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Arbeitsrecht | 22.06.2018

Urlaub

Die sieben Mythen rund um das Urlaubs­recht

Arbeits­rechtler erläutern, was wirklich stimmt und was falsch ist

In einigen Bundes­ländern beginnen bald die Sommer­ferien. Damit wird die Urlaubszeit eingeläutet. Egal ob der Urlaub schon zu Beginn des Jahres geplant oder erst kurzfristig gebucht wurde, viele Arbeit­nehmerinnen und Arbeit­nehmer haben jedes Jahr Fragen bezüglich des Urlaubs­rechts. Der Arbeits­rechtler und Professor an der Hochschule Fresenius, Prof. Dr. Michael Fuhlrott, erklärt, was es zu beachten gibt.

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Grund­sätzlich gilt, dass Arbeit­nehmer ihren Urlaub immer beantragen und Arbeitgeber ihn gewähren müssen. Unzutreffend ist daher die Aussage, „Urlaub zu nehmen“. Gibt es allerdings keine berechtigten Gründe, die dagegen­sprechen, ist der Arbeitgeber jedoch gehalten, den Urlaub abzusegnen. Macht der Arbeit­nehmer frei, obwohl dies vom Arbeitgeber nicht gewährt wurde und bleibt der Arbeit damit unentschuldigt fern, kann das ein Grund für eine fristlose Kündigung sein. Um das Urlaubs­recht ranken sich aber auch zahlreiche Mythen. Prof. Dr. Fuhlrott erklärt, warum sie keine rechtliche Grundlage haben:

Mythos 1: Unternehmen können nicht verlangen, dass der gesamte Urlaub zu Jahresbeginn festgelegt wird

„Der Arbeitgeber darf verlangen, dass Arbeit­nehmer sich zu Beginn des Jahres Gedanken über ihre Urlaubs­pläne machen und früh zeitig den Jahres­urlaub planen. Der Arbeitgeber hat also ein Recht auf Planungs­sicherheit. Auch muss der Arbeitgeber nicht sofort über einen Urlaubs­antrag entscheiden. Insbesondere wenn noch Abstimmungen mit anderen Arbeit­nehmern zur Vertretung erforderlich sind oder die Arbeits­planung noch nicht steht, darf er die Entscheidung über die Urlaubs­gewährung einige Zeit zurück­stellen.“

Mythos 2: Der Arbeitgeber darf keine Betriebsferien anordnen

„Viele Firmen legen fest, dass beispiels­weise zwischen Weihnachten und Silvester der Betrieb geschlossen wird und alle Mitarbeiter in dieser Zeit Urlaub nehmen müssen. Auch eine Werks­schließung im Sommer oder sogar im November mit der Verpflichtung für zwei Wochen, Urlaub zu nehmen, wäre möglich. Für die Planungen der Arbeit­nehmer muss dies aber rechtzeitig angekündigt werden und es muss ein angemessener Zeitraum von Urlaubs­tagen verbleiben, über den die Mitarbeiter frei verfügen können. Zulässig sind auch Beschränkungen des Urlaubs für bestimmte Zeiten: So darf ein Logistik­unternehmen z.B. eine Urlaubs­sperre für die Vor­weihnachts­zeit verhängen oder eine Schule dem Hausmeister Urlaub außerhalb der Schulferien versagen.“

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Mythos 3: Eltern mit schulpflichtigen Kindern dürfen immer in den Schulferien Urlaub nehmen

„Einen gesetzlich festgelegten Anspruch auf Urlaub für Eltern schul­pflichtiger Kinder in den Schulferien gibt es nicht. In Ausnahme­fällen kann für ein bestimmtes Projekt zeitweise sogar eine Urlaubs­sperre verhängt werden. Der Vorgesetzte darf zudem die Mindest­besetzung des Unternehmens oder der Abteilung festlegen. Sicher ist jede Firma jedoch gewillt, familien­freundliche Regelungen zu finden. Gibt es allerdings mehr Urlaubs­wünsche von Eltern mit Kindern als der Arbeitgeber genehmigen möchte, muss er - gegebenenfalls jahresweise verteilt - versuchen, die wider­streitenden Urlaubs­wünsche gerecht zu verteilen.“

