wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Immobilienrecht und Kaufrecht | 18.04.2017

Immobilien­auktionen

Der beste Preis gewinnt: Immobilien­kauf per Auktion

Was es dabei zu beachten gibt

Zum ersten, zum zweiten, 250.000 Euro für Nummer 10 - und schon hat die Wohnung einen neuen Eigentümer. Im engen Markt sind Immobilien­auktionen eine Möglichkeit, abseits der üblichen Pfade ein gutes Objekt zu ergattern.

Werbung

Schnäppchen können Käufer auf den freiwilligen Immobilien­auktionen selten machen. Denn anders als bei Zwangs­versteigerungen stehen die Anbieter finanziell nicht unter Druck. Im Gegenteil: Sie wollen den höchst­möglichen Marktpreis herausholen. Das Ganze ist „für Verkäufer einer Immobilie in guter Lage und Zustand interessant“ sagt Hartmut Schwarz von der Verbraucher­zentrale Bremen.

Vermarkten der Immobilie übernimmt der Auktionator

Unter den Hammer kommen Villen und Ein­familien­häuser, aber auch Eigentums­wohnungen und Grund­stücke. Häufig lassen Senioren, Erben­gemein­schaften und öffentliche Verwaltungen ihren Immobilien­besitz zu Geld machen. Das Vermarkten übernehmen Auktionatoren. Sie kommen meist aus dem Maklerjob und haben sich mit den Ver­steigerungen eine neue Variante ihres Geschäfts erschlossen. Dazu brauchen sie eine spezielle amtliche Genehmigung (§ 34b Gewerbe­ordnung).

Abläufe ähneln klassischen Verkauf

Die Abläufe im Vorfeld ähneln denen eines klassischen Verkaufs über einen Vermittler. Der Versteigerer sieht sich das Objekt an, von dem der Eigentümer sich trennen will. Er fertigt ein Wert­gutachten an und schlägt auf dessen Basis dem Eigentümer das Mindest­gebot vor. Mit diesem Preis beginnt die Auktion. Interessenten können in Raten von 200, 1000, 2500 Euro oder mehr bieten. Dafür heben sie die Hand. Auch telefonisch können sie mitbieten. Das Spiel dauert so lange, bis keiner mehr mitmacht und der Hammer fällt. Beim dritten Mal gilt der Zuschlag als erteilt. Die genauen Sprünge der Raten legt der Versteigerer fest. „Solche Hinweise entnehmen Bieter den vorab veröffentlichten Unterlagen“, sagt der in Freiburg tätige Immobilien­auktionator Hugo Sprenker.

Die Informationen über die Objekte und die Auktion müssen öffentlich zugänglich sein - Interessenten finden sie im Internet, bei den Industrie- und Handels­kammern und dem Ordnungsamt. Diese Kontrolle solle den sauberen Ablauf der Verfahren sicher­stellen, erläutert Immobilien­auktionator Hugo Sprenker. Außerdem nehmen die Behörden den Auktionator in die Pflicht, dass das Mindest­gebot werthaltig ist.

Werbung

Potenzielle Bieter sollten Besichtigungstermine wahrnehmen

Meistens gibt es vorab mehrere Besichtigungs­termine. Diese Chancen sollten potenzielle Bieter gründlich nutzen. Denn mit dem Zuschlag gilt endgültig „gekauft wie es steht und liegt, gesehen oder nicht gesehen“. Deshalb ist die Besichtigung nach Ansicht von Hartmut Schwarz von der Verbraucher­zentrale Bremen ein absolutes Muss.

Außerdem wichtig, die eigenen finanziellen Möglichkeiten zu kennen. „Über den maximalen Kaufpreis sicher sein und dann noch während der Auktion einen kühlen Kopf behalten“ gehören für Hartmut Schwarz zu den Voraus­setzungen, um eine Immobilien erfolgreich zu ersteigern. Hilfreich ist es, vor dem Auktions­termin die Finanzierung mit der Bank zu klären. Spätestens dann wissen Bieter, was sie sich leisten können, so die Erfahrungen von Sprenker.

Mit Unterschrift des Kaufvertrages und die Auflassungsvormerkung im Grundbuch ist der Kauf besiegelt

Eigentümer wird der Käufer wie beim herkömmlichen Erwerb einer Immobilie - er unterschreibt den Kaufvertrag und die Auflassungs­vormerkung im Grundbuch (vgl. Immobilien­kauf: Was ist unter Auflassung und Auflassungs­vormerkung zu verstehen?). „Wird der Zuschlag erteilt, wird meist auch sofort die notarielle Beurkundung vollzogen“, sagt Verbraucher­schützer Schwarz. Manche Auktionatoren lassen dem Erwerber aber auch eine Bedenkzeit, bevor der Vertrag beurkundet wird. Bei Immobilien­kauf­verträgen sind 14 Tage gesetzlich vorgesehenen.

Meist bezahlen Käufer und Verkäufer Auktionatoren. „Der Verkäufer zahlt in der Regel für die Dienst­leistung“, sagt Inka-Marie Storm vom Eigentümer­verband Haus & Grund Deutschland. Also etwa für die Organisation und das Wert­gutachten. Das Honorar wird individuell aus­gehandelt. Der Kosten­anteil liegt meist im einstelligen Prozent­bereich und hängt oft vom erzielten Höchstg­ebot ab. Der Käufer zahlt eine Provision in Form einer Bearbeitungs­gebühr. Ob die gemischte Honorierung bleibt, ist offen. Die SPD hat vorgeschlagen, dass künftig Immobilien­verkäufer den Makler bezahlen sollen -angelehnt an das für Miet­wohnungen geltenden Besteller­prinzip. Dieses Modell könnte auf Auktionen übertragen werden, so Inka-Marie Storm vom Eigentümer­verband Haus & Grund Deutschland.

