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Verbraucherrecht und Vertragsrecht | 23.02.2016

Widerruf

Darlehens­widerruf: Was Verbraucher beim Widerruf von Kredit­verträgen beachten sollten und wie sie einen Anwalt für Darlehens­widerruf finden

Verträge sollten bei geplantem Widerruf von Experten überprüft werden

Anschluss­finanzierung, Vor­fälligkeits­entschädigung, fehlerhafte Widerrufs­belehrungen - Wer einen Kredit­vertrag vorzeitig widerrufen möchte, sollte einige Details beachten. In der derzeitigen Niedrigzins­phase ist ein Darlehens­widerruf oft sehr lohnend. Aber wo bekommt man qualifizierte Unterstützung und wo findet man einen Anwalt für Darlehens­widerruf?

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Kunden können Verträge unter bestimmten Voraus­setzungen widerrufen

Wer aus einem Immobilien­kredit vorzeitig aussteigen will, sollte sich unbedingt vorher um eine Anschluss­finanzierung kümmern. In der Regel verlangen die Kredit­institute nämlich eine Vor­fälligkeits­entschädigung. Diese kann bei einigen zehntausend Euro liegen. Ausnahme: In etlichen Fällen dürfen Kunden unter bestimmten Voraus­setzungen den Vertrag widerrufen. Akzeptiert die Bank oder Sparkasse den Widerruf, müssen Kredit­nehmer den Vertrag in der Regel innerhalb von 30 Tagen abwickeln. Das bedeutet, dass der Kunde unter Umständen die Restschuld nach der markt­üblichen Verzinsung zurück­zahlen muss. Die Bank muss dagegen die erhaltenen Raten ebenfalls inklusive einer Verzinsung zurück­erstatten.

Widerruf für Alt­verträgen bei fehler­haften Belehrungen bis 21. Juni 2016 möglich

Ein Widerruf ist je nach Alter und Art des Vertrages unter Umständen möglich - gerade wenn Geld­institute Widerrufs­belehrungen verwendet haben, die den gesetzlichen Vorgaben nicht entsprechen. Für alte Darlehns­verträge, die zwischen September 2002 und Juni 2010 geschlossen wurden, ist nach aktuellem Beschluss des Bundestages ein Widerruf noch bis zum 21. Juni 2016 möglich.

Aufsuchen eines Fachanwalts kann nützlich sein

Nach Erfahrung der Verbraucher­zentrale Bremen weigern sich einige Institute jedoch, den Kunden eine Anschluss­finanzierung anzubieten, wenn diese beispiels­weise ihr Widerrufs­recht nutzen. Daher sollte der Widerruf genau geplant werden. Es lohnt sich, den Vertrag von Experten prüfen zu lassen und sich dann gegebenenfalls einen Fachanwalt zu suchen. Anwälte, die sich bereits mit dem Thema Darlehenswiderruf beschäftigt haben, finden Sie hier im Deutschen Anwaltsregister (DAWR), wenn Sie nach Anwalt Darlehenswiderruf suchen.

Anwalts­liste: Wir haben hier im Deutschen Anwaltsregister (DAWR) eine Liste mit Rechtsanwälten zusammengestellt, an die Sie sich wenden können, wenn Sie einen Anwalt suchen, der Sie hinsichtlich Ihres Widerrufs­rechts beim Kredit­vertrag berät und der prüft, ob Sie Ihren Darlehens­vertrag rückabwickeln können (Widerrufs­joker).

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Gesetz gibt Möglichkeit zur Kündigung des Kredit­vertrages

Zusätzlich besteht laut Gesetz die Möglichkeit, einen Kredit­vertrag zu kündigen - frühestens zehn Jahre nach der vollständigen Auszahlung des Darlehens. Es gibt viele Gründe, einen laufenden Vertrag zu beenden: Eine Trennung oder Scheidung, ein Umzug aus beruflichen Gründen, eine Krankheit oder eine plötzliche Arbeits­losig­keit. Für manche können auch die derzeit niedrigen Zinsen ein Anreiz sein.

BGH muss in zwei aktuellen Fällen zum Thema Kredit­wideruf entscheiden

Der Bundes­gerichts­hof entscheidet zum Thema Widerrufs­belehrung voraussichtlich am 22. Februar 2016 in zwei Fällen (Az.:XI ZR 549/14 und XI ZR 101/15). Die Richter müssen klären, ob zwei Sparkassen, die für ihre Kunden Muster­verträge verwendet haben, diese fehlerhaft über ihr Widerrufs­recht belehrt haben.

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Quelle: dpa/DAWR/kg

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Rechtsanwalt Peter Hahn

Immobilien­darlehens

Fehlerhafte Widerrufs­belehrung: Landgericht Stuttgart verurteilt Kreis­spar­kasse Böblingen zur Rück­abwicklung eines Immobilien­darlehens

RechtsanwaltPeter Hahn

[26.08.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDas Landgericht Stuttgart hat in einem Urteil vom 22. August 2016 (Az. 29 O 266/15) die Kreis­spar­kasse Böblingen zur Rück­abwicklung eines Immobilien­darlehens verurteilt. Der Grund: Die Widerrufs­belehrung des Darlehens­vertrages vom 7. und 14. August 2008 war aus Sicht der Richterin fehlerhaft. Das Gericht hat dem Darlehens­nehmer einen Nutzungs­wertersatz von 2,5 Prozent­punkten auf die erbrachten Leistungs­raten zugesprochen.

