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Reiserecht und Verbraucherrecht | 29.03.2021

Coronatest

Corona: Was die neue Testpflicht für Flug­reisende bedeutet

Was Reisende dazu wissen müssen

Ein Coronatest vor der Rückreise mit dem Flugzeug nach Deutschland wird Pflicht - und zwar für jedes Reiseziel im Ausland. Welche Folgen hat die Hau­ruck-Entscheidung für Urlauber?

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Die generelle Testpflicht für Einreisen nach Deutschland mit dem Flugzeug wirft viele Fragen auf - nicht nur für Urlauber auf Mallorca. Die Vorschrift soll in der Nacht von Montag zu Dienstag in Kraft treten.

Welche Corona-Tests sind anerkannt?

Die Zulässigkeit der Tests richtet sich nach Angaben des Bundes­gesundheits­ministeriums nach einer Liste, die das Robert Koch-Institut (RKI) führt und veröffentlicht. Anerkannt sind demnach Verfahren wie PCR, LAMP und TMA, aber auch Antigen-Tests, die bestimmte Mindest­kriterien erfüllen.

Muss ich mich selbst um den Test kümmern?

Grund­sätzlich ja, allerdings mit Unterstützung. Airlines und Reise­veranstalter arbeiteten mit Hochdruck an der entsprechenden Logistik, um Reisenden zusätzliche Test­möglichkeiten vor dem Rückflug anzubieten, teilte der Deutsche Reise­verband (DRV) mit.

Tui-Sprecher Aage Dünhaupt bestätigte: „Wir organisieren die Tests und geben unseren Kunden Hilfes­tellung.“ Auf Mallorca würden die Gäste in den Hotels getestet. „Wenn jemand positiv getestet wird, dann fährt er gar nicht erst mit dem Bus zum Flughafen.“ Darüber hinaus gebe es Ver­einbarungen mit Kliniken auf der Insel, die Tests anbieten. Man wolle auch den Flughafen in Palma entlasten.

Die Veranstalter DER Touristik und FTI kümmern sich nach eigenen Angaben ebenfalls um die Organisation der Tests. Auch die Fluggesellschaften können Hilfes­tellung geben. „Wir werden nicht selbst testen, aber darüber informieren, wo vor Ort Testlabore aufzufinden sind. Um den Test muss sich der Kunde eigen­verantwortlich kümmern“, sagte eine Sprecherin der Lufthansa auf Anfrage.

Die neue Test­vorschrift gilt allerdings nicht nur für Mallorca. Schwieriger gestaltet sich das Testen an den Fernreise­zielen, die bereits für den Tourismus geöffnet sind, wie aus der Reise­branche zu hören ist. Das betrifft zum Beispiel Kuba und die Malediven.

In Ziel­ländern, die als Hochrisiko- und Virus­varianten-Gebiete eingestuft sind, müssen Reisende allerdings ohnehin schon vor der Rückreise einen Corona-Test machen. FTI verweist hier zum Beispiel auf das Emirat Dubai, das über die Osterferien gut gebucht sei.

So mahnt auch der Bundes­verband der Deutschen Luft­verkehrs­wirtschaft: „Nicht an allen weltweiten Destinationen stehen den Passagieren ausreichende Test­kapazitäten und Test­infrastrukturen zur Verfügung.“ Hier müssten dringend Ausnahme­möglichkeiten geregelt werden. „Sonst bleiben Passagiere im Ausland zurück.“ Ein Vorschlag lautet, Reisende doch erst nach Ankunft in Deutschland testen zu lassen.

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Muss ich den Test selbst bezahlen?

In der Regel trägt die oder der Reisende die Kosten. „Die Tests zahlen die Gäste selber“, sagte Tui-Sprecher Dünhaupt. In den Hotels auf Mallorca lägen die Kosten für den Antigen-Test bei etwa 30 bis 40 Euro. FTI gibt die Kosten auf Mallorca mit 30 Euro an. DER Touristik übernimmt die Kosten für den Test nur dann, wenn ein Kunde zwischen 16. bis 22. März eine Flug­pauschal­reise nach Mallorca für den Reise­zeitraum 27. März bis 30. April gebucht hat.

Muss ich bei einem positiven Test die Quarantäne-Kosten zahlen?

Ein positiver Corona-Test am Urlaubsort mit all seinen Folgen zählt nach Ansicht des Reise­rechtlers Paul Degott aus Hannover zum allgemeinen Lebens­risiko. Es gilt nichts anderes als etwa bei einem Beinbruch oder jeder sonstigen Erkrankung. Das heißt: Kosten, die hieraus entstehen, hat zunächst einmal der Reisende zu tragen.

