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Datenschutz und Verbraucherrecht | 22.04.2021

Impfpass

Covid-19-Impfung: Keine Bilder von Impfpass posten

Schon der Erwerb sei Betrug und damit eine Straftat

In sozialen Medien sieht man die Fotos immer wieder. Gelbes Papier, weißer Kleber, Stempel, Unterschrift - dazu ein freudiger Text. Doch solche Impfpass-Postings lässt man lieber. Aus zwei Gründen.

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Auch wenn die Freude groß ist und man alle daran teilhaben lassen möchte: Bilder des Eintrags der Covid-19-Impfung im Impfpass sollte man nicht in sozialen Netzwerken teilen. Zum einen könnte das Kriminellen in die Karten spielen, die anhand daraus ersichtlicher Informationen wie der Chargen­nummer oder dem Stempel gefälschte Impfpässe herstellen oder die Infos auf andere Art und Weise missbrauchen. Zum anderen handelt es sich schlicht um persönliche Gesundheits­daten - diese sind sensibel und sollten geschützt werden, erklärt das Bundes­gesundheits­ministerium auf Anfrage. Das gelte auch für die Daten aus dem Impfpass.

Leichtes Spiel für Datendiebe

Deutlicher wird Eugen Brysch von der Stiftung Patienten­schutz: „Niemand ist davor geschützt, dass persönliche Gesundheits­daten missbräuchlich verwendet werden. Deshalb ist bei hoch­sensiblen Daten im Netz auf Sparsamkeit und Vorsicht zu achten.“ Schließlich gehe es bei Kranken­versicherungs­karten, ärztlichen Befunden und Impfpässen um vertraulichste Informationen. „Diese haben nichts in sozialen Medien zu suchen. Datendiebe haben sonst leichtes Spiel.“

Recherchen des ARD-Magazins „Report Mainz“ hatten unlängst ein Schlaglicht auf den illegalen Handel mit gefälschten Impfpässen geworfen. Die Fälschungen, die es zu teils horrenden Preisen im Internet zu kaufen gibt, enthalten dem Bericht zufolge Einträge über Covid-19-Impfungen inklusive vermeintlich echter Aufkleber mit Chargen­nummer, Stempel und Unter­schriften.

Warnung an potenzielle Käufer

Das Deutsche Rote Kreuz als Betreiber des unter anderem betroffenen Frankfurter Impf­zentrums hat Straf­anzeige gegen unbekannt gestellt. Die Stadt Frankfurt warnte in einer Mitteilung potenzielle Käufer solcher gefälschten Impf­ausweise: Schon der Erwerb sei Betrug und damit eine Straftat.

Der auch in Deutschland verbreitete gelbe WHO-Impfausweis weise in Papierform natürlich Schwächen hinsichtlich der Fälschungs­sicherheit auf, teilt das Gesundheits­ministerium weiter mit. Ab 2022 sei für Deutschland vorgesehen, den WHO-Impfausweis in digitaler Form zu etablieren: „Auch vor dem Hintergrund einer deutlich erhöhte Fälschungs­sicherheit.“

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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