krise absehbar von Kurzarbeit betroffen sind, sollten einen eventuellen Wechsel ihrer Steuer­klasse prüfen. „Die Höhe des Kurz­arbeiter­geldes hängt zum einen davon ab, ob jemand Kinder hat und zum anderen von der Höhe des Nettolohns“, erklärt Erich Nöll, Geschäfts­führer beim Bundes­verband Lohn­steuerhilfe­vereine in Berlin. Für die Höhe des Nettolohns wiederum ist die Lohnsteuer­klasse mit­entscheidend.

Ehepartner können Steuerklasse wechseln

Ehegatten können also durch den recht­zeitigen Wechsel der Steuer­klasse das Kurz­arbeiter­geld erhöhen. „Rein rechnerisch ist es für die Höhe des Kurz­arbeiter­geldes am günstigsten, wenn man die Steuer­klasse III hat“, sagt Erich Nöll, Geschäfts­führer beim Bundes­verband Lohn­steuerhilfe­vereine in Berlin.

Allerdings müssen auch die Folgen beim Ehegatten betrachtet werden. Ist dieser der Haupt­verdiener und wechselt von der Steuer­klasse III in Steuer­klasse V, weil der Ehegatte von Kurzarbeit bedroht oder schon in Kurzarbeit ist, bedeutet das auch, dass der Nettolohn des Haupt­verdieners erstmal erheblich sinkt. „Da sollte vorher mal durch­gerechnet werden, ob man mit dem geringeren Netto des Haupt­verdieners trotz des höheren Kurz­arbeiter­geldes noch zurechtkommt“, warnt Erich Nöll, Geschäfts­führer beim Bundes­verband Lohn­steuerhilfe­vereine in Berlin.

Außerdem hätte der Haupt­verdiener einen erheblichen finanziellen Nachteil, sollte er selbst mit der ungünstigeren Steuer­klasse V arbeitslos werden. „Alternativ ist deshalb auch ein Wechsel in die Steuer­klasse IV oder IV mit Faktor in Betracht zu ziehen“, rät Erich Nöll, Geschäfts­führer beim Bundes­verband Lohn­steuerhilfe­vereine in Berlin.

Kinderfreibetrag kann sich lohnen

Das Kurz­arbeiter­geld beträgt die ersten drei Monate 60 Prozent beziehungs­weise 67 Prozent des ausgefallenen Netto­entgeltes. Um den erhöhten Satz von 67 Prozent zu erhalten, ist es erforderlich, dass zumindest ein halber Kinder­freibetrag bei den elektronischen Lohnsteuer­abzugs­merkmalen (früher Lohnsteuer­karte) hinterlegt ist.

Sollte das nicht der Fall sein, kann dies nachgeholt werden. „Allerdings wirkt sich eine Ver­änderung beim Kinder­freibetrag und bei der Lohnsteuer­klasse immer erst für die Zukunft ab dem auf die Änderung folgenden Monat und nicht rückwirkend aus“, erklärt Erich Nöll, Geschäfts­führer beim Bundes­verband Lohn­steuerhilfe­vereine in Berlin.

Der zunächst für den Haupt­verdiener ungünstige Steuer­klassen­wechsel in Steuer­klasse V gleicht sich nach der Abgabe der Steuer­erklärung wieder aus - denn für die aufs Jahr bezogene Gesamt­steuer­belastung von Ehegatten spielt die Lohnsteuer­klasse keine Rolle.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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