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Arbeitsrecht | 25.11.2020

Selbst­isolation

Corona-Schutz: Vor Weihnachten selbst isolieren

Was für Arbeit­nehmer gilt

Für Arbeit­nehmer kann es zu einer Heraus­forderung werden, vor Weihnachten ihre Kontakte zu reduzieren. Aus rechtlicher Sicht ist meist nur das möglich, was mit dem Arbeitgeber abgesprochen wird.

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Wer Weihnachten mit Freunden und der erweiterten Familie samt Großeltern, Geschwistern, Neffen und Nichten verbringen möchte, sollte sich vorher möglichst mehrere Tage selbst isolieren. So lautet wenige Wochen vor dem Fest eine Corona-Empfehlung. Für Berufstätige, die nicht ohnehin zu Hause arbeiten, kann das mitunter aber schwierig werden. Welche Möglichkeiten haben Arbeit­nehmer?

Im Homeoffice arbeiten

„Ein Anspruch auf Homeoffice besteht nicht“, erklärt Nathalie Oberthür, Fach­anwältin für Arbeits­recht in Köln. Hier ist immer eine Vereinbarung mit dem Arbeitgeber erforderlich. Auch durch eine Empfehlung der Bundes­länder, sich vor Weihnachten möglichst in eine mehrtägige häusliche Selbst­quarantäne zu begeben, würden keine entsprechenden Ansprüche gegen den Arbeitgeber begründet, erklärt Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeits­recht in Berlin.

Bredereck rät Arbeit­nehmern unter Verweis auf diese Empfehlung das Gespräch mit dem Arbeitgeber zu suchen. Die Eindämmung des Infektions­geschehens sei letztlich in beiderseitigem Interesse.

Urlaub nehmen

Wer noch Urlaubstage übrig hat, kann sich vor und nach Weihnachten vielleicht freinehmen, um Kontakte bei der und auf dem Weg zur Arbeit zu vermeiden. Ausnahmen gelten aber, wenn dringende betrieb­liche Gründe oder Urlaubs­wünsche anderer Arbeit­nehmer mit dem persönlichen Urlaubs­wunsch kollidieren sollten. Wer Urlaub bekommt, holt sich am besten eine schriftliche Bestätigung ein. „Eine mündliche Zusage genügt, ist im Streitfall aber nur schwer nachweisbar. Ein abgezeichneter Urlaubs­antrag ist daher besser“, erklärt Oberthür.

Unbezahlten Urlaub nehmen oder Überstunden abbauen

Unbezahlter Urlaub ist nur im Ein­vernehmen mit dem Arbeitgeber möglich, erklärt Oberthür. Wer Über­stunden angesammelt hat, muss prüfen, was zwischen Arbeitgeber und Arbeit­nehmer dazu vereinbart wurde. Es kann sein, dass entweder der Arbeitgeber oder eben der Arbeit­nehmer selbst bestimmen darf, ob Über­stunden in Freizeit ausgeglichen oder ausbezahlt werden. „Gibt es keine Vereinbarung, entscheidet der Arbeitgeber“, so Oberthür.

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Betriebsferien

Der Arbeitgeber kann Betriebs­urlaub grund­sätzlich anordnen, Arbeit­nehmer müssten dann ihre Urlaubstage dafür einsetzen. „Wenn kein Urlaub mehr übrig ist, muss der Arbeitgeber die Möglichkeit zur Arbeit geben oder die freien Tage bezahlen“, sagt Oberthür.

Arbeit­gebern können Betriebs­ferien noch in diesem Jahr zudem nicht mit dem Urlaubs­anspruch aus dem nächsten Urlaubsjahr verrechnen, erklärt Bredereck. Selbst wenn die Arbeit­nehmer damit einverstanden wären, würde der Urlaubs­anspruch für 2021 also nicht verbraucht.

Für eine Selbstisolation krank melden?

„Wenn ich wirklich krank bin, kein Problem“, so Bredereck. Dagegen könne eine vor­getäuschte Arbeits­unfähigkeit ein Grund für eine Abmahnung oder sogar eine - eventuell fristlose - Kündigung sein. „Auch wenn der Arbeitgeber zunächst nicht reagiert, ein solches Verhalten rächt sich irgendwann bestimmt“, mahnt der Fachanwalt.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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