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Steuerrecht | 19.07.2018

Dienst­fahrräder

Die Alternative zum Dienstwagen: Dienst­fahrräder bei privater Nutzung versteuern

Seit Ende 2012 gilt das Dienstwagen-Privileg auch für Fahrräder

Auf dem Weg zur Arbeit nicht mit dem Auto im Stau stehen, sondern mit dem Fahrrad vorbei­sausen: Das bringt Pendlern nicht nur einen Zeitvorteil, sie tun auch etwas für ihre Gesundheit. Bei einem Dienst­fahrrad muss steuerlich allerdings einiges beachtet werden.

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Ein gutes Fahrrad ist nicht ganz billig, erst recht, wenn es ein Rennrad oder E-Bike sein soll. Günstiger wird es, wenn der Arbeitgeber das Rad für seinen Beschäftigten besorgt. Anschaffungs- sowie laufende Kosten oder auch Leasing-Raten kann das Unternehmen in dem Fall als Betriebs­ausgaben absetzen.

Dienstwagenregeln gelten auch für Fahrräder

Steuerlich ist das Dienst­fahrrad dem Dienstauto seit dem Jahr 2012 gleichgestellt. Das bedeutet, dass der Arbeit­nehmer etwa mit einem Elektrorad zur Arbeit fahren und in seiner Freizeit ins Grüne radeln kann.

„Für die private Nutzung müssen Arbeit­nehmer beim Dienstrad wie beim Dienstwagen auch ein Prozent des Listen­preises als geldwerten Vorteil versteuern“, sagt Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler Deutschland. Dabei wird die Brutto­neupreis­empfehlung auf volle 100 Euro abgerundet.

Ein Beispiel:

Der Arbeitgeber stellt seinem Beschäftigten ein Pedelec mit einer Geschwindigkeit bis 25 Stunden­kilometer zur Verfügung. Der Neupreis liegt bei 2000 Euro. Das sind für den Arbeit­nehmer monatlich 20 Euro (ein Prozent von 2000 Euro) als geldwerter Vorteil auf sein Gehalt obendrauf. Dieser Betrag muss versteuert werden, Sozial­versicherung wird darauf ebenfalls fällig. Dafür darf der Beschäftigte das Rad auch privat nutzen - und es auch seinen Angehörigen überlassen.

Statt der Ein-Prozent-Pauschale kann der Arbeit­nehmer auch ein Fahrtenbuch führen. Dann müssen alle Kosten rund ums Fahrrad aufgeschrieben und die privat gefahrenen Kilometer heraus­gerechnet werden. „Die Fahrtenbuch-Variante ist dann sinnvoll, wenn das Dienstrad nur in geringem Umfang privat genutzt wird oder nur geringe Kosten anfallen“, erklärt Cornelia Metzing von der Bundes­steuer­berater­kammer. Wird das Dienstrad oft privat genutzt, dann ist wegen des Aufwands ein Fahrtenbuch nicht praktikabel.

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Steuerlicher Vorteil des Dienstrades gegenüber dem Firmenwagen

Wer täglich mit dem Dienstrad von der Wohnung zur Arbeit fährt, kann für jeden Entfernungs­kilometer 30 Cent als Werbungs­kosten beim Fiskus geltend machen. Sind es acht Kilometer bis zur Arbeit, dann kommt bei 220 Arbeits­tagen im Jahr eine Summe von 528 Euro zusammen. „Steuerlich hat das Dienstrad gegenüber dem Firmenwagen sogar einen Vorteil“, so Cornelia Metzing von der Bundes­steuer­berater­kammer. Anders als beim Dienstauto müssen Arbeit­nehmer beim Dienstrad für den Weg von der Wohnung zur Arbeit keinen Aufschlag von 0,03 Prozent pro Entfernungs­kilometer versteuern.

Für E-Bikes und Pedelecs gelten die steuerlichen Regeln für Kfz

Aber Achtung: E-Bikes und Pedelecs mit einer höheren Geschwindigkeit als 25 km/h sind Kraft­fahrzeuge. „Daher gelten für solche Räder die steuerlichen Regeln für Kfz“, so Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler Deutschland. Darüber hinaus können Unternehmen Dienst­fahrräder auch leasen. Leasing­nehmer sollte der Arbeitgeber sein. Die Laufzeit beträgt laut Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler Deutschland üblicherweise drei Jahre. Arbeitgeber und Arbeit­nehmer sollten in einem Überlassungs­vertrag das Fahrrad-Leasing vereinbaren - und darin auch die private Nutzung festschreiben.

Das Dienstrad als Sachlohn mit privater Nutzung

Oft stellt sich die Frage, wer die Leasing-Raten stemmt. Aus Sicht des Verkehrs­clubs VCD sollte der Arbeitgeber die Kosten tragen oder sich zumindest spürbar beteiligen. „Denkbar ist auch, dass Arbeitgeber und Arbeit­nehmer je die Hälfte der Rate zahlen“, erläutert Anika Meenken, Referentin für Radverkehr beim VCD. Beide Seiten können sich auch auf eine Barlohn­umwandlung ver­ständigen. Dabei erhält der Arbeit­nehmer anstelle eines Teils des Gehalts als Sachlohn ein Dienstrad, das auch privat genutzt werden darf.

Bei dieser Barlohn­umwandlung zieht der Arbeitgeber die Leasingrate sowie die Versicherungs­prämie vom monatlichen Bruttolohn ab. Hinzugerechnet wird ein Prozent des Listen­preises als geldwerter Vorteil für die private Nutzung des Dienstrads. Im Ergebnis muss der Arbeit­nehmer etwas weniger Lohnsteuer und Sozial­versicherungs­beiträge zahlen. „Arbeit­nehmer sollten genau durchrechnen, ob sich die Barlohn­umwandlung wirklich rechnet“, rät Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler Deutschland.

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Nachteile der Barlohnumwandlung

Nicht nur, dass durch die Barlohn­umwandlung das Nettogehalt geringer ausfällt. Diese Kürzung hat eventuell auch Auswirkungen auf Lohnersatz­leistungen wie Kranken- und Elterngeld. Zudem zahlen sowohl Beschäftigte als auch Arbeitgeber dadurch weniger Sozial­versicherungs­beiträge. „Dies hat jedoch gleich­zeitig zur Folge, dass der Arbeit­nehmer weniger Ansprüche in der Arbeits­losen-, Kranken-, Pflege und Renten­versicherung erwirbt“, merkt Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler Deutschland an.

Aber welches Rad eignet sich überhaupt als Dienstfahrrad?

Das können im Prinzip alle Fahrrad­typen sein. „Das Rad sollte individuell ausgewählt sein“, betont Anika Meenken, Referentin für Radverkehr beim VCD. In jedem Fall profitiert aus ihrer Sicht auch der Arbeitgeber: „Arbeit­nehmer, die mit dem Rad zur Arbeit fahren, sind im Schnitt ein bis zwei Tage im Jahr weniger krank und insgesamt fitter als Autofahrer.“ Und nicht zu vergessen: Arbeitgeber sparen möglicher­weise die Kosten für einen Pkw-Stellplatz.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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