Mythos 4: In der Probezeit darf man keinen Urlaub nehmen

„Der zwei­wöchige Griechenland­urlaub ist schon lange gebucht und bezahlt. Doch kurz vorher wechselt man den Job. Vielen stellt sich die Frage, ob sie die Reise in diesem Fall canceln müssen. Es empfiehlt sich, dies bereits im Vorstellungs­gespräch anzusprechen, um eine Einigung zu finden. Denn: Im neu angetretenen Arbeits­verhältnis hätte man keinen Anspruch auf diesen Urlaub. Grund­sätzlich erwirbt man auch während der Probezeit pro Monat mindestens zwei Tage Urlaubs­anspruch, den man nach Genehmigung des Vor­gesetzten auch nehmen darf. Der volle Urlaubs­anspruch wird allerdings erst nach sechs Monaten erworben. Wer also in seinem neuen Job nach drei Monaten schon eine zwei­wöchige Reise antreten will, tut gut daran, dies rechtzeitig abzustimmen.“

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Mythos 5: Krankheit im Urlaub das persönliche Pech des Arbeitnehmers

„Natürlich mindert eine Krankheit die Urlaubs­freuden. Wer sich aber im Urlaub an der Paella den Magen verdorben hat oder beim Mountain­biking stürzt und verletzt, urlaubt nicht mehr, sondern ist krank. Krankheit geht dem Urlaub arbeits­rechtlich vor. Der Urlaub kann daher erneut beansprucht werden. Wichtig ist aber, dass der Arbeit­nehmer dem Arbeitgeber seine Erkrankung unverzüglich mitteilt. Möchte der Arbeit­nehmer also später seinen Urlaub erneut geltend machen, muss er seinen Arbeitgeber umgehend informieren. Tut der Arbeit­nehmer dies nicht, bekommt er zwar bei Nachweis der Erkrankung nach Rückkehr die Tage ebenfalls gutgeschrieben, riskiert aber eine Abmahnung wegen Verletzung seiner Anzeige­pflicht.“

Mythos 6: Für Notfälle kann der Chef Mitarbeiter aus dem Urlaub zurückrufen

„Einmal gewährter Urlaub kann nicht wieder zurück­genommen werden. Nur in absoluten Notfällen mag im Einzelfall anderes gelten - etwa wenn das Unternehmen sonst den Betrieb nicht aufrechterhalten könnte. Eine Firma kann seine Mitarbeiter allenfalls um eine Rückkehr oder einen Verzicht bitten und müsste dann aber auch sämtliche anfallenden Kosten übernehmen. Auch die Urlaubs­adresse muss vom Arbeit­nehmer nicht hinter­lassen werden und das Smartphone darf abgeschaltet werden. Urlaub dient der Erholung, so dass der Arbeit­nehmer hier sprich­wörtlich ein Recht zum Abschalten hat.“

Mythos 7: Fällt der Rückflug aus, ist das höhere Gewalt

„Arbeit­nehmer sind gehalten, sich über den Stand ihrer Rückflüge zu informieren. So werden z.B. oft Streiks längere Zeit im Vorfeld angekündigt, so dass Mitarbeiter sich auf diese Situation vorbereiten können. Ist für den Arbeit­nehmer daher schon vorher sicher absehbar, dass der Rückflug oder die Fähre ausfallen wird und eine rechtzeitige Rückkehr nicht gewähr­leistet ist, muss er aktiv werden und ggf. schon vorher seine Flüge umbuchen, um rechtzeitig wieder erscheinen zu können oder um eine Urlaubs­verlängerung bitten. Auch bei ur­plötzlich ein­tretenden Natur­ereignissen wie einem ausbrechenden isländischem Vulkan, die zur Streichung aller Flüge führt gilt: Erscheint man wegen stornierter Flüge nicht rechtzeitig im Büro, muss der Mitarbeiter seinen Chef nicht nur unverzüglich darüber in Kenntnis setzen, sondern für diese Zeit auch bezahlten oder ggf. unbezahlten Urlaub nachreichen.“

Quelle: dpa/DAWR/ab
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