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Reiserecht und Verbraucherrecht | 06.10.2020

Urlaub

Corona-Pandemie: Storno-Recht bei Herkunft aus Risiko­gebiet innerhalb Deutschlands?

Für eine kostenlosen oder doch kosten­pflichtigen Stornierung kommt es auf die Corona-Regelung an

Zum Urlaubsort fahren, um dort in eine Quarantäne zu müssen: Was widersinnig klingt, ist in Teilen Deutschlands angesichts von Corona gerade geltende Vorschrift. Kommt man da noch ohne Kosten raus?

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Touristen aus Corona-Risiko­gebieten innerhalb Deutschlands können auf Kosten sitzen bleiben, wenn sie aufgrund von Quarantäne­vorschriften eine Reise zu einem Ziel in Deutschland nicht antreten. Möglich ist, dass sie das Geld für die Unterkunft dann nicht zurück­bekommen.

Beherbergungsverbot oder Quarantänevorschrift?

Bei der Frage nach einer kostenlosen oder doch kosten­pflichtigen Stornierung der Unterkunft kommt es laut dem Reiserechtler Paul Degott aus Hannover auf die genaue Corona-Regelung an. Falls Gäste aus Risiko­gebieten überhaupt nicht beherbergt werden dürften, sei die Reise schlicht nicht möglich: „Die Folge ist, dass der Mietvertrag damit beendet ist“. Das angezahlte Geld wird dem Gast zurück­gezahlt.

Anders sieht es allerdings aus, wenn die Anreise und Unter­bringung weiterhin möglich sind, weil es nur eine Quarantäne­vorschrift am Reiseziel gibt, aber kein Beherbergungs­verbot. Dann müsse der Gast auch zahlen, sofern keine kostenlose Stornierung mehr möglich ist, erklärt Degott. Möglich sei dann aber unter Umständen eine kulante Regelung mit dem Hotel oder Anbieter des Ferien­hauses zu suchen.

Quarantäne ist „nicht im Sinne des Urlaubs“

So argumentiert auch der Hotel­verband Deutschland (IHA). Im Fall Schleswig-Holsteins etwa kann ein Hotel aktuell weiterhin seine Leistungen anbieten. Dort müssen Urlauber aus Risiko­gebieten 14 Tage lang in Quarantäne oder zwei negative Corona-Tests - wobei einer dieser Tests frühestens fünf Tage nach der Einreise in Schleswig-Holstein gemacht werden darf. Die Beherbergung von Urlaubern an sich ist aber nicht verboten.

Es stehe Urlaubern frei, trotz Corona-Verordnung anzureisen und die Quarantäne­zeit im Hotel zu verbringen. „Dass das nicht Sinn des Urlaubs ist, ist unbestritten“, so der Verband. Rein juristisch liege die Ernennung einer Region zum Risiko­gebiet aber in der persönlichen Risiko­sphäre des jeweiligen Reisenden und nicht des Hotels - und der Reisende habe bei Nicht­antritt die entsprechenden Kosten zu tragen. Natürlich stehe es jedem Hotelier offen, aus Kulanz eine kostenlose Stornierung oder eine Gutschrift zu gewähren.

Urlauber sollten außerdem stets bedenken, dass die landes­rechtlichen Vorschriften voneinander abweichen können. Was in Schleswig-Holstein gilt, muss in einem anderen Bundesland nicht genauso gelten.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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