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Internetrecht und Verbraucherrecht | 21.10.2019

Internet­betrug

Die vielen Facetten des Internet­betrugs

Tipps zum Schutz vor Internet­betrug

Mal soll man ein immenses Erbe antreten, mal einem Menschen in Nothelfen: Um an Geld zu kommen, erfinden Betrüger im Internet die abenteuerlichsten Geschichten. Oder sie versprechen die große Liebe.

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Auf den ersten Blick wirkt die E-Mail wirklich so, als bräuchte ein Freund Hilfe. Er ist im Ausland im Krankenhaus, die Kosten steigen. Er bittet um finanzielle Unterstützung mit Hilfe einer Kredit­karten­zahlung, die man mittels eines Links in der E-Mail auslösen kann. Doch wer jetzt seine Daten eingibt, bei dem hat die Falle zugeschnappt. Denn hier sind ziemlich sicher Betrüger am Werk. Der vermeintliche Freund liegt vermutlich am Strand und sonnt sich.

Bekannte Mails mit minimalen Abweichungen

Das Tückische an dem Betrugs­versuch: Die Nachricht könnte tatsächlich über die richtige E-Mail-Adresse des Freundes geschickt worden sein. „Es kann durchaus sein, dass Hacker durch einen Cyber­angriff Zugriff auf das Mailkonto des Bekannten bekommen haben“, erläutert Fabian von Keudell von der Fach­zeitschrift „Chip“. Das Problem: Wenn Betrüger darüber die Mails versenden, sei das eine legitime Mail und werde durch keine Technik heraus­gefiltert.

Häufig greifen Betrüger auch zu Mail­adressen, die einer bekannten Adresse zum Verwechseln ähnlich sehen, jedoch minimale Abweichungen aufweisen. Manche sind allerdings fehlerfrei: „Mit genug krimineller Energie lassen sich auch Mail­adressen so fälschen, dass diese echt aussehen und keine Fehler enthalten“, sagt Fabian von Keudell.

Romantik als Betrugsmasche

Eine andere Betrugs­masche ist sogenanntes Romance-Scamming. Der Name verrät es schon: Über Single­börsen oder ähnliche Plattformen werden Nutzer unvermittelt und meist auf nette Art und Weise kontaktiert. Eine knappe Mail in englischer Sprache mit einer Chat-Einladung dient oft als Lockmittel. Allerdings gebe es auch viele, die perfekt Deutsch beherrschen, sagt Harald Schmidt, Geschäfts­führer der Polizeilichen Kriminal­prävention der Länder und des Bundes.

Darauf folgen können ellenlange Nachrichten mit vielen Liebes­schwüren oder ein vermeintlich echtes Interesse an der Person. „Oft wollen die Scammer alles über ihr Opfer wissen: Hobbys, ehemalige Partner, Kinder, Freunde, auch der Glaube an Gott spielt immer eine Rolle“, hat Harald Schmidt beobachtet. Sehr schnell kommt es aber zu Geld­forderungen, für die Behandlung nach einem angeblichen Unfall oder weil der Chef keinen Lohn gezahlt hat. Alles vor­getäuschte Szenarien, natürlich.

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Lottogewinne werden nicht per E-Mail verkündet

Und wer plötzlich mit einer E-Mail über ein unverhofftes Erbe oder einen hohen Lotterie­gewinn in Kenntnis gesetzt wird, sollte zunächst einmal gründlich den Absender kontrollieren. Es könnte sich um Post von der sogenannten Nigeria-Connection handeln.

Die Absender geben sich in der Regel als hochrangige Staats­bürger, Adelige, Rechts­anwälte, Bank­mitarbeiter oder Soldaten aus, erklärt Hans-Joachim Henschel vom Landes­kriminalamt (LKA) Nieder­sachsen. Oft schrieben sie auf Englisch oder in schlechtem Deutsch - das weist darauf hin, dass wohl Übersetzungs­programme genutzt worden sind.

Beim häufigsten Szenario erfinden die Täter ein hohes Erbe und nennen eine Person, die im Zusammenhang mit dem Angeschriebenen stehen soll. Mit einem Trick, heißt es in der Nachricht, könne man die Behörden vor Ort hintergehen und am Ende den Geldsegen teilen.

Tatsächlich wollen die Verbrecher aber nur finanzielle Vorl­eistungen und sensible Dokumente wie Aus­weis­kopien oder Bankdaten ergaunern, die für weitere Betrügereien verwendet werden.

Hat das Opfer angebissen, versuchen die Täter an weiteres Geld zu gelangen, indem immer neue angebliche Probleme auftauchen, die sich immer mit weiteren Zahlungen beseitigen lassen, so Hans-Joachim Henschel.

Betrügerische Mails löschen

Wenn Nutzer eine betrügerische E-Mail erkennen, sollte sie diese löschen und als Spam markieren. So lässt sich der eigene Mailfilter anlernen, so dass künftige Nachrichten dieser Art gleich im Spamordner landen. Außerdem bietet das LKA Nieder­sachsen an, dass Nutzer die Polizei darüber in Kenntnis setzen. Die Mails können an die Adresse trojaner@polizeilabor.de weitergeleitet werden.

Im Fall von Romance-Scamming empfiehlt Harald Schmidt den Kontakt zum Betrüger sofort zu blockieren und auf keine Forderungen einzugehen. Zudem sei es sinnvoll, alle Mails und Chat-Protokolle zu sichern und damit zur Polizei zu gehen. Bei einer vermeintlichen Kontakt­aufnahme durch einen Bekannten oder Freund empfiehlt es sich, denjenigen im Zweifel zum Beispiel durch einen telefonischen Anruf direkt zu kontaktieren und nachzufragen, ob die Nachricht sicher von ihm kam.

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Persönliches Wissen abfragen

Fabian von Keudell: „Wer keine Möglichkeit hat, den Bekannten telefonisch zu erreichen, der fragt per Mail nach einer Information, die nur der Bekannte kennt.“ So lasse sich die Identität checken.

Ist Geld bereits überwiesen oder sind die persönlichen Daten schon übermittelt, sollte die Polizei eingeschaltet und Anzeige erstattet werden. „Dazu werden der bisher geführte Schrift­verkehr, aber auch die entsprechenden Zahlungs­belege benötigt“, sagt Hans-Joachim Henschel. Sinnvoll ist es auch, den Mailverkehr im Original zu behalten, da sich aus den Mail-Quelldaten unter Umständen zusätzliche Daten gewinnen lassen.

Wer den Betrug im Nachhinein doch noch erkennt, dem bleiben oft nur wenige Tage, um das Geld zurückzuholen. Häufig schlagen die Verbrecher auch eine Abwicklung über einen Bargeld­transfer­dienst vor. Hier muss man wissen: Ist das Geld abgeholt worden, kann es nicht mehr zurück­gerufen werden.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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