Werbung

Immobilienauktionen sind auch im Internet etabliert

Eine Reihe von Plattformen bieten Objekte an, die wie in einem herkömmlichen Expose detailliert beschrieben sind. Auch Gebots­schritte und Zeitablauf sind angegeben. Unter der Beschreibung steht die Biet­historie - die Benutzer­namen der Bieter und ihre Gebote. Interessenten können online mitsteigern.

Die Plattformen sind häufig auf Regionen spezialisiert. Vor allem in Ost­deutschland werden zahlreiche Objekte aufgerufen. Diese klingen vielfach nach Heraus­forderungen für ambitionierte Heimwerker und Bastler: Für ein leerstehendes Häuschen, ohne Heizung und mit marodem Dach etwa 40 Kilometer von Berlin entfernt, steht das Mindest­gebot auf 5000 Euro. Immerhin verzeichnete diese Seite fast 4000 Besucher.

Eine gute Vorbereitung ist unerlässlich

Verkäufer wie Käufer sollten sich vor einer Auktion genau mit den Abläufen vertraut machen. Am besten, indem sie Ver­steigerungen besuchen. Eine gute Vorbereitung hält Immobilien­auktionator Hugo Sprenker für unerlässlich. „Es ist eine Lebens­entscheidung. Für Käufer und Verkäufer.“

Quelle: dpa/DAWR/ab
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 5 (max. 5)  -  1 Abstimmungsergebnis Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#4009

Rechtsanwalt Dr. Martin Heinzelmann

Widerrufs­joker

Darlehen der Volksbank und Sparda-Bank aus den Jahren 2010-2014 können häufig weiterhin widerrufen werden

RechtsanwaltDr. Martin Heinzelmann

[20.09.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDer Widerrufs­joker lebt und kann auch heute häufig noch wirksam gezogen werden!

Rechtsanwalt Dr. Ronny Jänig

Grundstücks­verwaltung

Die grundstücks­verwaltende Familien­gesellschaft - GbR oder KG?

RechtsanwaltDr. Ronny Jänig

[19.09.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDass das Halten von Grund­stücken mittels einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) rechtliche und steuerliche Vorteile haben kann, spricht sich mittlerweile herum. Nicht ganz so viel Aufmerksamkeit erhält die Kommandit­gesellschaft (KG), obwohl sie im Einzelfall der GbR überlegen sein kann.

Rechtsanwalt Robert Binder

Branchen­buch­abzocke

„Informations­broschüre“: Die Informations­broschüre der Pro Stadt­marketing s.r.o.

RechtsanwaltRobert Binder

[18.09.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie Pro Stadt­marketing s.r.o. bietet Gewerbe­treibenden und Frei­beruflern Werbe­anzeigen in einem Werbeobjekt namens „Informations­broschüre“ an. Um an Anzeigen­kunden zu gelangen, verschickt das Unternehmen ein Formular an potentielle Kunden oder lässt dieses über Außend­ienstm­itarbeiter verteilen.

Rechtsanwalt Guido Lenné

Widerruf

Widerruf von Darlehens­verträgen: Hanseatic Bank GmbH & Co. KG in Widerrufs­fällen vergleichs­bereit

RechtsanwaltGuido Lenné

[15.09.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternVor dem Hanseatischen Oberlandes­gericht konnte ein Vergleich mit der Hanseatic Bank GmbH & Co. KG erzielt werden.

Rechtsanwalt Dr. Ronny Jänig

Erben­gemein­schaft

Was Erben über die Erben­gemein­schaft wissen sollten

RechtsanwaltDr. Ronny Jänig

[14.09.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie Erben­gemein­schaft ist eine Zwangs­gemein­schaft. Rein kommt man ohne eigenes Zutun, raus dagegen nur schwer.

Rechtsanwalt Prof. Dr. Marco Rogert

VW-Abgas­skandal

VW-Urteils-Verhinderungs­taktik hat sensationellen Haken: Am Ende gewinnt immer der geschädigte Kunde

RechtsanwaltProf. Dr. Marco Rogert

[13.09.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternIn gleich drei gerichtlichen Verfahren wurde durch die beklagten Vertrags­händler und durch die Volkswagen AG gegen statt­gebende Urteile der Land­gerichte keine Berufungen mehr eingelegt. Auf Nachfrage von verschiedenen Medien­vertretern ließ die Volkswagen AG mitteilen, dass es sich um Einzel­fälle handele und die Hürde der Klage­erhebung aufrechterhalten bleibe.

Rechtsanwalt Robert Binder

Branchen­buch­abzocke

Achtung: Adress­änderung der BIZ-ZONE d.o.o.

RechtsanwaltRobert Binder

[12.09.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie BIZ-ZONE d.o.o. ist erneut umgezogen und findet sich neuerdings unter einer neuen Anschrift.

Ewiges Widerspruchs­recht

Widersprechen statt kündigen: Erfolgreicher Widerspruch einer Lebens­versicherung bei Clerical Medical

RechtsanwaltKarl-Heinz Steffens

[11.09.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternFonds­policen von Clerical Medical haben Anlegern viele Sorgen bereitet. Hohe Kosten und eine magere Rendite lassen die Verzinsung der Lebens­versicherung enttäuschend erscheinen. Mit einem Widerruf der Lebens­versicherungs-Police lässt sich das Ergebnis häufig einigermaßen retten. Denn zumindest die Kosten bekommt der Versicherte dann zurück.

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d4009
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!