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Arbeitsrecht | 08.11.2021

Alkohol am Arbeits­platz

Darf ich am Arbeits­platz Alkohol trinken?

Grund­sätzlich gibt es in Deutschland kein allgemeines, gesetzlich geregeltes Verbot von Alkohol am Arbeits­platz

Advent, Advent, ein ... Glühwein macht den Arbeitstag gleich erträglicher, oder? Das ist zumindest in der ein oder anderen Firma üblich. Aber ist Alkohol am Arbeits­platz erlaubt?

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Es gibt Unternehmen, da läutet das Gläschen Wein am Nachmittag den kreativen Endspurt ein. Anderswo wird der Durst generell mit Bier gelöscht. Aber wie sieht es arbeits­rechtlich aus? Dürfen Arbeit­nehmerinnen und Arbeit­nehmer während der Arbeitszeit eigentlich Alkohol trinken?

Kein generelles Verbot

An sich ja. Jürgen Markowski, Fachanwalt für Arbeits­recht in Offenburg verweist aber auf eine Arbeits­schutz­vorschrift der Deutschen Gesellschaftlichen Unfall­versicherung (DGUV). Darin heißt es, dass sich Versicherte durch den Konsum von Alkohol, Drogen oder anderen be­rauschenden Mitteln nicht in einen Zustand versetzen dürfen, durch den sie sich selbst oder andere gefährden können.

Strenge Vorschriften für bestimmte Berufsgruppen

Wie Markowski erklärt, handelt sich dabei um ein „relatives Alkohol­verbot“. Es betreffe zudem nicht nur den Alkohol­konsum im Betrieb. „Vielmehr wird der Arbeit­nehmer auch sein privates Verhalten so ausrichten müssen, dass es der Vorschrift entspricht.“ Zum Beispiel, indem er nicht betrunken zur Arbeit kommt.

Strikte Ausnahmen gelten für bestimmte Berufs­gruppen: „Für Busfahrer, ist es zum Beispiel einfach vorgeschrieben, dass sie keinen Alkohol während der Arbeit trinken dürfen“, so Markowski. Hier besteht zudem die Vorschrift, mit null Promille zum Dienst anzutreten.

Absolutes Verbot nur eingeschränkt möglich

Der Arbeitgeber hat prinzipiell auch die Möglichkeit, den Alkohol­konsum am Arbeits­platz komplett zu verbieten. Das geht aber nicht in jedem Fall. Vielmehr müssen Interessen gegeneinander abgewogen werden: Die Interessen des Arbeit­gebers an der ungestörten und risiko­freien Führung des Betriebs gegen die allgemeine Handlungs­freiheit des Arbeit­nehmers, die auch die Befugnis zum maßvollen Alkohol­genuss einschließt.

Ein absolutes Alkohol­verbot ist abseits davon nach herrschender Meinung nur dann möglich, wenn Abstinenz zur Erfüllung der Arbeits­pflicht oder zur Gewähr­leistung der Sicherheit in einem Arbeits­bereich notwendig ist, so Markowski. Da, wo es einen Betriebs- oder Personalrat gibt, ist für ein solches Verbot auch Grund­sätzlich die Zustimmung der Gremien erforderlich.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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