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Steuerrecht | 16.11.2016

Steuer­zahler

Der Countdown läuft: Steuer­zahler sollten ihre Unterlagen bis zum 31. Dezember ordnen

Beachtung wichtiger Stichtage kann Geld sparen

Der Countdown läuft: Nicht mehr lange und das neue Jahr beginnt. Doch bis dahin gibt es für Steuer­zahler noch einiges zu tun: Frei­beträge ausschöpfen, Belege sammeln oder Bescheinigungen bestellen. Am besten fangen Sie heute gleich an.

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Kurz vor dem Jahresende kann es noch einmal hektisch werden. Gemeint ist damit aber nicht der Einkaufs­stress vor Weihnachten. Vielmehr sollten Steuer­zahler ihre Unterlagen vor Silvester noch einmal ordnen. Wer wichtige Stichtage beachtet, kann unter Umständen Geld sparen. Sieben Tipps im Überblick:

Zulagen für die Riester-Rente sichern

Riester-Sparer bekommen staatliche Zulagen, allerdings nur auf Antrag. Darauf weist die Deutsche Renten­versicherung Bund hin. Bis zu zwei Jahre rückwirkend kann ein Antrag beim Anbieter des Riester-Vertrags eingereicht werden. Danach verfällt der Anspruch. Die Zulagen für das Jahr 2014 können somit noch bis zum 31. Dezember 2016 gesichert werden.

Einfacher geht es, wenn der Anbieter mit einem Dauer­zulagen­antrag bevollmächtigt wird, die Zulagen zu beantragen. Damit der Anbieter dies übernehmen kann, sind ihm Änderungen in den Einkommens- und Lebens­verhältnissen, etwa die Geburt eines Kindes, mitzuteilen.

Freistellungsaufträge optimieren

Sparer und Anleger haben einen Sparer­pausch­betrag von 801 Euro für Allein­stehende und 1.602 Euro für Ehepaare oder Lebens­partner. Wer mehrere Depots oder Anlage­konten hat, sollte deshalb seine Freistellungs­aufträge überprüfen und gegebenenfalls anpassen, rät der Neue Verband der Lohn­steuerhilfe­vereine (NVL).

Auch wichtig: Bis zum 15. Dezember haben Sparer Zeit, um bei Banken eine Bescheinigung über Verluste zu beantragen. Diese wird benötigt, wenn das Finanzamt Verluste bei einer Bank mit Gewinnen bei einem anderen Kredit­institut verrechnen soll.

Basisrente abschließen oder aufstocken

Mit dem Abschluss einer sogenannten Basisrente vor Jahresende können Verbraucher Steuern sparen. Wird der derzeit geltende Höchst­beitrag von 22.766 Euro eingezahlt, erkennt das Finanzamt maximal 18.668 Euro als Sonder­ausgaben an. Nach Angaben der Stiftung Warentest ist die sogenannte Rürup-Rente vor allem für Frei­berufler und Selbstständige geeignet. Sie sollten sich die Beträge aber auch dauerhaft leisten können. Denn eine Kündigung der Rürup-Rente ist meist nicht möglich.

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Handwerker beauftragen

Reparaturen, Renovierungen oder Umbauten können sich auch steuerlich auszahlen. Denn die Handwerker­leistungen können von der Steuer abgesetzt werden. Der Fiskus fördert diese Tätig­keiten bis zu einem Höchst­betrag von 6.000 Euro Arbeits­kosten pro Kalender­jahr. Steuerlich abgesetzt werden können davon 20 Prozent, also maximal 1.200 Euro pro Jahr, erklärt der Bundes­verband der Lohn­steuerhilfe­vereine (BDL). Wer noch Arbeiten erledigen will, sollte das vor dem Jahresende tun, rät der BDL. Für 2017 steht dann wieder der Höchst­betrag zur Verfügung.

Ausgaben vorziehen

Fahrtkosten, Büro­material, Computer oder Fach­literatur - solche Ausgaben erkennt das Finanzamt als Werbungs­kosten an. Grund­sätzlich werden sie unabhängig von ihrem tatsächlichen Vorliegen jährlich mit 1.000 Euro berücksichtigt, erklärt der BDL. Liegen die Ausgaben über diesem Betrag, verringert sich die Steuerlast zusätzlich.

Aufwendungen für eine Fortbildung, die erst im Jahr 2017 beginnt, können bereits in diesem Jahr die Steuerlast mindern. Die Voraus­setzungen: Die Kosten werden schon jetzt gezahlt, und der Arbeit­nehmer-Pausch­betrag von 1.000 Euro wird dadurch überschritten. Der Kauf eines Computers kurz vor Jahresende ist aber nicht unbedingt anzuraten, rät der BDL. Der Grund: Die Anschaffungs­kosten müssen hierüber mehrere Jahre verteilt werden.

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Lohnsteuerklassen prüfen

Ehepaare und eingetragene Partnerschaften sollten prüfen, ob ihre Lohnsteuer­klassen auch im nächsten Jahr optimal sind, rät der NVL. Die Kombination IV/IV bringt bei etwa gleich hohen Löhnen den geringsten laufenden Lohnsteuer­abzug. Die Kombination III/V ist bei größeren Lohn­unterschieden zu empfehlen. Bei der Kombination IV/IV plus Faktor entspricht der Lohnsteuer­abzug etwa der tatsächlichen Steuer­schuld.

Rechnet einer der Partner im kommenden Jahr mit Arbeits­losig­keit oder anderen Lohnersatz­leistungen, kann eine günstigere Steuer­klasse die Leistungen erhöhen. Änderungen können noch bis Ende Dezember beantragt werden. Allein­erziehende, die bisher die Steuer­klasse I hatten, können die günstigere Steuer­klasse II erhalten, wenn zum Haushalt keine andere erwachsene Person gehört.

Krankheitskosten sammeln

Ausgaben für die Gesundheit können sich steuerlich auswirken. Anerkannt werden vom Finanzamt etwa Ausgaben für den Zahnarzt oder für Kranken­gymnastik, für die Geburt eines Kindes oder eine Brille, erklärt die Vereinigte Lohnsteuer­hilfe (VLH). Allerdings erst, wenn die zumutbare Eigen­belastung überschritten wurde. Die ist für jeden Steuer­zahler individuell und hängt unter anderem von der Höhe des Einkommens und der Zahl der Kinder ab.

Ein Beispiel: Liegt das Einkommen bei einem kinderlosen Ehepaar bei 52.000 Euro, liegt die zumutbare Belastung bei sechs Prozent des Gesamt­betrags der Einkünfte, also knapp 3.100 Euro. Wurde diese Grenze knapp erreicht, kann es sich lohnen, Ausgaben vorzuziehen, um über die zumutbare Belastung zu kommen.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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