Der DRV bestätigt: Sollten Gäste vor dem Rückflug positiv getestet werden, gelten die infektions­schutz­rechtlichen Bestimmungen des jeweiligen Landes. „In der Regel trägt der Reisende die dafür entstehenden Kosten selbst.“

Viele Veranstalter bieten für diesen Fall spezielle Corona-Ver­sicherungen an. Bei Tui etwa greift bei einem positiven Test die Reise­versicherung „Covid Protect“. Diese Absicherung übernimmt die Kosten für den Quarantäne-Aufenthalt im Hotel und die Umbuchung der Rückreise. Für alle Tui-Kunden ist diese Versicherung bereits automatisch im Reisepreis inkludiert.

DER Touristik bietet ein sogenanntes Sicher-Super-Sorglos-Paket, das bei einem positiven Corona-Test greift. Im Falle einer Quarantäne übernimmt der Veranstalter Kosten in Höhe von bis zu 3500 Euro.

Bei FTI galt die Kosten­übernahme durch den Veranstalter bislang nur in der Türkei, nun aber auch in einigen anderen Ländern - unter anderem auf den Kanaren, in Italien, in Ägypten und Marokko. Dann werden Kosten der Unterkunft und die Verpflegung bei Quarantäne übernommen.

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Wann hilft hier eine Auslandsreisekrankenversicherung?

Die Auslands­reise­kranken­versicherung bietet Versicherungs­schutz bei Unfällen und Erkrankungen, die während der Reise auftreten, erklärt der Verband der Privaten Kranken­versicherung (PKV). Sie erstattet nur die Kosten für Behandlungen oder Medikamente, die vor Reise­antritt nicht zu erwarten waren. Das schließt auch eine Covid-19-Erkrankung im Urlaub ein.

Reisende sollten sich im Vorfeld genau mit den Leistungen ihrer Auslands­reise­kranken­versicherung auseinandersetzen. Bei Unsicher­heiten ist es sinnvoll, sich direkt mit dem Versicherungs­unternehmen in Verbindung zu setzen.

Wichtig: Die meisten Allgemeinen Versicherungs­bedingungen schließen eine Leistung aus, wenn für das Land eine Reise­warnung vorliegt. Befinden sich Reisende bereits in einem Land, für das plötzlich eine neue Reise­warnung ausgesprochen wird, hat das hingegen keinen Einfluss auf den Versicherungs­schutz.

Kann der Rückflug am Ende der Reise wegen eines positiven Tests nicht angetreten werden, kommt die Versicherung nicht für eine Flug­umbuchung auf. Mit­versichert sind Rück­transporte in die Heimat nur dann, wenn sie medizinisch notwendig oder medizinisch sinnvoll sind. Dies wird im Falle einer Corona-Erkrankung überprüft. Ist die medizinische Notwendigkeit erkennbar, werden Tarif­leistungen für den Rück­transport übernommen.

Was, wenn ich fälschlicherweise positiv getestet wurde?

Nach Angaben der Tui wird bei einem positiven Antigen-Test noch ein PCR-Test nach­geschoben, um ganz sicher zu gehen. Es sei daher ratsam, den Test möglichst früh zu machen - wobei man im Zeitfenster von frühestens 48 Stunden vor Abflug bleiben muss.

DER Touristik erklärt: Sollten Gäste erst am Flughafen getestet werden und positiv sein, so erfolgt ein PCR Test. Diesen organisiere die jeweilige Teststation. „Wir befördern unsere Reisegäste in einem speziell darauf aus­gerichtetes Fahrzeug in das Covid-Hotel.“ Dazu sei ein telefonisches Betreuungs­programm mit Experten aufgelegt worden.

Kann ich meinen Urlaub wegen der Vorschrift kostenlos absagen?

Rechtlich ist das Neuland, also können sich Reisende darauf nicht verlassen. Generell gilt für Pauschal­reisen: Ein Rücktritt ohne Storno­gebühren ist möglich, wenn unvermeid­bare, außergewöhnliche Umständen vorliegen, die den Urlaub erheblich beeinträchtigen. Aber gilt das auch in diesem Fall? „Darüber kann man streiten“, sagt Paul Degott. Gerichts­urteile gibt es dazu noch nicht. Urlauber gehen also das Risiko ein, hohe Storno­gebühren zahlen zu müssen, wenn sie ihre Pauschal­reise jetzt kurzerhand absagen.

Individual­reisende haben ohnehin weniger Rechte. Für sie gilt: Solange die Airline den Flug durchführt, fallen für die Stornierung des Tickets die üblichen Kosten an - abzüglich Steuern und Gebühren.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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