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Urheberrecht | 17.11.2016

Raubkopien

Das Geschäft mit den Fälschungen: Was Verbraucher zum Thema Raubkopien wissen müssen

Wer unwissentlich eine gefälschte CD kauft, macht sich in der Regel nicht strafbar

Die neue CD macht eigentlich einen ganz normalen Eindruck. Doch dann stellt sich heraus: Sie ist eine Fälschung. Bekommen Verbraucher das mit, sind sie oft ratlos. Was tun?

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Kriminelle machen eine Menge Geld mit gefälschten CDs, DVDs oder Schall­platten. Den Künstlern und Produktions­firmen entsteht ein immenser Schaden - so wie bei dem jüngsten Fall in Baden-Württemberg, wo bis zu zwei Millionen gefälschte Platten entdeckt worden sind. Doch was müssen Verbraucher wissen, damit sie sich keine Fälschung einhandeln?

Woran lassen sich Fälschungen erkennen?

„Wenn man etwas im Laden kauft, geht man ja erstmal davon aus, dass man keine Fälschung kauft“, sagt Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht Ansgar Koreng aus Berlin. Bestimmte Siegel und Hologramme seien ein Indiz dafür, dass das Produkt echt ist. „Allerdings finden die sich eher bei Software als bei Musik-CDs.“ Kunden sollten aber auch auf die Qualität der Verpackung und den Preis achten. Ist das Produkt unverhältnismäßig günstig, kann das ein Indiz für eine Raubkopie sein.

Machen Kunden sich strafbar, wenn sie eine Fälschung kaufen?

In der Regel nicht. „Wenn man nicht erkennen kann, dass man eine Fälschung kauft, macht man sich auch nicht strafbar“, sagt Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht Ansgar Koreng. Wer im Nachhinein mitbekommt, dass er eine Fälschung gekauft hat, könne aber beim Verkäufer sein Recht auf Gewähr­leistung geltend machen und das Produkt zurück­geben - schließlich handele es sich um einen Mangel. Wer allerdings wissentlich eine Fälschung kauft, mache man sich unter Umständen der Beihilfe zur Urheber­rechts­verletzung schuldig, erklärt Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht Ansgar Koreng.

Was ist, wenn man eine gefälschte CD kauft und dann weiterverkauft?

Wer eine Raubkopie kauft und diese weiter­verkauft, macht sich strafbar, wie Rechtsanwalt Christian Solmecke aus Köln erklärt. Er hat sich unter anderem auf Urheber­recht spezialisiert. In dem Moment sei es egal, ob man wusste, dass es sich um eine Fälschung handelt oder nicht. „Da werden die meisten Verbraucher kalt erwischt“, warnt Rechtsanwalt Christian Solmecke. Denn in dem Moment haben sie auch keine Regress­ansprüche an den ursprünglichen Verkäufer mehr, falls sie sich eine Abmahnung einhandeln. „Sie bleiben auf dem Schaden sitzen und begehen eine Urheber­rechts­verletzung.“

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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