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Arbeitsrecht | 09.05.2022

Schwangerschaft

Darf der Arbeitgeber die Schwangerschaft bekannt­geben?

Welche Regeln gelten

Eine Schwangerschaft ist eine freudige Nachricht. Wer auch den Arbeitgeber früh ins Vertrauen zieht, möchte aber vielleicht nicht, dass die Info direkt überall bekannt wird.

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Arbeit­nehmerinnen sollen ihrem Arbeitgeber eine Schwangerschaft und den voraussichtlichen Entbindungs­termin mitteilen, sobald sie wissen, dass sie schwanger sind. So sieht es das Mutter­schutz­gesetz vor. Verstößt die Arbeit­nehmerin dagegen, führt das aber nicht zu Sanktionen. Wer den Arbeitgeber dennoch früh ins Vertrauen zieht, möchte unter Umständen nicht, dass der die Schwangerschaft direkt im Unternehmen weitergibt. Dürften Arbeitgeber das überhaupt?

Keine unbefugte Info an Dritte

„Im Mutter­schutz­gesetz ist festgehalten, dass der Arbeitgeber die Info über eine Schwangerschaft nicht unbefugt an Dritte weitergeben darf“, sagt Peter Meyer, Fachanwalt für Arbeits­recht in Berlin. Das schließe alle Personen ein, die nicht an der Umsetzung konkreter Schutz­maßnahmen im Zusammenhang mit dem Arbeits­platz der Schwangeren beteiligt sind.

Ausnahme bei notwendigen arbeitsrechtlichen Schutzmaßnahmen

Arbeitgeber müssen für jeden Arbeits­platz in einer Gefährdungsb­eurteilung prüfen: Was passiert, wenn eine Beschäftigte schwanger wird? „Die sich aus der Gefährdungsb­eurteilung ergebenden Schutz­maßnahmen muss der Arbeitgeber umsetzen“, so Meyer. Wer etwa in einer Zahn­arzt­praxis arbeitet, darf mit Beginn der Schwangerschaft nicht mehr am Zahnarzt­stuhl tätig sein.

Daraus ergibt sich, dass der Arbeitgeber etwa Vorgesetzte über die Schwangerschaft einer Beschäftigten informieren darf - da die Führungs­kraft die Schutz­maßnahmen ja umsetzen muss. Auch Personen aus dem Arbeits­schutz dürfen und müssen involviert werden, dazu zählen zum Beispiel Betriebs­ärzte oder Fachkräfte für Arbeits­schutz.

Bußgeld theoretisch möglich

Erzählt die Führungs­kraft aber zum Beispiel einfach im Team herum, dass eine Beschäftigte schwanger ist, obwohl sie das nicht möchte, kann dem Arbeitgeber unter Umständen sogar ein Bußgeld drohen.

Das ist laut Peter Meyer aber eher ein theoretischer Fall: „Dazu müsste eine Beschäftigte ihren Arbeitgeber bei der zuständigen Behörde anzeigen und mir sind solche Fälle nicht bekannt.“ Mit Blick auf Mutter­schutz­fristen und die bevorstehende Elternzeit sei es in der Regel ohnehin eher ratsam, sich rechtzeitig mit dem Team und der Führungs­kraft zur Schwangerschaft zu besprechen.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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