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Mietrecht und Sozialrecht | 18.05.2020

Wohngeld

Corona-Pandemie: Vereinfachtes Verfahren für Zuschuss von Wohngeld

Wohngeld seit Januar 2020 gestiegen

Haushalte mit geringem Einkommen können Wohngeld beantragen. Der Zuschuss wurde im Januar 2020 erhöht und das Verfahren in der Corona-Krise vielerorts vereinfacht.

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Wer knapp bei Kasse ist, kann unter bestimmten Voraus­setzungen Wohngeld beantragen. Den staatlichen Zuschuss für Wohnraum erhalten Mieter, deren monatliches Gesamt­einkommen unter einer bestimmten Einkommens­grenze liegt.

Wohngeld auch für einkommensschwache Eigentümer

„Auch einkommens­schwache Eigentümer können für selbst­genutzten Wohnraum Wohngeld in Form eines sogenannten Lasten­zuschusses erhalten“, sagt Jutta Hartmann vom Deutschen Mieterbund.

Keinen Anspruch auf Wohngeld haben Bezieher von Sozialhilfe, Arbeitslosengeld II oder BAföG - deren Wohnkosten werden bereits im Rahmen der Leistungen berücksichtigt.

Erhöhter Zuschuss seit Januar 2020

Wohngeld-Berechtigte haben nach Angaben der Stiftung Warentest in den vergangenen Jahren im Schnitt 150 Euro pro Monat als staatlichen Zuschuss bekommen.

Seit Januar 2020 ist das Wohngeld durchschnittlich um 30 Prozent gestiegen. Laut Jutta Hartmann vom Deutschen Mieterbund kletterte der durchschnittliche Zuschuss für Mieter im Zwei-Personen-Haushalt von 145 Euro auf 190 Euro.

Die genaue Höhe des Wohngeldes hängt von mehreren Faktoren ab. Basis für die Berechnung ist das Haushalts­gesamt­einkommen, die Miete und die Anzahl der Haushalts­mitglieder.

Im Wohngeld­gesetz sind Obergrenzen für die Miete verankert. So zählt nicht die tatsächliche Miete, stattdessen gibt es sieben Mieten­stufen. Mietenstufe VII heißt etwa: Die durch­schnittlichen Mieten sind extrem hoch - womit auch die zu berücks­ichtigende Miete hoch ist. Das Bundes­innen­ministerium stellt hierzu einen Online-Rechner zur Verfügung.

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Den Antrag frühzeitig stellen

Wer Anspruch auf Wohngeld hat, stellt einen Antrag. Entsprechende Formulare gibt es auf den Webseiten der zuständigen Stelle - etwa der Gemeinde-, Stadt-, Amts- oder Kreis­verwaltung. Wichtig zu wissen: „Ein Wohngeld-Antrag ist rückwirkend nicht möglich“, betont Jutta Hartmann vom Deutschen Mieterbund. Den Antrag also so früh wie möglich zu stellen, ist wichtig.

Generell wird Wohngeld ab dem Monat, in dem der Antrag gestellt wurde, gewährt. „In der Regel fließt der staatliche Zuschuss für zwölf Monate“, sagt Jutta Hartmann vom Deutschen Mieterbund. Dann ist ein neuer Antrag nötig.

Wer Wohngeld weiter beziehen möchtet, sollte den Antrag möglichst rund zwei Monate vor dem Ende des Bewilligungs­zeitraums einreichen. „So ist es wahrscheinlicher, dass die Wohngeld-Stelle ausreichend Zeit hat, das Anliegen zu prüfen und die Leistung ohne eine Unter­brechung weiter fließt“, sagt Axel Gedaschko, Präsident des Bundes­verbandes der deutschen Wohnungs- und Immobilien­unternehmen GdW.

Vereinfachtes Verfahren in Corona-Zeiten

Angesichts der Corona-Krise hat das Bundes­innen­ministerium die Wohngeld-Stellen angewiesen, das Procedere zu vereinfachen. „Derzeit können Berechtigte bereits bei vielen Wohngeld-Stellen einen Antrag formlos per E-Mail oder Telefon stellen“, sagt Axel Gedaschko, Präsident des Bundes­verbandes der deutschen Wohnungs- und Immobilien­unternehmen GdW. Um eine schnelle Entscheidung zu ermöglichen, verzichtet die Behörde bei Erst­antragsstellern darauf, deren Vermögen und die Wohnungs­größe zu prüfen.

Sonst müssen Bürger mit dem Antrag Nachweise einreichen: etwa eine Miet­bescheinigung, die der Vermieter ausfüllt, Kopien des Miet­vertrags, des Personalaus­weises und der Melde­bestätigung sowie Kopien der Verdienst­bescheinigung, des Ausbildungs- oder Arbeits­vertrags oder Lohn­abrechnungen.

„Je nach familiärer und finanzieller Situation können in normalen Zeiten weitere Unterlagen wie etwa ein Steuer­bescheid oder Unterhalts­nachweise nötig sein“, erklärt Axel Gedaschko, Präsident des Bundes­verbandes der deutschen Wohnungs- und Immobilien­unternehmen GdW. Aktuell sollten wegen der Pandemie die Nachweise „auf das für die Wohn­geld­berechnung zwingend Notwendige beschränkt werden“.

Beschäftigte in Kurzarbeit müssen ihre Verdienst­bescheinigung einreichen oder Informationen, die darauf schließen lassen, wie viel Kurz­arbeiter­geld sie beziehen.

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Länger Wohngeld beziehen und bei triftigen Gründen mehr bekommen

„Wer bereits Wohngeld bezieht, muss in der jetzigen Pandemie-Zeit keinen neuen Antrag stellen“, erklärt Axel Gedaschko, Präsident des Bundes­verbandes der deutschen Wohnungs- und Immobilien­unternehmen GdW. Wohngeld­stellen können Bürgern, die ein konstantes Einkommen haben und erneut einen Antrag stellen, die Leistung nun bis zu 18 Monaten bewilligen. Das trifft beispiels­weise auf Rentner zu.

Innerhalb des Bewilligungs­zeitraums können Wohngeld-Berechtigte einen höheren staatlichen Zuschuss beantragen. Dafür müssen sie triftige Gründe haben. Ein Beispiel wäre, dass sich durch die Geburt eines Kindes die Anzahl der Familien­mitglieder im Haushalt erhöht. Oder ein weiteres Familien­mitglied in die Wohnung zieht.

Höheres Wohngeld können Bezieher auch beantragen, wenn die Mietkosten innerhalb des Bewilligungs­zeitraums um mehr als 15 Prozent steigen oder das Gesamt­einkommen sich - aus welchen Gründen auch immer - um mehr als 15 Prozent verringert.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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