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Steuerrecht | 15.05.2019

Steuer­erklärung

Die Versicherungs­beiträge der Kinder können Eltern in der Steuer­erklärung angeben

Kranken- und Pflege­versicherungs­beiträge für Kinder sind als Sonder­ausgaben steuerlich absetzbar

Eltern, die für ihre Kinder Kranken- und Pflege­versicherungs­beiträge übernehmen, können diese in ihrer Einkommen­steuer­erklärung als Sonder­ausgaben absetzen. Dies gilt auch dann, wenn das Kind Versicherungs­nehmer ist und die Eltern die Beiträge nicht direkt zahlen, sondern diese von der Ausbildungs­vergütung des Kindes abgezogen werden. „Voraussetzung ist, dass die Eltern den Aus­zubildenden mit Geld oder Kost und Logis unterstützen“, sagt Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler. Dies geht aus einem aktuellen Verwaltungs­schreiben des Bundes­finanz­ministeriums hervor.

Bereits in einem Urteil aus dem Jahr 2018 hat der Bundes­finanz­hof (BFH) klargestellt, dass unterhalts­pflichtige Eltern, die Basis­kranken- und Pflege­versicherungs­beiträge für ihre Kinder übernehmen, die Ausgaben als eigene Sonder­ausgaben geltend machen können. Dafür sei es ohne Bedeutung, ob das Kind die Beiträge von der Ausbildungs­vergütung an seine private Kranken- beziehungs­weise Pflege­versicherung bezahlt oder die Beiträge direkt vom Arbeitgeber von der Ausbildungs­vergütung abgezogen werden.

Urteilsbegründung: Die Beiträge müssen von den Eltern „getragen“ werden

In der Urteils­begründung führten die Richter allerdings weiter aus, dass Eltern die Beiträge nur dann tatsächlich tragen und steuerlich abziehen können, wenn das Kind Bar­unterhalt erhält. Außerdem müsse die Unterhalts­bedürftigkeit des Kindes geprüft werden (Az.: X R25/15).

Bundesfinanzministerium hob Einschränkung auf: Für den Sonderausgabenabzug genügt ein Kindergeldanspruch

Das Bundes­finanz­ministerium hob diese Ein­schränkung nun auf. Für den Steuerabzug genügt es, wenn die Eltern für das Kind Verpflegung und Unterkunft übernehmen. Auch die eigenen Einkünfte des Kindes haben keinen Einfluss auf den Sonder­ausgaben­abzug, es reicht aus, wenn für das Kind noch ein Kindergeld­anspruch besteht, so das Ministerium.

Doppelberücksichtigung der Beiträge scheidet aus

„Allerdings müssen die Versicherungs­beiträge tatsächlich auch beim Kind oder den Eltern angefallen sein“, fügt Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler ergänzend hinzu. Ist das Kind kostenfrei in der Familien­versicherung mit­versichert, gibt es keinen Extra-Sonder­ausgaben­abzug. Machen die Kinder bereit seine eigene Steuer­erklärung, können die Ausgaben auch zwischen Eltern und Kindern aufgeteilt werden, eine Doppel­berücksichtigung der gleichen Beiträge bei Eltern und Kind scheidet hingegen aus.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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