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Arbeitsrecht | 22.02.2021

Arbeits­zeugnis

Darf der Kündigungs­grund im Arbeits­zeugnis stehen?

Was zu beachten ist

Arbeits­verhältnisse enden mal auf Wunsch des Arbeit­nehmers, in anderen Fällen kündigt der Arbeitgeber. Aber gehören die Details dazu ins Arbeits­zeugnis? Ein Rechts­experte klärt auf.

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Arbeit­nehmer haben grund­sätzlich Anspruch auf ein Arbeits­zeugnis. Was darin aber genau stehen soll, ist häufig Anlass für Streit. Wie sieht es zum Beispiel mit den Gründen für das Ende eines Arbeits­verhältnisses aus?

Formelle Kriterien beim Arbeitszeugnis

Die Zeugnis­regeln sind in Paragraf 109 der Gewerbe­ordnung (GewO) festgelegt: „Das Zeugnis darf keine Merkmale oder Formulierungen enthalten, die den Zweck haben, eine andere als aus der äußeren Form oder aus dem Wortlaut ersichtliche Aussage über den Arbeit­nehmer zu treffen“, heißt es dort.

„Daraus schließt man, dass ein Zeugnis immer wohlwollend formuliert sein muss und einen Mitarbeiter nicht an seinem beruflichen Weiter­kommen behindern darf“, erklärt Peter Meyer, Fachanwalt für Arbeits­recht in Berlin.

Keine Nennung des Kündigungsgrunds ohne Einverständnis

Auf keinen Fall dürfe ein Arbeitgeber gegen den Willen des Arbeit­nehmers oder der Arbeit­nehmerin den konkreten leistungs- oder verhaltensbedingten Grund im Zeugnis aufnehmen, also warum einem Mitarbeiter oder einer Mit­arbeiterin gekündigt wurde.

Angabe des Kündigungsgrundes kann sinnvoll sein

Wird im Zeugnis aber gar keine allgemeine Begründung für das Ende des Arbeits­verhältnisses angegeben, kann das ebenfalls als Nachteil für den Arbeit­nehmer ausgelegt werden. Hat der Arbeit­nehmer selbst gekündigt, sollte ein vorteil­hafte Formulierung zum Beispiel lauten: „Das Arbeits­verhältnis endete auf Wunsch des Arbeit­nehmers.“

In Fällen betriebsbedingter Kündigungen können Arbeit­nehmer hingegen verlangen, dass das auch so ins Zeugnis aufgenommen wird - womöglich sogar mit einer weiter­führenden Erläuterung.

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Nach Einigung vor Gericht

Einigen sich die Parteien in einem Kündigungs­streit vor Gericht auf einen Vergleich, so wird das Arbeits­zeugnis laut Meyer eine Formulierung wie „Das Arbeits­verhältnis endete im beiderseitigen Ein­vernehmen“ enthalten. Dem Fachanwalt zufolge ist es ratsam, in einer Be­endigungs­verein­barung immer die genaue Formulierung zu den Gründen der Beendigung fest­zuhalten, die das Arbeits­zeugnis abschließen soll. „Daran muss sich der Arbeitgeber dann halten.“

Quelle: dpa/DAWR/ab
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