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Arbeitsrecht | 06.05.2019

Brücken­teilzeit

Die neue Brückenteilzeit und was zu beachten ist

Mit der Brücken­teilzeit können sich Arbeit­nehmer Freiraum auf Zeit verschaffen

Einmal Teilzeit, immer Teilzeit - viele Arbeit­nehmer mit reduzierter Arbeitszeit kennen sie: die Teilzeit­falle. Dank der neuen Brücken­teilzeit soll nun Schluss sein mit dem Freiraum wider Willen. Für wen eignet sich das Modell?

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Die To-do-Liste ist zu lang, der Tag zu kurz. Und die Uhren ticken schneller, als es gut tut. Wenn der Beruf das Leben bestimmt, wünscht sich mancher Arbeit­nehmer mehr von dem, was wir Privatleben nennen. Mehr Zeit für Familie, Hobbys oder private Weiter­bildung. Was klingt wie „Wünsch-dir-was“, soll mit der Brücken­teilzeit Realität werden.

Brückenteilzeit soll sogenannter Teilzeitfalle entgegen wirken

Das Prinzip: Arbeit­nehmer können für einen Zeitraum zwischen einem und fünf Jahren die Arbeit in Teilzeit beantragen, danach kehren sie automatisch in die Vollzeit­stelle, beziehungs­weise ihre vorherige Arbeitszeit, zurück. Seit 1. Januar 2019 greift die Brücken­teilzeit, die der sogenannten Teilzeit­falle entgegen wirken soll.

Anspruch besteht nur in Unternehmen mit mehr als 45 Arbeitnehmern

Wer mehr Freiraum auf Zeit beantragen möchte, sollte sich über die Voraus­setzungen im Klaren sein. So haben nur Arbeit­nehmer in Betrieben mit mehr als 45 Beschäftigten einen Anspruch auf Brücken­teilzeit. Bei Unternehmen mit bis zu 200 Mitarbeitern gilt außerdem eine Zumutbarkeits­grenze. Das heißt: In ihnen muss nur ein Antrag pro 15 Beschäftigte bewilligt werden.

Antrag kann aus „betrieblichen Gründen“ abgelehnt werden

Der Teilzeit­wunsch muss drei Monate im Voraus beantragt werden, und der Arbeit­nehmer muss mindestens sechs Monate im Unternehmen beschäftigt sein. Abgelehnt werden kann der Antrag mit Verweis auf einen sogenannten betrieblichen Grund. „Ein betrieblicher Grund liegt insbesondere vor, wenn die Verringerung der Arbeitszeit die Organisation, den Arbeits­ablauf oder die Sicherheit im Betrieb wesentlich beeinträchtigt oder unverhältnismäßige Kosten entstehen“, sagt Thomas Beck von der Initiative Neue Qualität der Arbeit, die vom Bundes­ministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert wird.

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Umfang der Verkürzung nicht vorgeschrieben

Um wie viel Prozent das bisherige Arbeits­volumen reduziert werden darf, ist nicht fest­geschrieben. „Es gilt nicht nur für Vollzeit­beschäftigte, sondern im Grunde für jeden Beschäftigten“, erklärt Marta Böning, Juristin beim Deutschen Gewerkschafts­bund (DGB). „Auch wenn ich beispiels­weise 30 Stunden in der Woche arbeite, kann ich weiter reduzieren.“

Keine Anspruch auf Lohnersatzleistungen bei reduzierter Arbeitszeit

Wer in befristeten Arbeits­verhältnissen beschäftigt ist, sollte der Juristin zufolge gegebenenfalls nachrechnen, ob sich die Brücken­teilzeit lohnt: „Das ist natürlich schwieriger. Wenn ich ein befristetes Arbeits­verhältnis von zwei Jahren habe, dann kann ich schlecht meine Arbeitszeit für zwei Jahre reduzieren, zumal das Arbeits­verhältnis danach endet“, sagt sie. Wichtig zu wissen ist, dass die Stunden­reduzierung auf Kosten des Arbeit­nehmers passiert: „Es gibt also keine Lohnersatz­leistungen in dieser Zeit.“ Mit dem Teilzeit­rechner des BMAS können Interessierte prüfen, wie sich ihre finanzielle Situation verändern würde.

Weniger Geld, aber mehr Zeit - die Rechnung kann aufgehen. Prof. Jutta Rump vom Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) in Ludwigshafen hält das Modell Brücken­teilzeit für einen guten Weg, um „in Balance zu bleiben und unter­schiedliche Lebens­situationen miteinander zu vereinbaren“. Vor allem Menschen, die über einen bestimmten Zeitraum besondere, etwa familiäre Verpflichtungen hätten, könne die Brücken­teilzeit mehr Planungs­sicherheit geben.

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Konflikte vermeiden und Pläne frühzeitig offenlegen

Jutta Rump empfiehlt, die Pläne frühzeitig und offen zu kommunizieren. „Es ist die Frage, wie ich das im Team, auf kollegialer Ebene rübergebracht kriege und wie ich es koordinieren kann.“ Dabei könne es helfen, den Kollegen Hinter­grund­informationen zu den eigenen Beweg­gründen zu geben, auch wenn diese rechtlich irrelevant sind. „Das hat nichts mit Rechtfertigung zu tun, sondern mit Information und Verständnis. Man sollte mit Augenmaß daran gehen und auch signalisieren, dass man die Kollegen weiterhin unterstützt.“

Denn zum Faulenzen werde die Brücken­teilzeit in den seltensten Fällen genutzt, ist die Professorin überzeugt. Stattdessen seien vielfach private Verpflichtungen wie die Pflege von Angehörigen der Grund, die Arbeitszeit zu reduzieren. „Ich kann mir vorstellen, dass nicht wenige sagen, dass die Rückkehr in die Vollzeit sogar eine Entlastung ist, weil sich die Stress­situation im privaten Bereich normalisiert oder aufgelöst hat.“

„Wie sich die Brücken­teilzeit in der Praxis entwickelt, wird sich zeigen. Wir haben noch keine Erfahrung mit dem Anspruch und insbesondere mit einer möglichen Ablehnung durch die Arbeitgeber“, sagt Marta Böning.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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