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Steuerrecht | 10.08.2017

Sanierung

Denkmal­schutz-Immobilie: Kosten der Sanierung können steuerlich geltend gemacht werden

Voraussetzung für Steuer­vergünstigung ist Bescheinigung von der Denkmal­schutz­behörde

Wer ein Baudenkmal oder ein Gebäude in einem Sanierungs­gebiet modernisiert, kann die Baukosten steuerlich geltend machen. „Voraussetzung ist, dass entsprechende Bescheinigungen der baurechtlich zuständigen Behörden vorliegen“, erklärt Uwe Rauhöft, vom Bundes­verband Lohn­steuerhilfe­vereine (BVL) in Berlin.

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„Für Gebäude in Sanierungs­gebieten muss der Steuer­pflichtige Sanierungs­auflagen erfüllen oder mit der zuständigen Gemeinde­behörde einen entsprechenden Vertrag abschließen“, erläutert Rauhöft. Für Denkmäler muss die nach Landesrecht zuständige Behörde die Baumaßn­ahmen genehmigen und bestätigen, dass sie der Erhaltung und sinnvollen Nutzung des Gebäudes dienen.

Eigennutzer können 90 Prozent der Kosten abschreiben

Eigennutzer können im Kalender­jahr des Abschlusses der Bau­maßnahme und in den folgenden neun Jahren jeweils 9 Prozent der begünstigten Baumaßn­ahmen in der Einkommen­steuer­erklärung als Sonder­ausgaben abziehen. Insgesamt werden somit 90 Prozent dieser Kosten steuerlich wirksam. Wichtig zu beachten: Eigennutzer können diese Regelung nur für ein Gebäude in Anspruch nehmen. Ehegatten können diese Regelung hingegen für zwei Gebäude beanspruchen.

Kosten für vermietete Immobilien bis zu 100 Prozent absetzbar

Bei vermieteten Immobilien können zwar grund­sätzlich sämtliche Kosten der Bau- und Sanierungs­maßnahmen steuerlich geltend gemacht werden. Handelt es sich um Herstellungs­kosten, erfolgt die Abschreibung in der Regel über einen sehr langen Zeitraum. Liegen die Voraus­setzungen für begünstigte Baumaßn­ahmen im Sanierungs­gebiet oder für ein Denkmal vor, können die Aufwendungen schneller berücksichtigt werden.

Abschreibung über 12 Jahre

Die von der zuständigen Behörde bescheinigten Baumaßn­ahmen können im Jahr der Herstellung und in den folgenden sieben Jahren zu jeweils neun Prozent steuerlich und in den folgenden vier Jahren jeweils bis zu sieben Prozent geltend gemacht werden. „In zwölf Jahren können dann die gesamten Kosten steuerlich berücksichtigt werden anstatt wie die sonst üblich über 40 bis 50 Jahre“, erläutert Rauhöft.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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