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Familienrecht | 21.12.2018

Hochzeit

Ehe­schließung: Diese Unterlagen braucht man für das Standesamt

Der Weg zum Eheglück beginnt mit dem Formular „Anmeldung zur Ehe­schließung“ beim örtlichen Standesamt

Vor der Hochzeit steht der Papierkram. Das Standesamt benötigt einige Unterlagen von den Verlobten. Das kann ganz schön ins Geld gehen.

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Kaum etwas im Leben hat größere rechtliche und steuerliche Auswirkungen als die Ehe­schließung. Aus diesem Grund prüft der Staat gründlich, ob die Ehe rechtmäßig geschlossen werden kann oder ob sogenannte Eheh­indernisse bestehen. „Ehehindernisse sind fehlende Volljährig- oder Geschäfts­fähigkeit, ein enger Verwandt­schafts­grad oder wenn einer der Verlobten nicht ledig wäre“, erklärt Anja Schmolke, Vorsitzende des Landes­fach­verbands der Standes­beamtinnen und Standes­beamten in Brandenburg.

Das Standesamt benötigt zur Prüfung Unterlagen vom Brautpaar, die bei der Anmeldung der Ehe­schließung ins Standesamt mitgebracht werden müssen. Welche sind das, und was kostet das Ganze?

Der häufigste Fall: Zwei deutsche Staatsbürger, erste Ehe

Nötig sind gültige Ausweis­papiere, also Reisepass oder Personal­ausweis. Sofern man nicht in dem Standesamt heiratet, in dem auch die Geburt beurkundet wurde, braucht man einen beglaubigten Auszug aus dem Geburten­register, der nicht älter als ein halbes Jahr sein darf. Die Geburts­urkunde vorzuzeigen ist nicht mehr nötig, denn der beglaubigte Auszug ist aussage­kräftiger.

„Der beglaubigte Auszug aus dem Geburten­register spiegelt die grund­legenden Daten zur Geburt und alle Veränderungen des Personen­standes, wie Ehe­schließungen, Namens­änderungen oder Adoptionen wieder“, erklärt Carsten Dehner vom Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg. So kann ausgeschlossen werden, dass beispiels­weise Geschwister heiraten, die durch Adoption getrennt aufgewachsen sind. Diese Abschrift gibt es für 12 Euro direkt beim Standesamt der Geburts­stadt.

Bei der Anmeldung einer Ehe­schließung müssen die Verlobten auch eine erweiterte Melde­bescheini­gung vorlegen. Eine einfache Melde­bescheini­gung ist nicht ausreichend. „Die erweiterte Melde­bescheini­gung führt neben dem Wohnort auch Familien­stand und weitere Wohnsitze auf“, sagt Dieter Bäuerle, Amtsleiter vom Ordnungsamt in Herrenberg (Baden-Württemberg). „Die erweiterte Melde­bescheini­gung dient daneben auch zur Prüfung der Zuständigkeit des Standes­amtes“, ergänzt Anja Schmolke. Eine Bescheinigung aus dem Melde­register kostet in der Regel zwischen fünf und zehn Euro. „Wenn das Standesamt Zugriff auf die Meldedaten hat, so wird auf die Vorlage der Bescheinigung verzichtet“, sagt Carsten Dehner.

Wer gemeinsame Kinder hat, die in Deutschland geboren wurden, muss bei der Anmeldung der Ehe die Anerkennung der Vaterschaft belegen und zusätzlich beglaubigte Geburts­urkunden vorzeigen. Auch diese dürfen nicht älter als sechs Monate sein. „Bei nicht gemeinsamen Kindern müssen die Geburts­urkunden nur vorgezeigt werden, wenn das Kind oder die Kinder den neuen Namen annehmen“, sagt Anja Schmolke.

Und was kostet die Prüfung der Ehe­fähigkeit, wie das Verfahren offiziell heißt? Gebühren sind zwar Länders­ache und entsprechend unklar zu beziffern, aber die Prüfung kostet für die Paare in der Regel 40 Euro, weiß Dieter Bäuerle.

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Nicht die erste Ehe

Wer bereits verheiratet war, dessen Ehe­fähigkeit wird noch genauer geprüft. „Das Standesamt braucht einen Nachweis der Auflösung der Ehe durch eine Sterbe- oder eine Scheidungs­urkunde“, sagt Anja Schmolke. Wurde die Ehe im Ausland geschieden, müssen die Dokumente von einem vereidigten Urkunden­übersetzter übersetzt werden. Die Kosten dafür sind nur schwer zu schätzen, da der Umfang der Scheidungs­urteile sehr unterschiedlich sein kann. Zudem muss die Scheidung in Deutschland rechtlich anerkannt sein.

Verlobte mit ausländischer Staatsangehörigkeit

Ist einer der beiden Verlobten im Ausland geboren, hat eine andere als die deutsche Staats­bürgerschaft oder diese erst später angenommen, sind weitere Unterlagen nötig. Dazu gehört das Ehe­fähigkeits­zeugnis. In diesem Zeugnis bestätigt die zuständige Heimat­behörde, dass der Ehe­schließung kein gesetzliches Ehe­hindernis entgegensteht und nach deutschem Recht geschlossen werden darf. „Es gibt Staaten, die Ehe­fähigkeits­zeugnisse ausstellen und gegenseitig anerkennen“, erklärt Dieter Bäuerle. „Wenn das nicht der Fall ist, wie zum Beispiel bei Frankreich oder den USA, müssen Sie ein Befreiungs­verfahren beim Präsidenten des Ober­landes­gerichts beantragen.“

Das Ehe­fähigkeits­zeugnis bekommt man beim Standesamt des Geburts­landes. Die Kosten sind von Land zu Land unterschiedlich. Ein Ehe­fähigkeits­zeugnis ist sechs Monate lang gültig.

Statt eines Auszugs aus dem Geburten­register, den nur deutsche Staats­bürger einreichen müssen, wird bei Verlobten mit ausländischer Staats­bürgerschaft die Geburts­urkunde verlangt.

Für fremd­sprachige Urkunden müssen lückenlose Übersetzungen in deutscher Sprache vorliegen. Diese fertigen in Deutschland öffentlich bestellte und vereidigte Übersetzer an. Die Kosten für die beglaubigte Übersetzung liegen häufig bei mehreren hundert Euro.

Am besten lässt man sich persönlich im Standesamt beraten, da bei Hochzeiten im Ausland oder mit einem Ausländer einiges individuell zu beachten ist.

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Was ist noch wichtig zu wissen?

Es müssen nicht beide Verlobten zur Anmeldung auf dem Standesamt erscheinen. Ist einer der beiden verhindert, kann er dem Partner oder der Partnerin eine Vollmacht ausstellen, die aus dem Internet ausgedruckt werden kann. „Sind Sie als Paar aus wichtigen Gründen verhindert, können sie die Ehe­schließung auch schriftlich anmelden oder andere Personen schriftlich dazu bevollmächtigen“, sagt Carsten Dehner. „Die schrift­liche Anmeldung beziehungs­weise die Vollmacht muss von beiden Ehe­schließen­den unter­schrieben sein.“

Die Prüfung der Ehe­fähigkeit gilt nur für ein halbes Jahr. Traut sich das Paar in dieser Zeit nicht, muss die Ehe­schließung erneut angemeldet werden.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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