Rechtsanwalt Dr. Peter Kennedy MacKenzie

Halber Mit­eigentums­anteil

Grundstück: Hat ein halber Mit­eigentums­anteil wirklich einen Wert von 50 % des Ganzen? Oder anders gefragt: Wer kauft schon einen hälftigen Mit­eigentums­anteil an einem Haus­grundstück?

RechtsanwaltDr. Peter Kennedy MacKenzie

[25.08.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDer Pflichtteilsberechtigte ist in mehrerlei Weise benachteiligt, unter anderem hat naturgemäß der Erbe einen erheblichen Informations­vorsprung und der Pflichtteilsberechtigte – also zum Beispiel Kinder des Erblassers, die durch das Testament aus der Erbfolge herausgenommen wurden – wird naturgemäß stets befürchten, dass er rein faktisch durch vielerlei Handlungen lebzeitig des Erblassers schon benachteiligt wurde, ohne dass dies jetzt überhaupt noch aufgeklärt und finanziell ausgeglichen werden könnte.

Rechtsanwalt Stephan Imm

Betriebskostenabrechnung

Richtige Betriebskostenabrechnung: Worauf Mieter und Vermieter bei der Betriebskostenabrechnung achten müssen

RechtsanwaltStephan Imm

[25.08.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie Betriebskostenabrechnung ist für Vermieter und Mieter ein schwieriges Thema. Der Vermieter ist bedacht darauf, die entstandenen Nebenkosten auf den Mieter umzulegen. Dabei können ihm eine Vielzahl formeller wie inhaltlicher Fehler unterlaufen, die zur Unwirksamkeit einzelner Positionen oder der gesamten Abrechnung führen. Spiegelbildlich lohnt sich für den Mieter der genaue Blick auf die Abrechnung, um solche Fehler aufzudecken und nicht mehr zu bezahlen, als gesetzlich verlangt.

Rechtsanwalt Thilo Seelbach, LL.M.

Arbeitnehmer-Rechte

Hitzefrei im Büro? Nur im Ausnahmefall

RechtsanwaltThilo Seelbach, LL.M.

[25.08.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternLaut Arbeitsstätten-Regelung soll die Temperatur in Arbeitsräumen 26 Grad Celsius nicht überschreiten. Auch wenn der Arbeitgeber bei großer Hitze zum Einschreiten verpflichtet ist: Zu viel Hoffnung auf ein Hitzefrei sollten sich Arbeitnehmer nicht machen.

Rechtsanwalt Guido Lenné

Vor­fälligkeits­entschädigung

BGH: Keine Vor­fälligkeits­entschädigung bei Kündigung durch die Bank

RechtsanwaltGuido Lenné

[24.08.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternMit Urteil vom 19.01.2016 hat der Bundes­gerichts­hof darüber entschieden, ob bei Kündigung eines Kredit­vertrages durch die Bank wegen Zahlungs­verzuges des Bankkunden, neben den Verzugs­zinsen auch noch zusätzlich eine Vor­fälligkeits­entschädigung verlangt werden darf.

Rechtsanwalt Wolfgang Eckes

Patientenverfügung

Patientenverfügung: Was ändert sich nach dem BGH-Beschluss XII ZB 61/16 vom 06.07.2016 für Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht?

RechtsanwaltWolfgang Eckes

[24.08.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternNach einer grundlegenden Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) zur Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht dürfte ein Großteil bereits bestehender Verfügungen unwirksam sein. Der BGH-Beschluss vom 06.07.2016 (Az. XII ZB 61/16) stellt konkrete Anforderungen an die Formulierung schriftlicher Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten. Betroffenen ist dringend zu raten, sich die Entscheidung genau anzusehen und ihre Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht entsprechend anzupassen.

Rechtsanwalt Peter Hahn

Immobilien­darlehens­verträge

Landgericht Stuttgart verurteilt Kreis­spar­kasse Böblingen zur Rück­abwicklung von Immobilien­darlehens­verträgen

RechtsanwaltPeter Hahn

[23.08.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDas Landgericht Stuttgart hat in einem aktuellen Urteil vom 08. August 2016 - 25 O 35/15 - die Widerrufs­belehrungen in fünf Immobilien­darlehens­verträgen der Kreis­spar­kasse Böblingen aus Januar, Oktober und November 2008 und September 2009 als fehlerhaft angesehen und einen Anspruch auf Zahlung von Nutzungs­wertersatz von 2,5 Prozent­punkten zugesprochen. Die Kläger hatten zum Zwecke der Finanzierung einer Eigentums­wohnung in Leinfelden-Echterdingen in Schweizer Franken (CHF) ausgewiesene Fremd­währungs­darlehens­verträge abgeschlossen. Sie wurden von HAHN Rechts­anwälte vertreten.

Falsch­belastung bei Sexual­delikten

Das Gina-Lisa Urteil ist richtig und gut! ... und eine schallende Ohrfeige für die beiden Bundes­minister Schwesig und Maas

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[23.08.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBis zuletzt war auch für Experten nicht absehbar, wie das Verfahren rund um das „It-Girl“ Gina-Lisa Lohfink ausgehen würde.

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d2055
 

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