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EU-Recht, Reiserecht und Schadensersatzrecht | 30.04.2019

Flug­ausfälle und Verspätungen

Die Rechte von Fluggästen: Was Passagieren bei Flug­ausfällen und Verspätungen zusteht

Laut EU-Recht haben Passagieren bei Verspätungen von mehr als drei Stunden einen Anspruch auf Entschädigung

Der Sommer könnte am Himmel erneut chaotisch werden. Viele Flug­ausfälle und Verspätungen sind nach jetzigem Stand wahrscheinlich. Bei kurz­fristigen Annul­lierungen und Verspätungen von mehr als drei Stunden müssen Airlines ihre Passagiere nach EU-Recht häufig entschädigen - aber nicht immer. Diese Rechte haben Fluggäste:

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Wann bekomme ich eine Entschädigung?

Wichtig ist, dass kein „außergewöhnlicher Umstand“ vorliegt. Das kann zum Beispiel eine Flughafen­sperrung sein. In diesem Fall ist die Airline von der Zahlungs­pflicht befreit.

Ein technisches Problem mit dem Flugzeug oder die allzu häufigen Anschluss­verspätungen beim Umlauf eines Flugzeugs fallen aber nicht darunter. Die Fluggesellschaft kann die Verantwortung hier nicht auf andere abschieben - und muss zahlen.

Bei Streiks etwa der Fluglotsen ist die Situation nicht so eindeutig. Der Gerichtshof der Europäischen Union entschied zwar zum wilden Streik bei Tuifly, dass die Airline in diesem Fall nicht von der Erstattungs­pflicht befreit war (Gerichtshof der Europäischen Union, Urteil vom 17.04.2018, Az. C-195/17, C-197/17 bis C-203/17, C-226/17, C-228/17, C-254/17, C-274/17, C-275/17, C-278/17 bis C-286/17 und C-290/17 bis C-292/17). Dieses Urteil lässt sich jedoch nicht einfach auf andere Streiks übertragen.

Die Airline muss auch nicht zahlen, wenn sie Annul­lierungen und größere Änderungen der Flugzeiten mindestens 14 Tage im Voraus angekündigt hat. Dann kann der Kunde zwar vom Vertrag zurück­treten und bekommt sein Geld zurück - eine Entschädigung gibt es nicht.

Was gilt, wenn die Sicherheitskontrolle zu lange dauert?

Die Fluggast­kontrolle ist Sache der Bundes­polizei und wird nicht von den Airlines ver­antwortet. Manchmal dauert die Kontrolle zum Beispiel wegen Personal­mangels extrem lang. Das Amtsgericht Erding hat in einem Einzelfall einmal entschieden, dass dann auch der Flughafen anteilig für Mehr- und Umbuchungs­kosten der Fluggäste aufkommen muss (Az.: 8 C 1143/16). Auch den Fluggast traf hier aber eine Mitschuld: Er hätte sich in der Warte­schlange aktiv nach vorne begeben müssen.

Auch dieser Einzelfall ist nicht unbedingt übertragbar. Es kommt immer sehr auf die konkrete Situation vor Ort am Reisetag an. In jedem Fall sollten Passagiere, die in der Warte­schlange feststecken, frühzeitig darauf drängen, nach vorne gelassen zu werden.

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Wie viel Geld bekomme ich zurück?

Die Höhe hängt von der Flugdistanz ab. 250 Euro sind es bis 1.500 Kilometer Flugstrecke, 400 Euro bei 1.500 bis 3.500 Kilometern und 600 Euro bei mehr als 3.500 Kilometern.

Wie komme ich bei einem Flugausfall trotzdem ans Ziel?

Ob Entschädigung oder nicht: Airlines sind stets verpflichtet, eine alternative Beförderung zum Zielort zu organisieren - oder die Kosten für das Flugticket zu erstatten. In der Regel buchen die Unternehmen ihre Kunden auf andere Flüge um. Geht der Ersatzflug erst am nächsten Tag, müssen sie eine Übernachtung im Hotel bezahlen. Auch Verpflegung müssen die Fluggesellschaften ihren Kunden bieten.

Was gilt bei Pauschalreisen?

Bei Flug-Pauschal­reisen ist der Reise­veranstalter in der Pflicht. Er ist Ansprech­partner und kümmert sich darum, dass der Urlauber möglichst schnell ans Ziel kommt.

Weitreichende Flugzeit­änderungen können eine Reise verkürzen oder beeinträchtigen. Möglich ist dann neben der Entschädigung durch die Airline auch eine nach­trägliche Minderung des Reise­preises.

Fällt eine Pauschal­reise wegen eines ausgefallenen Fluges kurzfristig ins Wasser, können Urlauber zudem Schaden­ersatz wegen entgangener Urlaubs­freude fordern - wenn keine Alternative gefunden werden kann.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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