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Reiserecht und Verbraucherrecht | 02.10.2020

Urlaub

Corona-Pandemie: Ganz Belgien und fast ganz Frankreich Corona-Risiko­gebiet

Robert Koch-Institut aktualisierte seine Risikoliste

Eine Region nach der anderen in Europa wird zum Corona-Risiko­gebiet erklärt. Die möglichen Urlaubs­ziele im Ausland schwinden. Daran ändert auch das Ende der pauschalen Reise­warnung für 160 Länder außerhalb der EU nichts.

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Die Bundes­regierung hat ganz Belgien, Island und einzelne Regionen in neun weiteren europäischen Ländern wegen steigender Infektions­zahlen zu Corona-Risiko­gebieten erklärt. Das Robert Koch-Institut aktualisierte seine Risikoliste, auf der nun mit Wales und Nordirland erstmals auch Gebiete Großbritanniens stehen.

Fast ganz Frankreich und Belgien Risikogebiet

In Frankreich kamen die Regionen Pays de la Loire und Burgund (Bourgogne) hinzu. Damit ist im größten Nachbarland Deutschlands nur noch die einst besonders stark von der Pandemie betroffene Grenzregion Grand Est von der Einstufung als Risiko­gebiet ausgenommen.

In Belgien war zuletzt nur die Hauptstadt Brüssel als Risiko­gebiet geführt worden. Die Ausweitung auf das ganze Land betrifft nun auch Grenz­regionen zu Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Erstmals nahm die Bundes­regierung Gebiete in den beiden baltischen Staaten Litauen und Estland auf die Risikoliste. Außerdem kamen Regionen in Irland, Kroatien, Slowenien, Ungarn und Rumänien hinzu.

Reisewarung: Rückkehrer müssen sich testen lassen und Quarantäne

Für alle neuen Risiko­gebiete in Europa sprach das Auswärtige Amt Reise­warnungen für Touristen aus. Sie sind zwar kein Reiseverbot, sollen aber eine möglichst große abschreckende Wirkung auf Touristen haben. Das Gute für den Urlauber: Er kann eine bereits gebuchte Reise stornieren, wenn sein Ziel zum Risiko­gebiet erklärt wird. Das Schlechte: Rückkehrer aus den Risiko­gebieten müssen sich testen lassen und in Quarantäne, bis das Ergebnis da ist. Ab 15. Oktober soll der Test frühestens fünf Tage nach Rückkehr erfolgen. Das kann dann insgesamt eine knappe Woche Quarantäne bedeuten.

In der belgischen Grenzregion zu Deutschland sorgte die Ent­scheidung der Bundes­regierung daher für Unverständnis. „Der europäische Alltag hier in der Grenzregion wurde massiv eingeschränkt“, sagte der Minister­präsident der deutsch­sprachigen Gemein­schaft, Oliver Paasch, der dpa. Die „europäische Selbst­verständlichkeit“ sei eingegrenzt worden. Man fühle sich in die „unselige Zeit“ zwischen März und Mitte Juni zurück­versetzt.

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Ausnahmen von der Quarantäne

Für Berufs­pendler, aber auch für private Kurzbesuche etwa zum Einkaufen sind allerdings Ausnahmen von der Quarantäne vorgesehen. „Für Ein- und Ausreisen aus Risiko­gebieten wird es einheitliche Regelungen in ganz Deutschland geben“, betonte die rheinland-pfälzische Minister­präsidentin Malu Dreyer (SPD) am Donnerstag. Dies sehe die neue Verordnung des Bundes für die Quarantäne­regelungen vor.

Fast gleich­zeitig mit den neuen Reise­warnungen in Europa wurde die pauschale Reise­warnung für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union und des grenz­kontroll­freien Schengen-Raums aufgehoben. Damit wird nun jedes Land der Welt einzeln bewertet. Wer glaubt, dass damit Fernreisen wieder deutlich einfacher werden, täuscht sich aber - für den Urlauber ändert sich kaum etwas.

Künftig gibt es drei Kategorien von Ländern:

  • Reise­warnung: Sie wird nur noch für die Länder ausgesprochen, die den Grenzwert von 50 Neu­infektionen auf 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschreiten. Das gilt derzeit für 123 Länder ganz und für 15 teilweise.
  • „Reise­warnung LIGHT“: Für etwa 50 weitere Länder wird unabhängig von der Infektions­lage von Reisen abgeraten. Der Grund: Dort gelten noch Einreise­beschränkungen oder eine Ausreise­sperre in die EU. Zu dieser Staaten­gruppe gehört beispiels­weise das beliebte Winter­urlaubsland Thailand, wo es kaum Corona-Infektionen gibt, aber ausländische Touristen auch draußen bleiben müssen.
  • KEINE WARNUNG: Unter dem Strich bleiben dann nicht mehr viele Länder übrig, für die weder vor Reisen gewarnt noch von ihnen abgeraten wird - vor allem weil derzeit in Europa alle paar Tage neue Reise­warnungen hinzukommen. So sind inzwischen in der EU nur noch neun der 26 Partner­länder Deutschlands ganz ohne Risiko­gebiet und Reise­warnung.

Immerhin sind ein paar beliebte Urlaubs­ziele dabei: Italien, Griechen­land, Zypern und Malta. Außerhalb Europas sind es nur Georgien und Tunesien. Zudem gibt es für die türkischen Urlaubs­gebiete am Mittelmeer seit mehreren Wochen eine Ausnahme­regelung.

Die weltweite pauschale Reise­warnung wegen der Corona-Pandemie war am 17. März von Bundes­außen­minister Heiko Maas (SPD) ausgesprochen worden, nachdem zahlreiche Grenzen geschlossen und Flug­verbindungen gekappt worden waren und Zehn­tausende Deutsche im Ausland festhingen.

Bereits am 15. Juni war die Regelung für die meisten europäischen Länder wieder aufgehoben worden. Jetzt entfällt sie ganz.

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Große Unsicherheit bleibt

Die Reise­branche begrüßt das zwar grund­sätzlich, kritisiert aber, dass sich für den Urlauber faktisch nichts ändert. „Was bleibt, ist eine große Unsicherheit bei allen Beteiligten darüber, was geht und was nicht geht. Das ist für unsere Wirtschaft existenz­bedrohend“, sagte der Präsident des Deutschen Reise­verbandes (DRV), Norbert Fiebig. „Die Reise­wirtschaft steht ohne Ware da, denn für den Winter gibt es derzeit kaum etwas, was verkauft werden kann. Und schon jetzt liegen die Umsätze lediglich bei einem Viertel der Vorjahres­umsätze. Besserung nicht in Sicht.“

Fiebig forderte, die Reise­hinweise noch detail­lierter zu gestalten und auch innerhalb einzelner Regionen zu differenzieren. „Vor Reisen auf alle Kanarischen Inseln zu warnen, wenn lediglich eine der sieben Inseln den kritischen Grenzwert übersteigt, ist (...) in keiner Weise sachgerecht oder maßvoll, sondern ganz im Gegenteil absurd.“

Es gibt auch gute Nachrichten

Bei allen Hiobs­botschaften über steigende Infektions­zahlen und neue Reise­warnungen gibt es übrigens auch gute Nachrichten: Für Freiburg (Fribourg) in der Schweiz sowie die kroatischen Urlaubs­ziele Zadar und Sibenik-Knin wurde der Status als Risiko­gebiet aufgehoben.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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